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Die Faxen Dicke Vom Sauerland ins Paradies ... und zurück! - Ein Urlaubsroman von Hänsch, Reiner (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2014
  • Verlag: FUEGO
eBook (ePUB)
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Die Faxen Dicke

Alex Knippschild braucht Urlaub. Unbedingt. Jedenfalls meinen das seine Kollegen in der Redaktion des 'Sauerlandbeobachters', einem kleinen, tapferen aber unbedeutenden Anzeigenblättchen, das das um alle herum liegende Sauerland zwar sehr aufmerksam beobachtet, aber leider nie etwas zu berichten hat. In dieser extrem ereignisarmen Gegend passiert einfach nix - außer dröhnenden Schützenfesten und feierlichen Prämierungen der schönsten Kühe natürlich. Alex ist frustriert, genervt und seit einiger Zeit auch gar nicht mehr so richtig nett. Und das war er doch immer! Er hat ganz einfach die Faxen Dicke! Also Urlaub. Naja, warum eigentlich nicht? Und so reist die Familie Knippschild eines schönen Tages auf die Trauminsel Ko Samui ins ferne exotische Thailand. Was sie dort allerdings erwartet, übertrifft die schlimmsten Befürchtungen bei weitem. Dieser Urlaub ist für die drei Knippschilds eine einzige Prüfung, eine Heimsuchung - einfach nur die Pest. Trotzdem versucht man sich zu arrangieren mit dem finsteren, üblen Urlaubsmoloch, der die arme Familie fest im Griff hat. Und fast scheint man es auch zu schaffen, als plötzlich etwas Unglaubliches passiert ... im fernen Sauerland! Vom Sauerland zum Palmenstrand sind's viele Kilometer manche woll'n da gar nich' hin manche vielleicht später Sonne, Sand, Moskitostich wir sind mal eben wech Urlaub is'n schönes Ding doch manche haben Pech Reiner Bruno Gustav Hänsch, geboren im sauerländischen Iserlohn-Letmathe, hat schon 'ne ganze Menge Sachen gemacht. Er hat nach dem Abitur ansatzweise mal Sozialwissenschaften studiert (und nebenbei Musik gemacht), er war probeweise Kneipier (nebenbei Musik) und eine schwere Zeitlang sogar mal Tanzmucker (nebenbei Musik, also, richtige Musik!). Reiner Hänsch war auch mal Texter und Creative Director bei namhaften Düsseldorfer Werbeagenturen und hat unzählige Musiken für Werbekampagnen komponiert. Und er war und ist der Sänger, Komponist und Texter der Rockband ZOFF, die viele erfolgreiche Alben produzierte und die heute noch mit ihren Auftritten als Kultband gefeiert wird. Der Song 'Sauerland' ist der große Hit der Band, seit über 30Jahren ein Klassiker und aus dem Sauerland natürlich überhaupt nicht mehr wegzudenken. Seit Anfang der Neunziger Jahre arbeitet Reiner Hänsch als freier Komponist und Musikproduzent, Konzeptioner und Texter - und als Autor. Er lebt heute mit seiner Familie nördlich von Oldenburg auf dem platten Land zwischen freundlichen Kühen und netten Menschen an der Nordsee ... und so oft es geht und sehr gerne kommt er immer wieder zurück ins schöne Sauerland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862870943
    Verlag: FUEGO
    Größe: 1249kBytes
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Die Faxen Dicke

Oktober im Sauerland:
Et plästert und man plant

"Was heißt denn SupZiDuTeKliMe?", frage ich Steffi, die neben mir auf dem Teppich unseres großen, schönen Wohnzimmers inmitten der ausgebreiteten Prospekte liegt und mit lüsternen Blicken und bereits leicht geröteten Augen durch die Angebote der Urlaubsparadies-Kataloge hechelt.

"Superior-Zimmer mit Dusche, Terrasse, Klimaanlage und Meeresblick. Ist doch klar, Alex!", wirft sie mir kopfschüttelnd meine Ahnungslosigkeit vor.

Hach. Ja. Ist ja schon gut.

"Und StaziRadVenoDu?", wage ich trotzdem noch zu fragen.

"Standardzimmer mit Radio, Ventilator, ohne Dusche. O-Du! ALEX! Das Allerletzte! Du denkst doch wohl noch nicht mal im Traum dran! Keine Dusche, keine Air Con! Ts, ts, ts", entrüstet sie sich fassungslos, schüttelt noch mal ihren hübschen Kopf mit der neuen Frisur, die sie seit gestern hat, die aber der seit Wochen andauernde Sauerländer Scheißregen auf dem Weg vom Friseur nach Hause leider wieder komplett zerstört hat. Sie sieht aber auch ohne Frisur schön aus. Natürlich.

Meine Steffi.

Doch jetzt funkelt sie mich geradezu böse an. Nein, nein, liebe Steffi, ein StazioDu und ohne Air Con käme natürlich nicht in Frage. Obwohl es recht günstig zu sein scheint, wenn man durch die hochwissenschaftlich aufgebauten Preiskategorie-Tabellen erst mal durchsteigt und die Preise dann auch wirklich lesen kann. Also weiter.

Urlaub?! Muss das sein? Nach Meinung meiner Kollegen in der Redaktion unbedingt.

Ich bin Redaktionsleiter einer kleinen Zeitung, dem wöchentlich erscheinenden, kostenlosen Sauerlandbeobachter mit Sitz in Leckede-Hintersten mitten, nein, leider ganz hinten im besagten Sauerland eben. Wir sind ein bescheidenes Anzeigenblättchen mit immer schon ein paar Tage alten Neuigkeiten und Berichten aus der Region. Mit mir im Ausguck beobachtet unser Blatt schon seit ungefähr vier Jahren äußerst kritisch und aufmerksam das gesamte Sauerland - und hat meistens leider nichts Bemerkenswertes zu berichten.

Natürlich könnte ich es mir zwischen Schützenfestreportagen, Fotos von preisgekürten Kühen und dem dramatisch sinkenden Milchpreis gemütlich machen, aber das will ich nicht. Nein, ich will aus diesem Heftchen eine richtige Zeitung machen. Mit Anspruch, Richtung und Haltung.

Das muss gehen!

Leider passiert eben nur meistens wirklich so rein gar nichts, was Anspruch, Richtung und Haltung überhaupt verlangt. Ungerechtfertigte Spritpreiserhöhungen und hemmungslos bejubelte und überbewertete Aufführungen der Volksbühne sind hier zwar brandheiße Themen, die die Bevölkerung aufwühlen, aber ich hoffe sehr, dass mal wirklich was passiert.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre das ein korrupter Politiker oder so. Unser Bürgermeister Blömecke würde sich dafür gut eignen. Er ist ein aufgeblasenes Großmaul und hat irgendwie schon so was Korruptes an sich.

Aber es tut sich nichts. Rein gar nichts.

Ich bin unzufrieden, gelangweilt und frustriert - und seit einiger Zeit auch nicht mehr richtig nett. Und das war ich doch eigentlich immer. Oder?

Besonders meine lieben Kollegen haben schwer unter mir zu leiden. Ich glaube, dass sie tagelang feiern, wenn ich mal für eine Weile verschwinde. Seit einiger Zeit bin ich einfach leicht widerlich zu ihnen. Ein echter Kotzbrocken sozusagen. Voll die Pest. Die Seuche. Man meidet mich wie einen Leprakranken.

Ich gehe allen so richtig auf den Sack, nehme ich mal an. Weil ich aber auch so richtig die Faxen dicke habe. Das ist so was wie der Sauerländer Burn-out. Alles regt mich

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