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Hilfe, ich habe Urlaub! von Bombeck, Erma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
2,99 €
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Hilfe, ich habe Urlaub!

Die schönsten Wochen des Jahres - und was dabei alles schiefgehen kann! Wenn Ihre Koffer nach Südamerika fliegen und Sie selbst nach Bali ... Wenn Sie in Ihrem Mietwagen den Blinker betätigen und die Motorhaube springt auf ... Wenn Sie alle Zeit der Welt haben, um herauszufinden, wer besser Karten lesen kann - Sie oder Ihr Mann ... Wenn Sie am Ende Ihrer Reise so fertig aussehen wie auf Ihrem Passfoto ... Ja, dann hatten Sie mal wieder einen richtig schönen Urlaub!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 12.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955303419
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1399 kBytes
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Hilfe, ich habe Urlaub!

Kanada

Als wir den Sieben-Meter-Wohnwagen das erste Mal sahen, stand er auf einem Abstellplatz und trug Nummernschilder, die seit fünf Jahren abgelaufen waren. Das "Zu verkaufen"-Schild war halb verwittert.

Unsere gesamte Familie umkreiste aufgeregt den Wohnwagen und fragte sich, was für Menschen das sein mußten, die sich freiwillig von so einem Prachtstück trennten. Das Ding sah sehr robust aus und roch förmlich nach Abenteuern. Während mein Mann und der Eigentümer gegen die Reifen traten, nahm seine Frau mich und die Kinder mit zu einer Besichtigung ins Wageninnere.

Sie ging schnell vor. Sie riß die Kissen vom Sofa und schmiß sie in das Besenschränkchen, klappte den Tisch zu einem Bett aus und machte aus dem Bücherregal eine Schlafkoje.

"Erstaunlich", sagte ich. "Wie kommt man denn in die Koje?"

"Entweder treten Sie auf die Person, die auf dem Tisch schläft, oder Sie ziehen sich hoch, indem Sie den Fuß auf den Herd stellen. Man muß nur aufpassen, daß der Herd ausgeschaltet ist", fügte sie lakonisch hinzu.

Ich lächelte. "Die Küche kommt mir etwas klein vor. Gibt es hier einen Kühlschrank?"

"Sicher gibt es einen Kühlschrank", sagte sie. "Sie verdecken ihn gerade mit Ihrer Handtasche. Um ihn zu öffnen, müssen alle außer Ihnen den Wagen verlassen. Wenn die Tür aufgeht, setzen Sie sich schnell in die Spüle."

Ich kam kaum nach, als sie schon zur nächsten Abteilung vorstieß. "Hier haben Sie das eigentliche Schlafzimmer." Zu beiden Seiten des kleinen Mittelgangs gab es ein Etagenbett. "Sogar eine Toilette haben wir", fügte die Dame triumphierend hinzu.

"Und wo ist die Tür?"

"Tür gibt's keine", sagte sie. "Sie werden die Toilette sowieso nicht benutzen. Sie stinkt. Unter den Betten ist übrigens jede Menge Platz für Lebensmittel, Kleider und Decken. Haben Sie die Schränke an den Wänden bemerkt? Sagen Sie Ihrem Mann, er soll nicht abrupt bremsen, sonst fliegen alle Türen auf, und Sie haben drei Tage aufzuräumen."

Meine Finger tasteten nach einer Düse, die an einem Schlauch befestigt war. "Wie praktisch. Eine Gemüsebürste in der Dusche."

"Das ist die Dusche", erwiderte sie knapp.

Ich rannte zur Tür, aber es war bereits zu spät. Mein Mann schüttelte die Hand des früheren Eigentümers, der seiner Frau jetzt fröhlich mit einem Scheck entgegenwinkte.

Als wir den Wohnwagen an unser Auto hängten, steckte der Mann den Scheck ein und meinte zu seiner Gattin: "Da verschwindet ein Teil unserer Geschichte, Mutter. Wir werden es vermissen." Ihre Augen blieben trocken. "Wie die Weltwirtschaftskrise", sagte sie.

Mit drei Kindern und einem Wohnwagen unterwegs - das ist nicht gerade die schnellste Art zu reisen. Rückblickend muß ich sagen: Ich hätte nie mehr Kinder bekommen dürfen als Fenster im Auto waren. Ehrlich gesagt - nach einer Woche mit ihnen im Auto, nach allem, was ich heute weiß, hätten mein Mann und ich uns einen Porsche kaufen und Kinder mieten sollen.

"Mami, wo fahren wir noch mal hin?" greinte das Kind, das auf dem "unbequemen" Mittelsitz saß. Ich umklammerte das Lenkrad und sah starr geradeaus. "Frag deinen Vater."

Mein Mann ließ die Straßenkarte sinken. "Lenkt eure Mutter nicht ab. Sie fährt. Wir werden bald eines der atemberaubendsten Naturschauspiele der Welt erleben, die Fundy-Bucht in Neubraunschweig, Kanada."

"Weshalb wollen wir da n

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