text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Like mich doch! Das Lustigste aus Facebook von Meiborg, Mounia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Like mich doch!

Pärchen-Profilbilder, Food-Porn, Bahn-Bashing und too much information von totally den falschen Leuten: Das ist der Alltag auf Facebook. Die Autoren haben sich auf die Suche gemacht nach allem Skurrilen, Verblüffenden und Witzigen, das tagtäglich auf der Plattform veröffentlicht wird. Sie sammeln die besten Posts, die witzigsten Dialoge und porträtieren die unterschiedlichen Nutzer: den Stalker, die Karteileiche, die Poetin, den Familienmenschen ... Und welcher Facebook-Typ bist du? Mounia Meiborg, Jahrgang 1984, besuchte die Deutsche Journalistenschule und arbeitet als freie Autorin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und DIE ZEIT.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 09.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843710022
    Verlag: Ullstein
    Größe: 2198 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Like mich doch!

Der Tagebuchschreiber

Wer er ist

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Post. "Phantastisch geschlafen, und jetzt scheint auch noch die Sonne. Herrlich!", schreibt er um kurz nach acht. Um 9 . 33 Uhr notiert er: "Frischgepresster Orangensaft im Kaffee Einstein, lecker!!", gefolgt von "Schade. Das Glas ist schon leer" um 9 . 52 Uhr und "Mist, ich muss arbeiten. Hab aber keine Lust" um 10 . 05 Uhr.

Der Tagebuchschreiber ist ein Chronist seines Lebens – und das gilt nicht nur für die Highlights. Nichts ist zu klein, zu unwichtig oder zu alltäglich, um es aufzuschreiben.

Während altmodische Schreiber ihre Gedanken einem Notizbuch mit rotem Samt-Einband anvertrauen, das sie stets mit einem Schlüsselchen verschließen und unter dem Kopfkissen verstecken, macht sich der moderne Tagebuchschreiber diese Mühe nicht mehr. Wozu auch?

Es darf ruhig jeder sehen, was er erlebt. Drei Tage an der Ostsee? Da sollen die Freunde auch was von haben. Ein Fotoalbum mit 192 Bildern: Er bei der Wattwanderung. Er mit einer Tasse Ostfriesentee. Er auf einem Pferd vor dem Sonnenuntergang.

Aber nicht nur Urlaube werden dokumentiert, sondern vor allem der Alltag: so langweilig, nervig und ereignisarm, wie er eben ist. Die U-Bahn fährt schon wieder nicht? Schnell ein Foto vom Schild "Schienenersatzverkehr". Keinen Platz im ICE mehr bekommen? Mit einem Post vom Handy steht es sich schon besser im Gang.

Christian B.

1. Zug überfüllt wegen Zugausfalls

2. Zug Polizeieinsatz im Zug und Türstörung ...

Hoffentlich geht das nicht so weiter ... – hier: Hauptbahnhof Nürnberg vor 29 Minuten

Gefällt mir - Kommentieren - Teilen

Vanessa F. In welchem Zug bist du? 526 ?!?

28. März um 22:49 via Handy

Christian B. Ich war im 1522 . Beim 526 ist der Anschluss zum RE 8 immer etwas schwierig.

28. März um 22:53 via Handy

Was der Tagebuchschreiber betreibt, ist Lokaljournalismus: Live-Berichterstattung per Smartphone, fast jede Minute aktualisiert. Der Krisenherd liegt für ihn weder im Nahen Osten noch in Nordkorea. Sondern in der Postfiliale, im Fastfood-Restaurant, im eigenen Kühlschrank.

Jan F.

2. November

Blöd: Roher Schinken, bei dem die einzelnen Schinkenscheiben mit klebrigen Stückchen Plastikfolie voneinander getrennt sind.

Hans K. gefällt das

Überhaupt ist Essen immer wieder ein Thema – egal, ob der Tagebuchschreiber gerade "Riesenkohldampf" hat oder Bauchweh von den vielen Gummibärchen. Der Kuchen kommt ohne Kollateralschäden aus dem Ofen? Schnell ein Foto vom "yummy Feigen-Marzipan-Gugelhupf", und dann heißt es warten, bis die Likes kommen.

Einen Kuchen für eine Freundin zu backen, die Geburtstag hat, käme dem Chronisten nicht in den Sinn: Er backt für die Timeline. Leben, um davon zu erzählen hat der kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Marquez seine Autobiographie genannt. Der Tagebuchschreiber hält sich streng an dieses Motto. Nur dass er weniger erlebt hat. Kein Wunder: Neben dem Posten bleibt ja kaum noch Zeit für Abenteuer.

Der Chronist des eigenen Lebens würde sich nie durch die gesammelten Posts seiner 432 Freunde klicken. Die anderen sind Zuschauer, Statisten oder bestenfalls Nebenfi

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen