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Luis - der urlaubsreife Hotelier 'Nicht auch noch Mutter!' von Allendorf, Ariana (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
1,99 €
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Online verfügbar

Luis - der urlaubsreife Hotelier

Luis hat sein eigenes, kleines Hotel am Traumstrand - soweit alles bestens, er könnte kaum zufriedener sein. Aber als der Reisebus den angesäuselten Caspar Steppendeich bei ihm abwirft, ist es mit der Glückseligkeit vorbei. Caspar ist der purste Albtraum - und die anderen Urlauber sind auch kaum besser. Alsbald steckt Luis in einem karibischen Desaster. Er greift zu herrlich schrägen Mitteln und Caspar mutiert zur ultimativen Lösung - den vermisst sowieso niemand ... Vielleicht keine so gute Idee, aber hinterher ist man ja immer schlauer ... 'Eine herrlich skurrile Urlaubskomödie!' 'Luis - der urlaubsreife Hotelier' wurde von den Lesern in die Longlist des Skoutz-Award gewählt. Leserstimmen: '... gewitztes Lesevergnügen, mitreißend erzählt' (Leser) '... am Strand rumgekichert' (Leser) 'Genauso geht es in einem Hotel zu, habe Tränen gelacht!' (Leser) Ganz ohne erhobenen Zeigefinger wegen übermäßigen Alkoholgenusses oder dem hüftschwenkenden Gang der Señoritas, denn der gehört zur Dominikanischen Republik wie Wärme zu den Tropen.

Sie wurde 1970 geboren, wurde Kauffrau, hat Sozialwirtschaft studiert und ihre Kenntnisse in der Dramaturgie, Szenenaufbau und dergleichen vertieft. Seither lässt sie ihrer kreativen Seite freien Lauf. 'Unsere schöne Welt bietet viel Komisches, wenn man den täglichen Wahnsinn wie ein interaktives Theaterstück betrachtet!', sagt sie. 'Mit Humor ist das Leben leichter, man muss ja nicht alles so ernst nehmen!' Wie wahr ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 377
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738094138
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 434 kBytes
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Luis - der urlaubsreife Hotelier

Chaot im Anmarsch

"Was, der schon wieder?", sein knurrender Unterton verriet, dass er alles andere als begeistert war. Luis hielt sich die Liste der Neuankömmlinge näher unter die Augen, als hätte er sich nur vertan. Es konnte doch nicht sein, dass es erneut passierte ... Doch, konnte es. Da stand es, er hatte es schwarz auf weiß.

Er schüttelte den Kopf und seufzte, als er den Namen las. Es gab keinen Zweifel daran, in wenigen Stunden würde sich ein Bus die endlosen Serpentinen der Cordillera hinauf- und später hinunterquälen und schließlich den personifizierten Satan eines Hotelgastes bei ihm an der Küste ausspucken. Caspar Steppendeich, ein dünner und optisch unscheinbarer Mann Mitte fünfzig. Permanent blau, fürchterlich laut und alles zerstörend, was er in seine knöchrigen Finger bekam. Nicht, dass er das mit Absicht machte, aber der Kerl zog das Unglück an wie ein Misthaufen die Fliegen.

Mit hochgezogener Braue dachte Luis an die umfangreichen Sanierungen des letzten Jahres. Wobei "umfangreich" nicht einmal ansatzweise ausreichte, um die totale Verwüstung zu beschreiben, die jener "Gast" ihm hinterlassen hatte. Wie schaffte man es in nur zwei Wochen, einem Hotelzimmer derart den Rest zu geben? Praktisch alles war zerstört. Verdammt, sogar der Balkon war völlig hinüber. Bis heute konnte er sich keinen Reim darauf machen, wie es dazu gekommen war.

Luis blickte grimmig auf den Zettel in seiner Hand und schnaufte hörbar aus, als er einen Vermerk wahrnahm. Es stach ihm quasi aus dem Augenwinkel direkt ins Kleinhirn. Dieser grauenhafte Mensch besaß tatsächlich die Chuzpe, das gleiche Zimmer wie im Vorjahr zu reservieren! Kam jawohl nicht infrage. Schlimm genug, dass er ihm überhaupt eines geben musste, aber ganz sicher nicht das inzwischen beste Quartier des gesamten Hotels! Er schäumte schon jetzt und stellte sich vor, wie er die Tür zur Besenkammer öffnete, das Gepäck hineinwarf und den Typen rüde hinterherschmiss.

"Du gesehen? Gäste früher hier." Seine junge Kollegin Maria Hernandez tippte mit ihrem Fingernagel auf den Bildschirm des Computers. Dort leuchtete ihnen eine unheilvolle E-Mail vom Flughafen entgegen, wonach alles viel, viel zügiger gegangen sei. Der frohe Gruß "Schön, wenn s mal läuft" hätte unpassender nicht sein können. Der pure Hohn! Luis schluckte, er war ein groß gewachsener Mann im besten Alter, aber er schien tatsächlich zu schrumpfen und nahm die Haltung eines gramgebeugten Greises an. "Verflucht!", er warf die Hände in die Höhe. Flugzeuge hatten gefälligst Verspätung zu haben, stattdessen würde der Bus nun gute zwei Stunden früher eintreffen. Mit an Bord, die Katastrophe Caspar. Fantastisch!

Während Maria routiniert die Unterlagen zusammenstellte und jedem Urlauber ein Kuvert mit Zimmerkarte, Begrüßungsschreiben und Hausordnung fertigmachte, zischte er: "Gib Caspar Steppendeich die Nummer 524 in Block 2!"

Sie sah ihn fragend an. Der war doch so schäbig und der Gast hatte schließlich reserviert. Sie war unsicher, ob ihr Chef das ernst meinte, aber noch bevor sie nachhaken konnte, ergänzte er trocken: "Völlig wurscht, was der Kerl gebucht hat, er kriegt die 524. Da müssen sowieso die Handwerker ran." Damit sollte er zwar recht behalten, aber wesentlich schneller und vor allem umfassender, als gedacht.

Unterdessen fuhr der voll besetzte, schicke Reisebus die Urlauber durch das Hinterland der Karibik. So manch einer hatte die typischen Traumstrände mit herrlichen Kokospalmen vor dem geistigen Auge und war nicht darauf eingestellt, zunächst etwas anderes zu sehen. Je mehr sie in das wenig tropische Landesinnere eindrangen, desto mehr machte sich pure Enttäuschung breit. Man hatte es gewusst. Alles Lug und Trug in den Reisekatalogen. Von wegen Strand, überall nur trockene Wiesen, verflucht!

Vereinzelt outete man sich als pedantischer Skeptiker und verglich das Bild im Hochglanzprospekt mit dem derzeitigen Status quo

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