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Mein inneres Chaoten-Team Die Alte von Elis, Helene (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Mein inneres Chaoten-Team

Verwirrung pur: Die Journalistin Vera Velen ahnt nicht, dass sie lange Jahre ihres Lebens belogen worden ist - bis ein Foto aus alten Zeiten vor allem ihre innere Seelenwelt in heilloses Chaos stürzt. Anscheinend wird Vera dauernd zwischen der Außen- und ihrer Innenwelt hin- und hergerissen, was nicht nur sie an den Rand des Wahnsinns treibt. Denn im Kopf der gestressten Frau regiert die Gouvernante. Mit harter Hand versucht sie, Ordnung zu wahren, denn sie gebietet über 20 Fenster, die alle in eine andere Welt des Innen führen, und dabei ist ein kühler Kopf gefragt! Doch als erst ein Kind und dann auch noch Harley, der Zwerg-Rocker ausbüchsen, passieren immer unheimlichere Dinge: So lauert ein Biest im dunklen Seelen-Verlies, vor dem die Gouvernante mehr Angst hat, als sie haben dürfte; Nerd, das Genie im Inneren, hat heimlich eine Maschine gebastelt, die Unfassbares wahr macht - und was für eine Rolle spielt eigentlich das farblose Mädchen Trulla in Veras Kopf? Während Vera im realen Leben immer mehr den Boden unter den Füßen verliert, ohne zu ahnen, warum, hat Nerd in ihr die Physik auf den Kopf gestellt - und nun geistert ein fleischgewordener Schlampfy Klogart aus Veras Innenleben auf einer Party herum, auf der Vera eigentlich ein wichtiges Interview mit dem Kämmerer der Stadt Essen führen will ... Herausfordernd, dreist und zum Knobeln: Satire-Cocktail mit einem Spritzer Psychologie

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 333
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736865297
    Verlag: BookRix
    Größe: 780 kBytes
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Mein inneres Chaoten-Team

1 Flashback: Plötzlich im Garten!

Vera Velen war attraktiv. Ja! Blond, eine echte, eine natürliche Schönheit. Gewandt und, wenn sie wollte, ein Vamp!

So stand sie da, sagte sich das immer wieder und hoffte, dass diese Worte wie durch Zauberei wahr werden würden. Sie fluchte leise, traute sich noch immer nicht, den Türklopfer dieser protzigen --nein, dieser wunderschönen Villa auch nur anzufassen.

Wofür hatte sie bloß diesen Kurs an der Volkshochschule belegt, drei Wochen mit frustrierten jungen Müttern und noch frustrierteren älteren Geschiedenen? Und sie war doch wirklich nichts von beidem!

Unsicher zog Vera ihr Abendkleid straff. War es nicht einen Tacken zu kurz? Sah sie damit nicht eher aus wie eine - naja?

Was hätte Renate Bukowski, Expertin auf dem Gebiet "Positives Denken und Fühlen im Beruf", dazu gesagt? Was nur???

Fragen über Fragen! Dabei musste sie es jetzt packen! Falls ihr Bericht wieder einmal in der Redaktion ignoriert werden würde ... ja dann ...

Sie wusste nicht einmal, was dann sein sollte! Würde der Chef ihren Vertrag kündigen? Würde sie nie wieder eine Chance wie diese heute bekommen? Dabei gab sie sich echt Mühe! Ihr Blattmacher hatte sich klar ausgedrückt:

"Zeig, was du kannst, Schätzchen!"

Oh Mann, er hatte wirklich Schätzchen gesagt! Aber sie hatte ihm nicht widersprochen. Es fiel ihr erst viel später ein, dass sie hätte etwas sagen sollen, vielleicht:

"Was heißt hier Schätzchen?! "

Naja, wenigstens so etwas in der Art.

Der Türklopfer starrte sie an. Veras Hände schwitzten. Mein Gott, das konnte doch nicht so schwer sein: Türklopfer anheben, loslassen, vielleicht mit ein bisschen Schwung, und bums. Und dann würde Herr Habermaaß die Türe öffnen. Und sie, ja sie, sie würde einfach, sie würde ... weglaufen, ja, definitiv!

Oh Mann, nein, so kam sie nicht weiter. Sie sah sich um, ob jemand auf der Straße sie beobachtete, vielleicht ein Augenpaar hinter einer dieser unfassbar coolen, teuren Limousinen und Sportwagen? Vera tat so, als ob sie auf jemanden wartete, das würde das beste sein. Und es stimmte ja auch! Sie sah auf die Uhr und verdrehte die Augen. Schielte auf den Türklopfer und hoffte, die Tür würde sich einfach von allein öffnen!

Warum war sie nur so unsicher? Wie mochte sie nun aussehen? Interessierte das überhaupt irgendwen?

"Jemanden wie dich will keiner!", hörte sie ihre Mutter lachen. Es gab ihr einen Stich und machte sie wütend. Natürlich hatte sie keinen Freund!

Es gab keine Kerle mehr! Echte Männer, erfolgreich und sexy, wie der aus dem Roman, der jetzt verfilmt worden war. Kerle, die ihr, Vera, ihrer Schönheit und ihrem Teint und ihrer Intelligenz und ihrer ... ganzen Erscheinung erliegen würden! Kerle, die sie heirateten, um ihr das Leben im Luxus zu schenken, das sie so faszinierte; aber diese Kerle mussten irgendwann von eifersüchtigen, fetten, hässlichen Frauen per Heirat ausgerottet worden sein! Tja, dann musste sie eben selbst erfolgreich und sexy sein. Verdammt!

Neben ihr trat ein Pärchen auf die Treppe. Vera hatte sie gar nicht kommen sehen und zuckte zusammen. Sie in einem beige-weißen Traum aus Fransen und Glitter, er in einem Designer-Anzug, analysierte Vera. Die beiden nickten ihr stumm zu. Vera versuchte, sie nicht allzu offenbar anzustarren. Der Mann kannte die Bedenken nicht, die Vera gerade noch gequält hatten, und so wummerte der Klopfer erhaben auf ein vergoldetes Scharnier. Die Tür schwang auf, und ein gut aussehender junger Mann im Anzug begrüßte sie förmlich und bat dezent um Eintritt: augenscheinlich ein Butler.

Viel zu schnell, das merkte sie sofort, stakste Vera hinein und vergaß, überhaupt irgend etwas zu sagen, nicht einmal "Guten Tag!" So stand sie nun wenig erfolgreich und sexy am Rande des Foyers im "E

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