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Traummann an Zitronensößchen von Michele Mancini, Claudio (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2014
  • Verlag: 110th
eBook (ePUB)
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Traummann an Zitronensößchen

36 Kurzgeschichten, mitten aus dem Leben - humorvoll, zynisch und voller Ironie. Claudio Michele Mancini und seine Frau Sanna Felden haben alle Register gezogen und schildern alltäglich Absurdes aus ihrer Sicht der Dinge und aus der SIcht von Mann und Frau. Wenn Sie selbst auch schon mal gerne über dies und das gelästert und Dinge aufs Korn genommen haben, dann finden sie in all diesen Geschichten pures Lesevergnügen. (Vorsicht Satire!).

Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. 1964 machte er auf einer Klosterschule sein Abitur, studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Unternehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Seit 2008 lebt und arbeitet Mancini wieder in der Nähe seines Geburtsortes in Suna/Verbania am Lago Maggiore. Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. 1964 machte er auf einer Klosterschule das Abitur, studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Unternehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Seit 2008 lebt und arbeitet Mancini wieder in der Nähe seines Geburtsortes in Suna/Verbania am Lago Maggiore. Im Jahr 2003 erschien seine Satiren-Sammlung Finsterland im Holder-Verlag, Winnenden. Bekannt wurde er durch sein Romandebüt Infamità, das im Jahre 2006 im Ullstein-Verlag erschien. In diesem Thriller beschreibt er psychologische Konstellationen des italienischen Gegenwartsalltags sowie Machtkämpfe innerhalb der Cosa Nostra zwischen dem Mafia-Paten Cesare Carluccio und dessen Rivalen. In seinem Werk Mala Vita (ersch. Feb 2009), dem umfangreiche Recherchen zugrunde liegen, beschreibt er die mafiösen Geldverschiebungen in karibische Steueroasen des Mafia-Paten Romano Grasso. Dabei geht er besonders auf die Beteiligung westlicher Regierungen, Banken und Geheimdienste, sowie die Vernetzung mit 'Paten' der so genannten ehrenwerten Gesellschaft (societá d'onorata) ein. In seinem Roman prangert er das Wissen und die Billigung westlicher Regierungen an, die kaum glaubwürdiges Interesse zeigen, die gewaltigen Kapitalströme in die längst bekannten Steueroasen zu unterbinden. Angesichts des Wirtschaftsdesasters hat sein brisantes Werk eine besondere gesellschaftspolitische Aktualität.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 187
    Erscheinungsdatum: 01.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958650107
    Verlag: 110th
    Größe: 263 kBytes
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Traummann an Zitronensößchen

Der Niedergang der tausendjährigen Macho-Erfolgsstory begann mit der Zwangsalphabetisierung der Frauen und führte im Jahre 1908 zur größten Fehleinschätzung der herrschenden Klasse. Ein paar einfältige Männer räumten erstmals Frauen freien Zugang in die Hochschulen ein. Bereits zehn Jahre später durften sie zur Wahlurne gehen. Heute studieren Mädels Jura, Triebwerkstechnik oder Marketing. Männliche Überheblichkeit hat dazu beigetragen, den Weg dorthin freizumachen. Nicht genug, dass Frauen inzwischen über eigenes Geld verfügen und sich penetrant in angestammte Männer-Domänen einmischen, nein - selbst handwerkliche Dinge erledigen sie heutzutage selber.

Sie streichen Wände, reparieren tropfende Wasserhähne und tapezieren Schlafzimmer. Im Notfall montieren sie in High-Heels, String und Strapsen Küchenoberschränke, reißen mit schweren Bohrhämmern Estriche aus den Garagen, verlegen Starkstromleitungen und versetzen die Dachsparren ihres Hauses. Neuerdings schrauben Frauen sogar an Autos herum und zeigen den Kerlen, wie man in knapp 20 Minuten das Getriebe eines Kleinlasters wechselt. Fehlt nur, dass die ölverschmierte Lady unter der Hebebühne dem frustrierten Gesellen zuruft: "Hey, du Dödel..., gib mir mal 'nen 14er Schlüssel und bring mir'n Bier!"

Das letzte, was einem Mann heutzutage bleibt, ist selbstgekochtes Essen und ein heruntergekommener Haushalt. Die Zeiten sind vorbei, als wir noch davon überzeugt waren, für emanzipierte, junge Frauen gäbe es nur ein erstrebenswertes Ziel: Aprilfrische in die Wäsche! Es gehört der Vergangenheit an, als sich der Ehemann damit brüsten konnte, er habe das Abflussrohr der Toilette von der Verstopfung befreit. Mittlerweile ist es beinahe ein Anachronismus, wenn Frauen profane Arbeiten übernehmen, wie beispielsweise die Küche aufzuwischen, Hemden zu bügeln und Socken zu stopfen.

Längst hat die moderne Frau Herd gegen Beruf, Schmutzwäsche gegen Karriere und eheliche Hingebungsbereitschaft gegen Inliner mitsamt buntschillerndem Outfit eingetauscht. Abends kommt sie selten pünktlich nach Hau-se. Sie macht Überstunden, lässt ihre Mitarbeiter Belege abheften oder Akten sortieren, und sie begründet ihre Abwesenheit von Heim und Herd mit wichtigen Sitzungen. Den Vorwurf, in der Wohnung sähe es aus wie bei Lehmanns unterm Teppich, schmettert sie mit spitzem Ton ab: "Du weißt, wo der Staubsauger steht!".

Wendet der Ehemann ein, Hausarbeiten seien schon seit Jahrhunderten Frauensache, wird er mit der bissigen Bemerkung zurechtgewiesen. "Bin ich deine Putze...?" Oder, "...Räum' deinen Dreck gefälligst selber weg...!" Solche Antworten sind Ausdruck einer Rollenverweigerung, die soziologisch gesehen den Neuzeit-Männern tiefgreifende Verhaltensneurosen bescheren und sie entweder in die Agonie oder in exogene Depressionen stürzen. Damit nicht genug. Neuerdings muss sich der Familienvorstand vorhalten lassen, er tauge zu nichts, und die Fahrprüfung vor 27 Jahren sei der einzige Erfolg in seinem Leben gewesen, auf den er noch heute mit Stolz zurückblicke. Doch es geht noch schlimmer. Einige Frauen behaupten sogar, dass ein Mann, der seinen Aschenbecher leert, den Anschein zu erwecken versuche, er habe das ganze Haus geputzt.

Die Tragik jener Entwicklung lässt sich an folgendem Beispiel ablesen. Bevor die Emanzen kamen, brauchten Frauen nur ein Taschentuch fallen zu lassen, schon rannten Kavaliere herbei und brachten sich beinahe um, nur um der Dame einen Dienst zu erweisen. Heutzutage kann sie einen ganzen BH verlieren, keiner rührt einen Finger. Frauen haben diese unselige Entwicklung erst provoziert und jetzt dressieren sie die Männerwelt. Es stellt für sie kein Problem dar, den Mann in seine Schranken zu weisen und den-noch dafür zu sorgen, dass eine mehr oder weniger unbedeutende Kleinigkeit an ihm groß genug bleibt. Daher wird es kaum überraschen: Die Ausfälle beim monatlichen Koitus sind überproportional hoch.

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