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Weihnachten am Arsch der Welt Liebesroman von Klimt, Katharina (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Weihnachten am Arsch der Welt

Eine bezaubernde Weihnachtskatastrophe. Mit Herzklopf-Garantie! Wenn man alleine in den Bergen Weihnachten feiern will, welchen Gefahren begegnet man da? Vielleicht Verbrechern? Gutaussehenden Männern? Vielleicht beidem? Oder am Ende der ganz großen Liebe? Vivi hat die Nase gestrichen voll. Als sie am Heiligabend zu ihren Eltern kommt, verkünden die ihre Trennung. An Weihnachten! Vivi will nur noch weg - weit weg. Im Computer findet sie ein Angebot: Ein Wellness-Wochenende in einem Luxushotel hoch in den Bergen von Davos! Doch sie ist nicht die Einzige, die dorthin will. Das Hotel wird auch von einer Gruppe Weihnachtsmännern heimgesucht, die nichts Gutes im Schilde führen! Und was ist mit dem unverschämt gutaussehenden Schweizer Cowboy namens Andriu, dem Vivi auf der Reise zum Hotel begegnet? Ist auch er Teil des großen Komplotts in den Bergen? Mutig und bis über beide Ohren verliebt stürzt sich Vivi in die Gefahren ... Die etwas andere Weihnachtskomödie mit Pulsgarantie! Der Roman enthält sanfte Erotik und ganz viel Liebe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 202
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748720997
    Verlag: BookRix
    Größe: 732 kBytes
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Weihnachten am Arsch der Welt

Kapitel 1

Vivi saß, die Arme komisch verhakt, in dem hart gepolsterten Sitz und sah die Welt am Fenster vorüberziehen. Die sanften Bögen der Überlandleitungen schwangen sich von Mast zu Mast, verschwanden hinter verschlafenen Tannen, schossen an silbernen Feldern wieder hervor, bis sie irgendwann ohne Abschied abbogen und in die Ferne zogen. Vivi fühlte sich wie einer dieser Masten. Einsame Gestalten, die draußen auf ewig dem Wind und Regen ausgesetzt waren. Hier drinnen roch es muffig nach feuchtem Regenmantel und ausgezogenen Schuhen. Sie wollte sich anlehnen, doch ihr Hals knickte ständig zur Seite und ihr Nacken tat weh.

Gegenüber saß ein Herr, der anscheinend in der unbequemen Haltung schlafen konnte. Obwohl es angenehm warm war, trug er eine dieser Bärenjäger-Mützen: mit dick gefütterten Ohrenklappen und Schuhbändeln zum Hochbinden, sodass man ein wenig dem ähnelte, was man eigentlich jagen wollte. Darunter befand sich ein schnarchendes Gesicht mit weit auseinander liegenden Augen und ungepflegtem, grauem Vollbart. Vivi schätzte ihn auf sechzig oder auch älter. Im Schlaf sahen alle Menschen wie Greise aus. Sie bewunderte noch einen Moment seine Ruhe, dann sah sie wieder aus dem Fenster und verfluchte ihre Idee.
Der Zug musste bald Basel erreichen und von da ging es tiefer in die Schweiz, weiter nach Davos, bis sie die hohen Berge sehen würde. Auf einem dieser Berge, dem Jakobshorn, lag ihr Ziel.

Dieses Jahr wollte sie Weihnachten am Arsch der Welt verbringen. Der Arsch der Welt war für Vivi oben, nicht unten (was man ja vermuten könnte, aber sie dachte immer irgendwie verkehrt herum: Sie schrie "Links!", wenn sie rechts meinte, und zog an Türen, wenn man drücken musste).

Und wenn schon oben, dann ganz oben! Also hatte sie im Internet nach Bergen gesucht, und auf den Bergen nach einem Hotel. War eigentlich einfach gewesen. Da kein Mensch in einem offiziellen Am-Arsch-der-Welt-Hotel Weihnachten feiern wollte, hatten sie auch noch ein Zimmer frei. Okay, in Wirklichkeit war das Hotel ziemlich teuer: Es gab nur noch ein Wellness-Luxus-Wochenende für alle, die dem Weihnachtstrubel entfliehen wollten. Aber es musste sein. Weil Weihnachten für Vivi gestorben war.

Ihr persönlicher Weltuntergang hatte sich am 23. Dezember angekündigt. Wie immer wollte sie Heiligabend bei ihren Eltern zuhause verbringen. Ein Ereignis, das sie trotz ihrer siebzehn Jahre wie ein Kind glücklich machte. Mit Ferienbeginn der Internatsschule hatte sie sich von Stuttgart in den Zug gesetzt und fuhr in die heimelige Rhön zurück. Ihre Eltern besaßen eines dieser breit gezogenen Häuser mit wuchtigem Dach und passendem Carport, das jedem Spaziergänger sagte, dass sich hier ein erfolgreicher Unternehmer zur Ruhe gesetzt hatte. Dort, im ausgebauten Dachgeschoss, wartete ihr altes Jugendzimmer mit der Blümchendecke. Dort konnte sie für kurze Zeit in ihre Kindheit tauchen.

Doch dieses Jahr war etwas anders. Schon am Telefon hatte Mama wie ausgehöhlt geklungen. Und als Vivi mit dickem Koffer in der Tür stand, waren die Umarmungen zwar herzlich aber ungelenk. Ihre Mutter warf einen Blick zu ihrem Vater, der so viel sagte wie: Bring es endlich über dich!

"Vivienne? Hörst du uns mal kurz zu?"

Vivi wollte nicht zuhören, aber das ging natürlich nicht. Etwas Bedrohliches lag in der Luft.

"Vivienne, wir werden immer für dich da sein ..."

Der Ton von Papas Stimme schnürte ihr den Magen zu.

"Aber deine Mama und ich wollen bald getrennte Wege gehen. Wir haben uns einfach auseinandergelebt. Mama wird in eine andere Wohnung ziehen. Nicht weit entfernt ..."

Nun bekam sie eine Gänsehaut. Was ging denn hier ab? Sie blickte wild von einem zum anderen. Erst jetzt bemerkte sie die Kälte, die im Raum hing. Ihre Eltern schwiegen sich an. Nur die Tränen, die auf Mamas Gesicht wie kleine Perlen glitzerten, waren laut.

Ihre Mutter drehte sich ruckartig um und

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