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Zwiegespräche mit Gott von Ahne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2010
  • Verlag: Voland & Quist
eBook (PDF)
7,99 €
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Zwiegespräche mit Gott

Gott wohnt in der Choriner Straße 61. Er ist im Mai 2004 umgezogen, von der 63 in die 61. Viele kennen ihn sicher noch aus der 63. Ahne wohnt in der Nähe und unterhält sich öfter mit Gott. Um nun der Welt zu zeigen, dass Gott nicht so ist, wie manche denken, haben sich Menschen entschlossen, diese Gespräche im Radio zu senden, auf der Bühne zu präsentieren und jetzt auch noch als Buch herauszubringen. Hoffentlich fühlt sich niemand bemüßigt, deshalb gleich Fahnen zu verbrennen, Schokolade zu boykottieren oder den Autor zu ärgern. Das wäre sicher nicht in Gottes Sinne.

Ahne, 1968 in Berlin-Buch geboren, ist gelernter Offset-Drucker. Die Wende war für ihn ein Glücksfall: Er wurde arbeitslos und Hausbesetzer. Ahne war etliche Jahre bei den Surfpoeten aktiv, die er mitgegründet hat. Jeden Sonntag liest er bei der Reformbühne Heim & Welt im Kaffee Burger. Zuletzt erschienen zwei Bände der 'Zwiegespräche mit Gott', sowie ein Buch mit Texten und Strichzeichnungen: 'Was war eigentlich morgen'. Im Frühjahr 2011 veröffentlicht der Verlag Voland & Quist seinen ersten Lyrikband 'Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe'. Ahne ist einer der bekanntesten Lesebühnenautoren der Welt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 01.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783938424605
    Verlag: Voland & Quist
    Serie: Singles Bd.7
    Größe: 3967 kBytes
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Zwiegespräche mit Gott

Zwiegespräche
mit Gott

Ahne

singles 7

Verlag Voland & Quist, Dresden und Leipzig, 2007

© by Verlag Voland & Quist - Greinus und Wolter GbR

ISBN: 978-3-938424-59-9

Covergestaltung: Marcel Theinert und Mario Helbing

E-Book-Erstellung: nimatypografik

www.voland-quist.de

Ahne, 1968 in Berlin-Buch geboren, ist gelernter Offset-Drucker.

Die Wende war für ihn ein Glücksfall: Er wurde arbeitslos und Vater Jeden Sonntag liest er bei der Reformbühne Heim & Welt im Café Burger und war überdies etliche Jahre bei den Surfpoeten aktiv. Bei Voland & Quist erschienen die "Zwiegespräche mit Gott", deren Nachfolger "Neue Zwiegespräche mit Gott" und "Was war eigentlich morgen". Ahne ist einer der bekanntesten Lesebühnenautoren.

Ich widme dieses Buch dem Zweifel.
Ahne

Es ist Winter und Ahne steht unter der Zuganzeige am Alexanderplatz. Aufgrund der Klimaerwärmung hat er seine Jacke offen gelassen. Soll jeder sehn, die Zeichen der Zeit. Und den Pullover, den er drunter trägt. Ahne ist nämlich nicht nur wegen seinen Geschichten berühmt, sondern ebenso wegen dem Pullover.

Ein ganz besonderer Pullover ist das, der seine Farbe verändern kann und sogar das Muster. Gerade ist er hellblau, mit zwei breiten weißen Querstreifen über der Brust. Ahne hat gute Laune. Auftritt in einem Einkaufszentrum, wie ein abgehalfterter Schlagersänger. Ein echtes Abenteuer. Der Regionalexpress fährt ein und Ahne nippt an seinem Kaffee.

Im Fahrradabteil sind noch Klappsitze frei. Als der Zug anfährt, fängt das kleine Mädchen gegenüber an zu plärren. Aber Ahne findet das nicht schlimm. Er sitzt auf seinem Schriftsteller-Stern und hat sein Teleskop auf die Erde gerichtet. Aus der Ferne winkt er dem Mädchen zu und lächelt dabei. Die Mutter zieht das Kind reflexartig an die Brust. Für einen Moment verfärbt sich Ahnes Pullover dunkelgrau. Es ist zuviel Misstrauen in der Welt. Davon muss ich unbedingt Gott berichten. Gott kann seine Augen ja nicht überall haben. Das wäre viel zu glitschig für die Leute.

Draußen ziehen die Lichter Berlins vorüber, erst hundertfach, dann immer spärlicher. Nach einer halben Stunde hält der Zug in Potsdam.

Vom Bahnsteig wirft Ahne einen Blick zurück in das Fahrradabteil. Das Mädchen lächelt ihm hinterher. Er winkt noch einmal.

Mit der Straßenbahn ist er bis in das Neubaugebiet gefahren. Jetzt betritt er das Stern-Center, einen Glaspalast von den Ausmaßen des Saarlands. Heute mit Literaturprogramm. Ahne schlittert über die Fliesen, weicht den Hastenden und Betrunkenen aus. Überall Menschen. Menschen mit Einkaufswagen, Menschen mit Hunden, Menschen mit Menschen. Die Farbe des Pullovers wechselt gegen das Bunt der Schaufensterauslagen. Die Bühne hat man genau in die Mitte gebaut. Drauf schwitzen zwei Buchhändlerinnen und versteigern Bestseller von Hera Lind. Ein Bier wäre jetzt gut, denkt Ahne, und schleicht vorüber, als hätte er nichts gesehen.

Vor dem Supermarkt steht einer der anderen Schriftsteller. Tach Ahne, die Akustik ist scheiße. Ahne zuckt mit den Schultern. Doch egal.

Beide gehen hinein und Ahne entscheidet sich für die Sorte mit dem Bergmann auf dem Etikett. Beim Bezahlen fragt er die Kassiererin, ob sie einen Flaschenöffner hätte. Dann galoppieren sie zurück zur Bühne.

Um die Bierflaschen vor der Security abzuschirmen, hat der andere Schriftsteller seinen Rucksack auf den Stehtisch drapiert. Aber Ahne legt demonstrativ den Kopf in den Nacken, wenn er trinkt. Niemand beschwert sich.

Eine junge Frau kommt hinzu. Sie hat das alles organisiert. Ih

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