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2061 - Odyssee III Roman von Clarke, Arthur C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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2061 - Odyssee III

All diese Welten gehören euch - bis auf Europa Nach der Entdeckung intelligenten Lebens auf dem Jupitermond Europa und der Explosion des Jupiters, die ihn zur zweiten Sonne, Luzifer, unseres Sonnensystems machte, ist Europa ein verbotener Planet. Als das Raumschiff Galaxy auf Europa abstürzt, soll ihr das Schwesterschiff Universe zu Hilfe kommen. Während sie auf Rettung warten, untersucht die Galaxy-Crew den verbotenen Mond - und entdeckt Unglaubliches ... Arthur C. Clarke war einer der bedeutendsten Autoren der internationalen Science Fiction. Geboren 1917 in Minehead, Somerset, studierte er nach dem Zweiten Weltkrieg Physik und Mathematik am King's College in London. Zugleich legte er mit seinen Kurzgeschichten und Romanen den Grundstein für eine beispiellose Schriftsteller-Laufbahn. Neben zahllosen Sachbüchern zählen zu seinen größten Werken die Romane 'Die letzte Generation' und '2001 - Odyssee im Weltraum', nach dem Stanley Kubrick seinen legendären Film drehte. Clarke starb im März 2008 in seiner Wahlheimat Sri Lanka.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641116828
    Verlag: Heyne
    Größe: 463 kBytes
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2061 - Odyssee III

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Aus dem Eis

Mehr als hundert Jahre, nachdem Zeiss 1924 in Jena den ersten Prototyp gebaut hatte, waren immer noch ein paar optische Planetariumsprojektoren in Betrieb, die sich eindrucksvoll über ihr Publikum erhoben. Aber Hongkong hatte sein Instrument der dritten Generation schon vor Jahrzehnten zugunsten des wesentlich vielseitigeren, elektronischen Systems aus dem Verkehr gezogen. Die große Kuppel war im Wesentlichen ein gigantischer Fernsehschirm, zusammengesetzt aus Tausenden von einzelnen Tafeln, auf denen man jedes nur vorstellbare Bild zeigen konnte.

Das Programm war – zwangsläufig – mit einer Huldigung an den unbekannten Erfinder der Rakete irgendwo in China im dreizehnten Jahrhundert eröffnet worden. Die ersten fünf Minuten waren einem kurzen historischen Überblick gewidmet, der die Verdienste der russischen, deutschen und amerikanischen Pioniere vielleicht nicht ganz gerecht darstellte, danach konzentrierte sich alles auf die Karriere von Dr. Hsue-Shen Tsien. Man konnte es seinen Landsleuten nicht verübeln, wenn sie ihn an einem solchen Ort und zu einem solchen Zeitpunkt als ebenso wichtig für die Geschichte der Raketenentwicklung erscheinen ließen wie Goddard, von Braun oder Koroilew. Und sie hatten sicher triftige Gründe, darüber entrüstet zu sein, dass man ihn wegen erfundener Anschuldigungen in den Vereinigten Staaten inhaftierte, als er sich, nachdem er mitgeholfen hatte, das berühmte Jet Propulsion Laboratory einzurichten und zum ersten Goddard Professor des Cal Tech ernannt worden war, entschloss, in seine Heimat zurückzukehren.

Der Abschuss des ersten chinesischen Satelliten mit der Rakete "Langer Marsch 1" im Jahre 1970 wurde kaum erwähnt, vielleicht, weil zu dieser Zeit die Amerikaner schon auf dem Mond herumspazierten. Ja, der Rest des 20. Jahrhunderts wurde in wenigen Minuten abgehandelt, um die Geschichte zum Jahre 2007 und zum geheimen Bau des Raumschiffs "Tsien" – vor den Augen der ganzen Welt – voranzutreiben.

Der Erzähler zeigte keine ungebührliche Schadenfreude über die Bestürzung der übrigen, raumfahrenden Mächte, als das, was man für eine chinesische Raumstation gehalten hatte, plötzlich aus dem Orbit beschleunigte und auf den Jupiter zuflog, um der russisch-amerikanischen Mission der "Kosmonaut Alexej Leonow" zuvorzukommen. Die Geschichte war so dramatisch – und tragisch –, dass keine Ausschmückungen erforderlich waren.

Leider gab es sehr wenig authentisches, visuelles Material, um sie zu illustrieren: das Programm musste sich großenteils auf Trickaufnahmen und geschickte Rekonstruktionen mit Hilfe späterer Fernbeobachtungen durch Satellitenkameras stützen. Während ihres kurzen Aufenthalts auf der eisigen Oberfläche von Europa war die Besatzung der "Tsien" viel zu beschäftigt gewesen, um Fernsehdokumentationen aufzuzeichnen oder auch nur eine automatische Kamera zu installieren.

Trotzdem vermittelten die damals gesprochenen Worte viel von der Dramatik jener ersten Landung auf den Jupitermonden. Der von der sich nähernden "Leonow" aus von Heywood Floyd gesprochene Kommentar eignete sich großartig dafür, den richtigen Rahmen zu geben, und es standen genügend Archivaufnahmen zur Illustration zur Verfügung.

"Genau in diesem Augenblick betrachte ich Europa durch das stärkste der Schiffsteleskope; bei dieser Vergrößerung ist dieser Mond zehnmal größer als der Erdmond, wie Sie ihn mit bloßem Auge sehen. Und diese Welt sieht wirklich unheimlich aus.

Die Oberfläche ist einförmig rosa, mit ein paar kleinen braunen Flecken, überzogen von einem komplizierten Netzwerk d&uu

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