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3001 - Die letzte Odyssee - Roman von Clarke, Arthur C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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3001 - Die letzte Odyssee -

Die letzte große Odyssee Ein Jahrtausend nach seinem Aufbruch zum Jupiter an Bord der Discovery wird der verschollen geglaubte Astronaut Frank Poole von der Crew der Goliath gefunden und wiederbelebt. Er kehrt zur Erde zurück. Doch die Vergangenheit lässt Poole nicht los: Auf den Spuren seiner ehemaligen Mission stößt er auf Dinge, die zu einer Gefahr für die gesamte Menschheit zu werden drohen. Arthur C. Clarke war einer der bedeutendsten Autoren der internationalen Science Fiction. Geboren 1917 in Minehead, Somerset, studierte er nach dem Zweiten Weltkrieg Physik und Mathematik am King's College in London. Zugleich legte er mit seinen Kurzgeschichten und Romanen den Grundstein für eine beispiellose Schriftsteller-Laufbahn. Neben zahllosen Sachbüchern zählen zu seinen größten Werken die Romane 'Die letzte Generation' und '2001 - Odyssee im Weltraum', nach dem Stanley Kubrick seinen legendären Film drehte. Clarke starb im März 2008 in seiner Wahlheimat Sri Lanka.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641116835
    Verlag: Heyne
    Größe: 473 kBytes
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3001 - Die letzte Odyssee -

3. Resozialisation

Als Poole zum zweiten Mal erwachte und die Oberschwester und die Pflegerinnen an seinem Bett stehen sah, fühlte er sich kräftig genug, um etwas entschiedener aufzutreten.

"Wo bin ich? Wenigstens so viel können Sie mir doch verraten!"

Die drei Frauen wechselten ratlose Blicke. Dann sagte die Oberschwester sehr langsam und deutlich: "Es ist alles in Ordnung, Mr. Poole. Professor Anderson wird gleich hier sein ... Er kann Ihnen alles erklären."

Was gibt es da denn zu erklären?, dachte Poole gereizt. Immerhin spricht sie Englisch, wenn auch mit einem ziemlich merkwürdigen Akzent ...

Dieser Anderson war offenbar schon unterwegs gewesen, denn gleich darauf ging die Tür auf – und Poole sah ganz kurz, wie eine Gruppe von Schaulustigen neugierig zu ihm hereinspähte. Allmählich kam er sich vor wie ein neues Tier im Zoo.

Professor Anderson war klein und sehr gepflegt. In seinen Zügen verbanden sich Schlüsselmerkmale mehrerer Rassen – der chinesischen, der polynesischen und der nordischen – zu einer höchst ungewöhnlichen Mischung. Zur Begrüßung hielt er Poole zunächst die rechte Handfläche entgegen, dann besann er sich kurz und schüttelte ihm die Hand, aber so zögerlich, als sei ihm diese Geste völlig fremd.

"Wie schön, dass Sie schon wieder so munter sind, Mr. Poole ... Sie werden im Handumdrehen wieder auf den Beinen sein."

Auch der Professor hatte diesen merkwürdigen Akzent, diese langsame Sprechweise – aber der demonstrative Optimismus am Krankenbett war offenbar allen Ärzten aller Zeiten gemeinsam.

"Freut mich zu hören. Vielleicht könnten Sie mir jetzt ein paar Fragen beantworten ..."

"Natürlich, selbstverständlich. Nur einen Augenblick noch."

Anderson wandte sich an die Oberschwester und redete leise und schnell auf sie ein. Poole bekam nur ein paar Worte mit, und davon waren ihm einige vollkommen unbekannt. Dann nickte die Oberschwester einer der Pflegerinnen zu, die öffnete einen Wandschrank, nahm ein schmales Metallband heraus und schickte sich an, es Poole um die Stirn zu legen.

"Wozu soll das gut sein?", fragte er – er war einer von den schwierigen und für die Ärzte so lästigen Patienten, die immer ganz genau wissen möchten, was mit ihnen geschieht. "Wollen Sie ein EEG schreiben?"

Professor, Oberschwester und Pflegerinnen sahen ihn gleichermaßen verdutzt an. Dann erhellte ein Lächeln Andersons Gesicht.

"Ach – Sie meinen ein Elektro...enzeph...alo...gramm", sagte er so langsam, als müsse er das Wort aus den tiefsten Tiefen seines Gedächtnisses zutage fördern. "Ganz recht. Wir wollen Ihre Gehirnfunktionen überwachen."

Mein Gehirn würde tadellos funktionieren, wenn ich es nur benützen dürfte, knurrte Poole innerlich. Aber jetzt kommen wir wenigstens weiter – endlich.

"Mr. Poole ..." Andersons Stimme klang immer noch so gekünstelt, als unternehme er die ersten Gehversuche in einer Fremdsprache. "Sie wissen natürlich, dass Sie einen schweren Unfall hatten und – verletzt – wurden, als sie sich zu Reparaturarbeiten außerhalb der "Discovery" befanden?"

Poole nickte.

"Ich habe allerdings das unbestimmte Gefühl", bemerkte er trocken, "dass "verletzt" leicht untertrieben sein könnte."

Anderson atmete sichtlich auf, und wieder verzog sich sein Gesicht zu einem Lächeln.

"Sie haben ganz recht. Schildern Sie mir doch bitte, was Ihrer Meinung nach

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