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Active Memory Ein Mirador-Roman von Wells, Dan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2019
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 11.01.2019 per Download lieferbar

Online verfügbar

Active Memory

Los Angeles im Jahr 2050: Die junge Hackerin Marisa Carneseca umgibt ein Geheimnis. Als sie zwei Jahre alt war, verlor sie bei einem Autounfall ihren Arm, während Zenaida de Maldonado, die Frau eines Mafiabosses, starb. Niemand kann Marisa sagen, warum sie in diesem Auto saß oder wie es nach dem Unfall zu der Fehde zwischen den Carnesecas und den Maldonados kam. Die Vergangenheit holt Marisa viele Jahre später ein, als Zenaidas frisch abgetrennte Hand aufgefunden wird. Ist Zenaida doch noch am Leben? Als Marisa erfährt, dass nicht nur die Gangs von Los Angeles, sondern auch die größten Konzerne der Welt in den Fall verwickelt sind, wird klar, dass mehr dahinter steckt, als Marisa je hätte ahnen können ...

Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah, und war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin "The Leading Edge". Mit "Ich bin kein Serienkiller" erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Nach seinen futuristischen Thrillern um die "Partials" war "Du bist noch nicht tot" der lang erwartete neue John-Cleaver-Roman. Mit der "Mirador"-Saga führt Dan Wells in eine neue Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 11.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492992282
    Verlag: Piper
    Originaltitel: Active Memory
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Active Memory

Kapitel 1

Die Mario Fortino Alfonso Moreno Reyes Highschool war mit einem ganzen Schwarm wunderschöner schwebender Laternen geschmückt. Die solarbetriebenen LED-Lampen hingen an großen Ballons aus Mylarfolie, deren Auftrieb genau bemessen war, sodass sie regungslos in der Luft verharrten. Die Steuerung war intelligent genug, um die Ballons an die vorgesehenen Positionen zurückzubringen, wenn eine unberechenbare Bö sie mitriss. Oder, dachte Marisa, wenn ein ebenso unberechenbarer Schüler sie absichtlich wegstieß. Letzteres war sogar die wahrscheinlichere Variante. Sie war selbst erst siebzehn und ungeheuer stolz, dass sie alles wusste, was ein Mensch nur wissen konnte, aber wenn es etwas gab, das sie nie verstehen würde, dann waren es die Jungs auf der Highschool.

"Was mögen die wohl gekostet haben?", überlegte Marisas Vater, der die Lichter durch das Fenster ihres Autotaxis betrachtete.

"Heute ist ein besonderer Abend", verkündete Marisa. "Es ist der Wissenschaftswettbewerb."

"Das heißt WIKITEM ", ergänzte Marisas zwölfjährige Schwester Pati. Es war förmlich zu hören, wie sie in Großbuchstaben sprach. "Wissenschaft, Kunst, Ingenieurswesen, Technologie und Mathematik, alles in einem."

Gabi schnaubte. "Es ist bloß ein Wissenschaftswettbewerb." Sie war zwei Jahre älter als Pati und viel schwerer zu beeindrucken. "Warum sind wir überhaupt hier?"

"Euer Bruder hat beim Wettbewerb ein Nuli eingereicht", antwortete der Vater. "Keiner von euch hat jemals ein Nuli gebaut."

Marisa verdrehte die Augen. "Papi, das ist kein Wettkampf."

"Natürlich ist es ein Wettkampf", widersprach er. "Es gibt einen Preis und so weiter."

"Ich meine zwischen deinen Kindern."

"Es ist überhaupt kein Wissenschaftswettbewerb", wandte Pati ein. "Es ist eine Vorführung für Roboter und Hacker. Gama hat gesagt, es soll einen Nulikampf geben ..."

"Das hier ist nichts für Hacker", fiel Gabi ihr ins Wort. "Die Schule lässt doch nicht die eigenen Computer von den Schülern hacken."

"Mari macht das aber die ganze Zeit", beharrte Pati.

"Das sollte sie lieber lassen", warf der Vater ein.

" Ay, que niña ", sagte Marisa. " Cállate. "

"Entschuldige dich bei deiner Schwester!", verlangte der Vater.

"Ja", entgegnete Marisa. "Entschuldige dich!"

Er musterte sie mit finsterem Blick. "Ich meinte dich, morena. "

Pati machte ein selbstgefälliges Gesicht. "Wir sagen nicht cállate , hast du das vergessen?"

"Na gut", gab Marisa zurück. "Tut mir leid. Auf Spanisch: lo siento . Auf Chinesisch: bi zui ."

Marisas Vater betrachtete sie misstrauisch aus den Augenwinkeln. Er sprach kein Chinesisch und wusste nicht, dass sie ihrer Schwester noch einmal gesagt hatte, sie solle die Klappe halten. Der Augenausdruck verriet allerdings, dass er etwas in dieser Richtung vermutete.

"Es gibt auch keine Nulikämpfe", schränkte Gabi ein. "Da stehen einfach nur, como, fünfzig Jungs neben den blöden kleinen Robotern, die sie gebaut haben."

"Und fünfzig Mädchen", ergänzte Marisa.

"Wen kümmern die schon?", fragte Gabi. "Ich bin nur mit einem Jungen verwandt, also bleiben neunundvierzig, die mir etwas über ihre Projekte erzählen wollen."

"Highschooltypen", meinte Marisa voller Abscheu. "Die kannst du alle haben."

"Genau das habe ich vor."

"Meine Ohren!", rief ihr Vater. "Könnt ihr nicht wenigstens warten, bis ihr ausgestiegen seid?"

Das Autotaxi hielt am Bordstein, die Türen glitten klappernd auf. Normalerweise wären sie nicht mit dem Taxi gefahren, aber ihr Vater erholte sich gerade von seiner Lebertransplantation. Er konnte zwar gehen, die Ärzte rieten ihm allerdings, sich vorläufig noch zu schonen. Deshalb hatten sie das billigste Autotaxi genommen, das es gab. Marisa stieg aus, rückte das T-Shirt zurecht - es zeigte die

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