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Beschützer der Drachen Roman von Hobb, Robin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2018
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 17.12.2018 per Download lieferbar

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Beschützer der Drachen

Seinen besten Freund oder seine geliebte Königin - wen soll er verraten?
Fitz Weitseher ist wieder fester Bestandteil des königlichen Hofs von Bocksburg. Als loyaler Vasall zieht er mit Prinz Pflichtgetreu aus, um die Bedingung von Prinzessin Elliania für eine Vermählung zu erfüllen: Sie sollen auf der Insel Aslevja den legendären Drachen Eisfeuer enthaupten! Doch ausgerechnet Fitz' bester Freund, der Narr, beharrt darauf, dass Eisfeuers Überleben wichtig ist für das Wohl der Welt. Fitz muss sich entscheiden - zwischen der Treue zu seiner Königin und der Treue zu seinem Freund.
Dieses Buch ist bereits in zwei Bände geteilt im Bastei-Lübbe Verlag erschienen unter den Titeln "Der weiße Prophet" und "Der wahre Drache"

Robin Hobb wurde in Kalifornien geboren, zog jedoch mit neun Jahren nach Alaska. Nach ihrer Hochzeit zog sie mit ihrem Mann nach Kodiak, einer kleinen Insel an der Küste Alaskas. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. Seither war sie mit ihren Storys an zahlreichen preisgekrönten Anthologien beteiligt. Mit "Die Gabe der Könige", dem Auftakt ihrer Serie um Fitz Chivalric Weitseher, gelang ihr der Durchbruch auf dem internationalen Fantasy-Markt. Ihre Bücher wurden seither millionenfach verkauft und sind Dauergäste auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Robin Hobb hat vier Kinder und lebt heute in Tacoma, Washington.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1120
    Erscheinungsdatum: 17.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641183684
    Verlag: Penhaligon
    Originaltitel: Fool's Fate (Tawny Man 3)
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Beschützer der Drachen

Kapitel 1

Manchmal erscheint es einem ungerecht, dass längst vergangene Ereignisse noch über die Jahre hinweg genügend Kraft besitzen, ihre Klauen in das eigene Leben zu schlagen und alles in ihrem Gefolge zu verdrehen. Doch vielleicht ist gerade dies die ultimative Gerechtigkeit: Wir sind die Summe unserer Taten und dessen, was uns angetan worden ist. Niemand von uns vermag dem zu entkommen.

So floss alles, was der Narr je zu mir gesagt hatte, mit dem zusammen, was er ungesagt gelassen hatte, und die Summe war, dass ich ihn verraten hatte. Doch ich hatte geglaubt, in seinem und meinem besten Interesse zu handeln. Er hatte vorhergesehen, dass er sterben würde, sollte er auf die Insel Aslevjal gehen, und der Tod vielleicht auch wieder nach mir schnappen würde. Er versprach mir, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um mein Überleben zu garantieren, denn das verlangte sein großer Plan, die Zukunft zu verändern. Aber mit meinem letzten Federstrich und dem Tod noch in frischer Erinnerung, muss ich sagen, dass ich seine Versprechen eher als bedrohlich denn als beruhigend empfand. Auch hatte er mich unbekümmert davon in Kenntnis gesetzt, dass ich, wenn wir erst einmal auf der Insel waren, zwischen unserer Freundschaft und meiner Treue Prinz Pflichtgetreu gegenüber würde wählen müssen.

Vielleicht hätte ich mich diesen Dingen stellen und standhaft bleiben können, doch ich bezweifle es. Jede einzelne dieser Prophezeiungen reichte schon aus, um mich verzagen zu lassen, und in der Summe überstiegen sie schlicht meine Kraft.

So ging ich zu Chade. Ich berichtete ihm, was der Narr gesagt hatte, und mein alter Mentor sorgte dafür, dass der Narr uns nicht begleitete, als wir zu den Äußeren Inseln aufbrachen.

Der Frühling hatte in die Bocksburg Einzug gehalten. Das grimmige schwarze Steingebäude kauerte noch immer misstrauisch auf den steilen Klippen über Burgstadt, doch auf den sanften Hügeln jenseits der Burg bahnte sich frisches Gras optimistisch einen Weg durch das braune Stroh, das von letztem Jahr übrig geblieben war, und in den kahlen Wäldern sprossen winzige Blätter an jedem Ast. Während des Winters hatten sich auf den Stränden Berge von totem Seetang angesammelt, die nun von der Flut hinweggespült wurden. Die Zugvögel kehrten zurück, und ihre Lieder hallten herausfordernd von den bewaldeten Hügeln über die Strände, wo die Seevögel sich lärmend um die besten Nistplätze an den Klippen stritten. Der Frühling belebte auch die düsteren Hallen der Burg, denn in jeder Nische fanden sich blühende Äste, und die ersten Blumen umrahmten die Eingänge zu den Versammlungsräumen.

Die warmen Winde vertrieben auch meine düstere Stimmung. Zwar bekümmerten mich noch stets dieselben Probleme, doch der Frühling vermag eine Vielzahl von Sorgen hinwegzufegen. Meine Gesundheit hatte erstaunliche Fortschritte gemacht - ich musste ein junger Mann Mitte zwanzig gewesen sein, als ich mich zum letzten Mal so frisch und lebendig gefühlt hatte. Nicht nur, dass meine Muskeln zu alter Stärke zurückgefunden hatten, mein Körper befand sich endlich wieder in dem trainierten Zustand, der einem Mann in meinen Jahren gebührte. Die harte Heilung, die mir durch die unerfahrenen Hände der Kordiale zuteilgeworden war, hatte auch alte Wunden wieder geschlossen: Missbrauch, den ich durch Galens Hände erfahren hatte, als ich von ihm im Gebrauch der Gabe unterwiesen worden war; Verletzungen, die ich als Krieger erlitten hatte; und selbst die tiefen Narben waren verschwunden, die ich von der Folter in Edels Kerker davongetragen hatte. Nur noch selten plagten mich Kopfschmerzen, meine Sicht war nicht länger verschwommen, wenn ich müde war, und die morgendliche Kälte bereitete meinem Körper keine Schmerzen mehr. Ich lebte nun in dem Leib eines starken, gesunden Tieres. Nur wenige Dinge sind so belebend wie gute Gesundheit an einem klaren Frühlingsmorgen.

Ich stand

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