text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Blut - Skeleton Crew von King, Stephen (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Blut - Skeleton Crew

Sammelband mit über 700 Seiten unheimlichem Lesevergnügen Stephen Kings Erzählband vereint 19 Short Storys und die Horrornovelle "Der Nebel", die Vorlage für den gleichnamigen Kinofilm von Frank Darabont (Die Verurteilten, The Green Mile). So unterschiedlich die Geschichten in diesem Band auf den ersten Blick erscheinen - sie alle demonstrieren, wie Stephen King es schafft, mit verborgenen menschlichen Ängsten zu spielen. Blut versammelt die drei Einzelbände Im Morgengrauen, Der Gesang der Toten und Der Fornit. Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 896
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641123161
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Skeleton Crew
    Größe: 3727 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Blut - Skeleton Crew

Vorwort

Warten Sie - nur ein paar Minuten. Ich möchte mit Ihnen reden ... und dann werde ich Sie küssen. Warten Sie ...

1

Hier sind ein paar Kurzgeschichten, wenn Sie sie wollen. Sie umfassen einen langen Zeitraum meines Lebens. Die älteste, "Das Bildnis des Sensenmanns", wurde geschrieben, als ich achtzehn war, im Sommer bevor ich aufs College ging. Der Einfall kam mir übrigens, als ich mich im Garten unseres Hauses in West Durham, Maine, aufhielt und mit meinem Bruder Basketball spielte, und als ich sie wieder las, sehnte ich mich etwas wehmütig nach diesen alten Zeiten zurück. Die neueste, "Die Ballade von der flexiblen Kugel", wurde im November 1983 vollendet. Das ergibt eine Zeitspanne von siebzehn Jahren, was nicht viel ist, würde ich sagen, wenn man sie mit den langen und fruchtbaren Laufbahnen so unterschiedlicher Schriftsteller wie Graham Greene, Somerset Maugham, Mark Twain und Eudora Welty vergleicht, aber Stephen Crane hatte weniger Zeit und die Geschichte umfasst etwa dieselbe Zeitspanne wie H.P. Lovecrafts Laufbahn.

Ein Freund von mir hat mich vor einem oder zwei Jahren gefragt, warum ich mir immer noch die Mühe mache. Meine Romane, erklärte er mir, bringen eine Menge Geld, wogegen die Kurzgeschichten tatsächlich Verlustgeschäfte sind.

"Wie kommst du darauf?", fragte ich.

Er klopfte auf die aktuelle Ausgabe des Playboys, die die Diskussion ausgelöst hatte. Darin war eine Story von mir enthalten ("Textcomputer der Götter", die Sie irgendwo in diesem Buch finden), die ich ihm mit berechtigtem Stolz gezeigt hatte.

"Das will ich dir sagen, wenn es dir nichts ausmacht, mir zu sagen, wie viel du dafür bekommen hast", antwortete er.

"Es macht mir nichts aus", sagte ich. "Ich habe zweitausend Dollar bekommen. Nicht gerade ein Pappenstiel, Wyatt."

(Er heißt eigentlich nicht Wyatt, aber ich will ihn nicht in Verlegenheit bringen, wenn Sie das verstehen.)

"Nein, du hast keine zweitausend bekommen", sagte Wyatt.

"Nicht? Hast du meine Kontoauszüge gesehen?"

"Nee. Aber ich weiß, du hast nur achtzehnhundert Dollar dafür bekommen, weil dein Agent zehn Prozent bekommt."

"Stimmt genau", sagte ich. "Die hat er auch verdient. Er hat mich im Playboy untergebracht. Ich wollte schon immer eine Story im Playboy haben. Dann waren es eben achtzehnhundert Piepen statt zweitausend, na und."

"Nein, du hast 1710 Dollar bekommen."

"Was?"

"Hast du mir nicht gesagt, dass dein Geschäftsführer fünf Prozent vom Nettoeinkommen erhält?"

"Ja, okay ... achtzehnhundert minus neunzig Piepen. Ich bin aber trotzdem der Meinung, 1710 Dollar ist nicht schlecht für ..."

"Aber so viel war es auch nicht", fuhr der Sadist fort. "In Wirklichkeit waren es kümmerliche 855 Dollar."

"Was?"

"Willst du mir etwa weismachen, dass du nicht in der Steuerprogression von fünfzig Prozent bist, Steve-O?"

Ich schwieg. Er wusste, dass es so war.

"Und eigentlich waren es nur 769,50 Dollar, oder nicht?", sagte er sanft.

Ich nickte widerwillig. Maine hat ein Einkommensteuergesetz, das von Einwohnern meiner Größenordnung verlangt, dass sie zehn Prozent ihrer Bundessteuer an den Staat zahlen. Zehn Prozent von 855 Dollar sind 85,50 Dollar.

"Wie lange hast du an der Geschichte geschrieben?", beharrte Wyatt.

"Etwa eine Woche", sagte ich unwillig. In Wirklichkeit waren es, einschließlich einiger Überarbeitungen, fast zwei, aber Wyatt würde ich das nicht sagen.

"Also hast du in dieser Woche 769,50 Dollar verdient", sagte er. "Weißt du, wie viel ein Klempner in New York in einer Woche macht, Steve-O?"

"Nein", sagte ich. Ich hasse Leute, die mich Steve-O nennen. "Und du auch nicht."

"A

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen