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Blut und Feuer von Bracken, Alexandra (eBook)

  • Erschienen: 15.02.2016
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Blut und Feuer

Wer einmal überlebt hat, wird niemals aufhören zu kämpfen!
Seit Ruby übersinnliche Fähigkeiten besitzt, geht sie durch die Hölle. Denn die Regierung hat es auf Menschen wie sie abgesehen und greift Ruby und ihre Gruppe immer wieder an. Aber sie geben nicht auf und haben sogar einen Gefangenen genommen. Der allerdings wird immer mehr zu einer großen Gefahr für sie alle. Es handelt sich um Clancy Gray, den Sohn des Präsidenten - und auch er verfügt über ähnliche Fähigkeiten wie Ruby. Allein sie kann seine manipulativen Kräfte im Zaum halten. Nur ein unachtsamer Moment und Clancy könnte die ganze Mission und ihrer aller Leben in Gefahr bringen ...

Alexandra Bracken wuchs im US-Staat Arizona auf. Nach ihrem Studium am "College of William & Mary" in Virginia zog es sie nach New York City, wo sie derzeit lebt und arbeitet. Ihren ersten Roman schrieb sie schon während des Studiums als Geschenk für eine Freundin. Die Liebe zu Büchern hat sie aber nicht nur dazu gebracht, selbst zu schreiben. Sie arbeitet außerdem bei einem großen amerikanischen Buchverlag und hat jederzeit eine Buchempfehlung parat.

Produktinformationen

    Größe: 850kBytes
    Reihe (Teil): Goldmann Taschenbücher Bd.47910
    Herausgeber: Goldmann
    Untertitel: Die Überlebenden 3 - Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 608
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641173708
    Erschienen: 15.02.2016
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Blut und Feuer

1. Kapitel

D ie Schatten wurden länger, je weiter ich mich vom Stadtzentrum entfernte. Ich ging Richtung Westen - der sinkenden Sonne entgegen, die den letzten Rest des Tages aufflammen ließ. Das hasste ich am Winter - die Nachmittage wurden jeden Tag ein bisschen früher vom Abend verdrängt. Über den smogverhangenen Himmel von Los Angeles zogen sich violette und aschgraue Streifen.

Unter normalen Umständen wäre ich dankbar für den zusätzlichen Schutz der Abenddämmerung gewesen, während ich durch das schachbrettartig angelegte Straßennetz zu unserem derzeitigen Quartier zurückwanderte. Doch die Trümmer des Angriffs, die Errichtung von Militärstationen und Haftlagern und die überall im Weg stehenden herrenlosen Autos, die durch den elektromagnetischen Impuls unbrauchbar gemacht worden waren, hatten die Stadt so dramatisch verändert, dass man schon nach einem einzigen Kilometer in diesem Chaos vollkommen die Orientierung verlieren konnte. Ohne die übliche diesig schimmernde Lichtemission der Stadt mussten wir uns an den fernen Scheinwerfern der Militärkolonnen orientieren, wenn wir nachts unterwegs waren.

Rasch spähte ich in alle Richtungen und tastete meine Jackentasche ab, um mich zu vergewissern, dass Taschenlampe und Dienstpistole noch da waren; beide stammten von einer gewissen Private Morales und sollten nur im absoluten Notfall zum Einsatz kommen. Ich würde mich auf meinem Weg durch die Dunkelheit von niemandem erwischen lassen, ich musste zurück zum Quartier.

Eine Stunde zuvor hatte Private Morales das Pech gehabt, mir über den Weg zu laufen, als sie nach ihrem Patrouillengang allein auf dem Freeway unterwegs war. Ich hatte schon seit dem Morgengrauen hinter einem umgekippten Auto auf der Lauer gelegen und die grell erleuchtete Hochstraße beobachtet. Stündlich hatte ich die winzigen uniformierten Gestalten gezählt, die sich über den Streckenabschnitt in meiner Nähe bewegten und sich zwischen den Trucks und Humvee-Geländewagen hindurchschlängelten, die Stoßstange an Stoßstange standen und eine zusätzliche Barriere bildeten. Meine Muskeln verkrampften sich, aber ich widerstand dem Drang, woanders abzuwarten.

Meine Hartnäckigkeit sollte sich bezahlt machen. Eine Soldatin hatte ausgereicht, um mich nicht nur mit den Hilfsmitteln auszustatten, die ich für den sicheren Rückweg zum Quartier benötigte, sondern auch mit dem Wissen, wie wir endlich - endlich - aus dieser verdammten Stadt rauskommen konnten.

Ich sah mich zweimal um, bevor ich über den Ziegelhaufen kletterte, der einmal die Fassade einer Bankfiliale gewesen war, und schnappte nach Luft, als ich mir die Hand an etwas Scharfkantigem aufriss. Verärgert trat ich danach - es war ein blechernes C aus dem Banklogo - und bereute es augenblicklich. Das Scheppern hallte von den umstehenden Gebäuden wider und übertönte fast die leisen Stimmen und die schlurfenden Schritte.

Ich warf mich in die Überreste des Gebäudes und ging hinter der nächstbesten stabilen Wand in Deckung.

"Gesichert!"

"Gesichert ..."

Als ich mich umdrehte, sah ich die Soldatenkolonne auf der anderen Straßenseite entlangmarschieren. Ich zählte die Helme - zwölf -, während sie ausschwärmten, um die zersplitterten Glastüren der umliegenden Bürohäuser und Läden zu inspizieren. Deckung? Schnell sah ich mich um, verschaffte mir einen Überblick über das umgestürzte, angekohlte Mobiliar, während ich instinktiv auf einen der dunklen Holzschreibtische zuhuschte und darunterkroch. Das Geräusch der auf dem losen Schutt scharrenden Schritte übertönte meine keuchenden Atemzüge.

Ich blieb, wo ich war. Den beißenden Rauch-, Asche- und Benzingestank in der Nase, horchte ich auf die Stimmen, bis sie nach und nach verklangen. Furcht krallte sich um meinen Magen, als ich mich unter dem Tisch hervorwagte und zum Eingang huschte. Ich konnte noch sehen, wie sich die Patrou

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