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Blutlohn Krieger des Nordens 2 von Falk, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Blutlohn

Das große Finale der Krieger des Nordens! Nach der vernichtenden Niederlage seiner Truppen sinnt der Kaiser Thebans auf Rache an den Matavern. Selbst seinen Neffen bezichtigt er des Hochverrats, weil sich Derik für eine friedliche Lösung einsetzt. Während der Kaiser mit einem neuen Heer gen Norden zieht, versucht Seran, die eigenwilligen Stämme zu vereinen. Sogar seine geliebte Kara fällt ihm in den Rücken. Mit einem eigenen Heer! Und in Theban kommt Serans Ziehbruder Baleos grausamen Dämonenbeschwörern auf die Spur, denen das Reich seine triumphalen Siege zu verdanken hat. Kann Seran gegen diese übermächtigen Gegner bestehen? David Falk, geboren 1972, ist Historiker, Bassist und paranoider Facebook-Verweigerer. Wenn er nicht gerade phantastische Welten baut oder seiner Computerspielsucht frönt, reist er am liebsten auf den Spuren seiner Vorfahren durch Europa - was ihn wieder zu neuen Romanwelten inspiriert ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 01.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492990738
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Piper Taschenbuch 28161
    Größe: 4756 kBytes
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Blutlohn

1

Zur gleichen Zeit flussaufwärts, Nordufer des Wagar

"Du warst schon mal besser", befand Kromer und kratzte sich hörbar im schwarzen Bart.

Vom Kampf außer Atem hielt Seran inne und warf ihm einen gereizten Blick zu. Danke, das merk ich selbst. "Möchtest du an meiner Stelle?" Einladend wies er auf Andrim, der sich als Übungsgegner zur Verfügung gestellt hatte. Grinsend entblößte der Elweone seine großen, breiten Zähne, die ihn entstellt hätten, wäre sein Kinn nicht ebenso breit und markant gewesen.

Kromer winkte ab und lehnte sich auf dem moosbewachsenen Baumstamm zurück, der ihm als Sitzplatz diente. "Ich will hier doch niemanden bloßstellen. Ich warte, bis Andrim wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist."

Die umstehenden Männer lachten, und selbst Andrim grinste noch breiter, obwohl ihn die Bemerkung sicher schmerzte. Beim Angriff auf Asturs Schützen hatte er einen Pfeil in die Schulter bekommen. Äußerlich betrachtet war die Wunde längst verheilt, aber noch immer konnte er den Arm nicht so bewegen wie früher. Er beklagte sich nicht, aber daran, wie hart er übte, erahnte Seran, was in ihm vorging. Unter seinen Leibwächtern war Andrim einer der besten Speerwerfer gewesen. Genau deshalb hatte Seran ihn ausgewählt. Mittlerweile gab es Tharians Stolz und die Leibgarde nicht mehr, und doch tat Andrim so, als müsste er weiterhin ein herausragender Kämpfer sein, um zu Serans Begleitern gehören zu dürfen. Warum er nicht einfach zu seinem Stamm zurückkehrte, wie es fast alle anderen getan hatten, blieb Seran ein Rätsel. Den blonden Elweonen danach zu fragen, kam ihm jedoch falsch, beinahe zudringlich vor. Vielleicht war er für ein Verbrechen verbannt worden wie Tjorr und schämte sich zu sehr, um darüber zu sprechen.

"Es ist noch kein Zauberer vom Himmel gefallen, aber sehr wohl in den Schlamm", ließ sich Fjallar vernehmen. Mit seinem mausbraunen Haar und dem Allerweltsgesicht war er so leicht zu übersehen, dass selbst Seran gelegentlich seine Anwesenheit vergaß. Er stand hinter Kromer an einen Baum gelehnt und polierte an seinem Helm herum. "Es dauert eben, bis man neu Gelerntes meistert."

Schmunzelnd sah Seran an sich hinab. Etliche Flecken zeugten davon, wie oft er heute schon im Dreck gelandet war. Frühlingsregen und schmelzender Schnee hatten den Boden aufgeweicht, sodass die Grasnarbe unter seinen Stiefeln aufriss und feuchte Erde hervorquoll. "Dann bin ich ja auf dem besten Weg."

Auch Fjallar grinste nun und wandte sich dann energischer seinem Helm zu. Womöglich vermisste er es, sich um das heilige Feldzeichen ihrer Einheit kümmern zu müssen. Als Bannerträger hatte es zu seinen Aufgaben gehört, es makellos sauber zu halten, doch nach der Schlacht auf der Hohen Au war es in Umbriks Totenfeuer gelandet. Für eine Weile hatten sie stattdessen ein Wolfsfell aus Umbriks Besitz als Feldzeichen geführt, aber Seran war kein Wolf Harass', und so hatte sich Umbriks Rudel nach dem Sieg über Astur von ihnen getrennt.

"Dieses Unsichtbarmachen ist unheimlich", befand Garud schaudernd. "Ich wünschte, Ihr würdet es nicht tun."

"Du", korrigierte Seran den einstigen Sklaven. "Ich wünschte, du würdest es nicht tun." Er betrachtete sich nicht mehr als Herrn des Jungen. Auch wenn Garud aus Zuneigung und Gewohnheit nach wie vor die Pferde pflegte und ihm mit den Waffen zur Hand ging, empfand Seran zu viel Schuld, um ihn zu behandeln wie einen Knecht. Nur seinetwegen hatte Astur Garud auspeitschen lassen. Die Narben auf seinem Rücken würden für immer davon zeugen.

"Dass es dem Gegner Angst einjagt, ist doch Sinn der Sache", meinte Fjallar.

"Bei mir wirkt's", gestand Andrim, worauf die anderen erneut lachten.

"Willst du wirklich weitermachen?", erkundigte sich Seran. Er konnte sich gut vorstellen, wie er sich fühlen würde, wenn der Gegner im Kampf plötzlich unsichtbar wurde, aber tödlich blieb.

"Sind

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