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Blutorks 1 Der Krieger von Frenz, Bernd (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Blutorks 1

Sie glauben an das Blut der Erde - und hüten ein uraltes Geheimnis! Menschen sind feige, dumm und ehrlos - davon ist der Krieger Urok genau wie alle anderen Blutorks überzeugt. Da lernt er Ragnar kennen und wird eines Besseren belehrt. Menschen besitzen durchaus Ehre, vor allem aber sind sie schlau und gefährlich. Urok erkennt, dass den Blutorks von ihnen große Gefahr droht - doch wer glaubt schon einem einfachen Krieger ... Bernd Frenz, Jahrgang 1964, schrieb schon früh Kurzgeschichten für Musik- und Rollenspielmagazine und gewann einen von Wolfgang Hohlbein ausgeschriebenen Storywettbewerb. Trotz einer kaufmännischen Lehre und eines Studiums der Betriebswirtschaft entschied er sich für eine Tätigkeit als freier Journalist und Romanautor, um seine Vorliebe für Abenteuer, Historie und Phantastik besser ausleben zu können. So gehörte er zu den Hauptautoren der SF/Fantasy-Serie "Maddrax", schrieb für den "Perry-Rhodan"-Kosmos und verfasste mehrere Romane zu dem Computerspielhit "Stalker". Seit 2006 werden von ihm getextete Comics regelmäßig in dem renommierten US-Fantasy-Magazin "Heavy Metal" veröffentlicht. Die Blutorks sind sein bisher größtes Epos.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641037666
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Die Blutorks Bd.1
    Größe: 627 kBytes
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Blutorks 1

Von einem dichten Wall grünen Blattwerks umgeben, drang die dunkle Schar durchs Unterholz. Trotz ihrer wuchtigen Erscheinung bewegten sich die in Leder und Eisen gewandeten Hünen nahezu lautlos vorwärts. Ab und an zerknackte ein trockener Zweig unter ihrem Gewicht, oder die mächtigen Stiefel strichen raschelnd durch kleine Laubanhäufungen, doch in einem wildreichen Gebiet wie diesem waren solche Geräusche allgegenwärtig. Selbst ein gut positionierter Späher hätte Mühe gehabt, das kampflustige Dutzend in dem dichten Meer aus Blättern, Stauden und Zweigen zu entdecken.
Blutorks auf Beutezug verstanden es, mit den Wäldern zu verschmelzen. Und auch Tabors Raubschar blieb im Schatten der Bäume, obwohl sich nur zehn Schritte entfernt eine Lichtung öffnete. Der heimische Grund lag weit entfernt, und ihre Anwesenheit sollte geheim bleiben. Alle Krieger verhielten sich ruhig und diszipliniert. Erst der über die freie Fläche heranstreichende Wind, der einen feinen Schweißgeruch ins Dickicht trug, sorgte für Irritationen. Ein Ork nach dem anderen verlangsamte seinen Schritt, bis die gesamte Raubschar wie auf ein lautloses Kommando hin innehielt.
Plötzlich lastete eine unsichtbare Spannung über der Gruppe.
Selbstverständlich stand es dem Ersten Streiter zu, für Klarheit zu sorgen. In gebeugter Haltung schob sich Tabor auf die Lichtung und hob das fleischige Gesicht. Der Geruch, der seine bebenden Nasenflügel füllte, zauberte ein Lächeln auf seine Lippen. Nach hinten gewandt, rief er halblaut: "Ich rieche Menschenfleisch!"
Seine Ankündigung lockte umgehend die anderen hervor.
Urok, ein noch junger, aber voll ausgewachsener Krieger, verließ zuerst das Dickicht. Hinter ihm folgten weitere Schatten, deren Umrisse sich ebenso rasch vom grünen Hintergrund lösten. Orkhaut war kaum heller als die Oberfläche eines frisch sprießenden Blattes, und die aus Leder gefertigten Harnische passten ebenfalls perfekt in die Farbpalette des Waldes. Selbst die matt schimmernden Helme und Brustplatten boten keinen großen Blickfang.
Doch außerhalb des Halbdunkels, im prallen Licht der Sonne, war die geballte Ansammlung grober Muskelkraft nicht mehr zu übersehen. Schnaufend und grunzend scharte sich die Gruppe um ihren Anführer.
"Ein Mensch? Hier?", stieß Urok hervor, bevor sich auch seine Nasenflügel witternd blähten. "Was verleitet diesen Narren, sich so weit von den abgesprochenen Handelsplätzen zu entfernen?"
Händler... Allein das Wort besaß für die Ohren eines Orks einen fremdartigen, beinahe widernatürlichen Klang. Dinge, die sich nicht jagen oder mit eigenen Händen herstellen ließen, stahl ihr Volk für gewöhnlich. Trotzdem waren Händler die einzigen Menschen, die sie innerhalb von Arakia duldeten. Denn Händler führten schöne Dinge mit sich, die Orks nicht rauben oder anfertigen, sondern nur eintauschen konnten. Dafür durfte man schon mal über das hässliche Äußere der Hellhäuter hinwegsehen.
"Dir tropft zu viel Schleim aus der Nase", fuhr Tabor den Jungkrieger an. "Rotz dich aus und zieh den Gestank tief in deine Lungen. Dann bemerkst sogar du, dass das viel zu viele Ausdünstungen für einen einzelnen Menschen sind."
Uroks Miene verfinsterte sich, denn es war nicht der erste grobe Rüffel, den ihm Tabor erteilte. Seit er der Raubschar angehörte, hatte es deren Anführer auf ihn abgesehen. Vielleicht, weil Tabor erst seit kurzem über eine eigene Schar gebot. Doch falls er dachte, er könnte sein Ansehen auf diese Weise stärken, täuschte er sich. Keiner der Veteranen feixte. Nicht mal Grimpe, der doch Tabors Vaterbruder war und ihm daher von allen am nächsten stand.
Ohne auf die Reaktion der Schar zu achten, fuhr der Erste Streiter fort: "Hinter diesem Gestank verbirgt sich garantiert mehr als nur ein verirrter Händler. Das riecht eher nach fremden Scharen, die die Clans der Blutorks berauben wollen. Aber das lassen wir uns nicht bieten, oder?"
Diesmal kamen Tabors Worte besser bei se

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