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Blutorks 3 Der Befreier von Frenz, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2010
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Blutorks 3

Sie glauben an das Blut der Erde - und hüten ein uraltes Geheimnis! Mit ihm als Anführer würden die Blutorks die Heere der Menschen besiegen, davon ist Urok überzeugt. Doch bevor es so weit sein kann, muss er zunächst Streitfürst seines Stammes werden. Mit der Unterstützung seiner Gefährten aus der Arena scheint dieses Ziel zum Greifen nah - doch es befindet sich ein Verräter unter ihnen ... Bernd Frenz, Jahrgang 1964, schrieb schon früh Kurzgeschichten für Musik- und Rollenspielmagazine und gewann einen von Wolfgang Hohlbein ausgeschriebenen Storywettbewerb. Trotz einer kaufmännischen Lehre und eines Studiums der Betriebswirtschaft entschied er sich für eine Tätigkeit als freier Journalist und Romanautor, um seine Vorliebe für Abenteuer, Historie und Phantastik besser ausleben zu können. So gehörte er zu den Hauptautoren der SF/Fantasy-Serie "Maddrax", schrieb für den "Perry-Rhodan"-Kosmos und verfasste mehrere Romane zu dem Computerspielhit "Stalker". Seit 2006 werden von ihm getextete Comics regelmäßig in dem renommierten US-Fantasy-Magazin "Heavy Metal" veröffentlicht. Die Blutorks sind sein bisher größtes Epos.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 14.06.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641041236
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Die Blutorks Bd.3
    Größe: 493 kBytes
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Blutorks 3

" EINSTMALS (S. 242-243)

Das Blut sei mit euch", begrüßte Vuran die Delegation der Schlangenpriester, aber natürlich ganz besonders Raam, dem er stellvertretend für alle die Hände zum Gruße reichte. "Eure Anwesenheit ist ein wichtiges Zeichen an die Bevölkerung im ganzen Land." Die Reptilienhaut fühlte sich kalt und rau an, als sie ei nander an den Unterarmen umfassten, aber der Erste Streiter ließ sich das Unbehagen nicht anmerken, das er bei der Berührung empfand. Auf seine einladende Geste hin folgten ihm die Schwarzgekleideten zu der aus Eichenbohlen errichteten Tribüne, die den religiösen Führern der drei großen Kräfte und ihrem Gefolge vorbehalten war.

Auf Raams Wink hin nahm Vuran an dessen linker Seite Platz. Eine solch hohe Ehre stand ihm als Erstem Streiter der Hortgarde eigentlich nicht zu, doch die Schlangenpriester wohnten dem Zeremoniell natürlich nicht nur aus Höflichkeit und Respekt bei, sondern auch, weil sie sich Neuigkeiten über seine Nachforschungen erhofften. Am Rande des großen Sees, der sich nahe der Stadtmauern erstreckte, hatten die Wasserelfen alles für ihr höchstes Fest, den Tag der Quelle, aufgebaut, und wie es schien, stand selbst die Sonne auf ihrer Seite. Nach vielen Tagen des peitschenden kalten Regens zeigte sie sich in ihrem vollen Rund am wolkenlosen Himmel, und die Menschen, Orks und Elfen, die aus Rabensang, Dunkeltann und den umliegenden Dörfern hergepilgert waren, dankten es durch ihr zahlreiches Erscheinen und das fröhliche Gelächter, mit dem sie sich am Ufer drängten.

Die hohe Erwartung der Zuschauer war mit Händen zu greifen, denn es hieß, dass die Elfen diesmal ein ganz besonderes Schauspiel vorbereitet hätten. "Was gibt es Neues über den Mord an unserem Priester?", wollte Raam unvermittelt wissen, halblaut, den Blick weiterhin auf die um sie herum drängende Menge gerichtet. Das Misstrauen, das ihm dabei aus vielen Gesichtern entgegenschlug, war nicht zu übersehen. Die üblen Gerüchte über die blutigen Rituale der Kaltblüter wollten einfach nicht verstummen. Vuran hatte Raams Frage natürlich erwartet, wenn auch nicht so früh, mitten unter aller Augen.

Aber vielleicht war es ganz gut, dass der Hohepriester schon jetzt das unangenehme Thema ansprach. Hier in der Öffentlichkeit war er gezwungen, die Form zu wahren. "Ich wünschte, ich könnte dir etwas Zufriedenstellendes mitteilen", erklärte Vuran wahrheitsgemäß. "Aber leider liegt für mich weiterhin im Dunkeln, wie unser Novize und dein Priester ums Leben kamen." Er wollte noch hinzufügen, dass es niemanden in der Stadt gab, der die beiden Toten zusammen gesehen hatte, aber Raam kam ihm zuvor. "Tatsächlich?", fragte der Hohepriester lauernd, das Gesicht nun doch Vuran zugewandt.

"So hast du also auch keine Beweise dafür gefunden, dass dieser Andro von meinem Mann geopfert wurde, um dem Blut der Erde zu schaden, wie überall in Ragon behauptet wird?" Vuran hätte beinahe den Blick unter den stechenden Schlangenaugen gesenkt, doch obwohl eine eisige Klaue nach seinem aufgeregt pochenden Herzen zu greifen schien, sah er Raam weiterhin an. "Assra und unser Novize kamen im selben Raum zu Tode", erklärte er, "das ist weiterhin der einzige Beweis für die Schuld eures Mannes." "Und das Wort Sevaks", fügte Raam, wie immer bestens unterrichtet, leise zischelnd hinzu."

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