text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Chroniken der Milchstraße - USN-Space Rangers Pokerspiele von Horvath, Martin V. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Chroniken der Milchstraße - USN-Space Rangers

Nachdem ein kehhl'daaranischer Stoßtrupp eine Forschungsstation auf dem Mond G-greea im d-goriaanischen System in seine Gewalt gebracht hat, herrscht beim Oberkommando der Space Navy Aufregung, denn in dieser Station wird der Erreger einer tödlichen Krankheit gelagert, den die Kehhl'daaraner als biologische Waffe missbrauchen könnten. Hank Snowden und sein Team bekommen die Order, die Station wieder unter Kontrolle zu bringen und den Erreger sicherzustellen. Schnell wird ihm klar, dass es schwierig sein wird, diesen Auftrag auszuführen, denn sie haben es mit einem zähen Gegner zu tun. Zudem spielt einer der d-goriaanischen Forscher falsch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 06.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738653847
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1550kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Chroniken der Milchstraße - USN-Space Rangers

Der gefallene Held

Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben.

Horaz (68 - 8 v. Chr. ), römischer Dichter

Violette Augen gafften verlegen zu dem Mann gegenüber. Ein strafender Blick kam zurück. Er fühlte sich wie ein Lausebengel, der von seinem Vater eines dummen Streiches wegen getadelt wurde.

Der Kopf senkte sich. Nervös, schuldbewusst, starrte er auf seine blank polierten Stiefel.

Ja! Er kam sich wie ein dummer Junge vor, der etwas angestellt hatte. Finikus war jedoch kein frecher Pimpf, sondern ein pykejonischer Krieger und ein Mitglied der Space Rangers. Noch! Als Hank Snowden ihm über Interkom mitteilte, dass er sich umgehend in dessen Büro melden soll, da wusste er, dass der Gunny beabsichtigte, ihn wegen seines Verhaltens auf Axa Gar-Goriaa zur Schnecke zu machen.

"Sie wissen, weshalb ich Sie herzitiert habe?", eröffnete Snowden mit harscher Stimme.

"Ich kann es mir denken", entgegnete der Pykejon schuldvoll.

Snowden gab ein leises, von tiefer Verärgerung durchdrungenes Brummen von sich. "Das will ich auch hoffen!"

"Darf ich offen sprechen?"

"Bitte!"

"Die Ereignisse auf Axa Gar-Goriaa liegen nun schon zwei Wochen zurück. Sie haben in der ganzen Zeit kein Wort darüber verloren. Doch kaum taucht dieser Colonel auf, da zitieren Sie mich wegen dieser Angelegenheit in Ihr Büro. Sie machen mich doch nur zur Schnecke, weil er Sie dazu aufgefordert hat."

"Custódio Garcia!", drang es abschätzig aus Snowdens Mund. Er konnte den neuen Befehlshaber der auf der ALLIANCE stationierten Kompanie der Rangers nicht leiden. Das beruhte auf Gegenseitigkeit. "Sie haben vollkommen recht! Der Colonel wollte, dass ich Ihnen ordentlich den Kopf wasche. Nachdem er mir den Kopf gewaschen hat." Sein Gesicht nahm einen Ausdruck an, als hätte er in eine Zitrone gebissen.

Mit Unwillen erinnerte er sich an das erste Treffen mit dem Colonel. Garcia hatte Snowden unmissverständlich klar gemacht, dass er den Gunny und sein Team für einen Haufen Stümper hielt, der zu Unrecht die Uniform der Space Rangers trug. Natürlich hatte er vor allem an Finikus etwas auszusetzen. ' "Der Mann hat sich wie ein verängstigtes Kind verhalten. Eine Schande für die Uniform!" ' , hatte er Snowden an den Kopf geworfen.

"Er will, dass ich Sie aus dem Team werfe, Sie zur regulären Marineinfanterie versetzte", fuhr Snowden mit Bedauern in der Stimme fort.

In Finikus' Augen flackerte Zorn auf. "Ich gebe offen zu, dass ich mich auf Axa Gar-Goriaa nicht wie ein Ranger verhalten habe, doch in der Schlacht von Groombridge 34 habe ich bewiesen, dass ich das Recht habe, die Uniform eines Rangers zu tragen. Das wissen Sie, und das weiß sicherlich auch Colonel Garcia. Mir aus diesem einen dummen Fehler einen Strick zu drehen, meine militärische Karriere damit zu lynchen, ist eine Ungeheuerlichkeit."

"Ja, ich weiß, dass Sie an sich ein guter Soldat sind. Doch der Colonel hat nicht ganz unrecht. Ihr, wie soll ich sagen, Nervenzusammenbruch, war eines Rangers unwürdig, er war Ihnen unwürdig. Seit wir das Axa Gar-Goriaa-System verlassen haben, grüble ich, wieso Sie so reagiert haben. Ich komme auf keine klare Antwort."

"Ich auch nicht", murmelte Finikus lethargisch. "Im jahrelangen Training wird man auf den Kampf vorbereitet. Man denkt, man ist es. Doch dann, wenn man erstmals in einem echten Gefecht steht, dann ..." Die weiteren Worte verloren sich in Schweigen.

War es das? Die Konfrontation mit der Realität? Snowdens Leute waren hervorragend ausgebildete Soldaten, doch keiner von ihnen stand bis vor zwei Wochen in einem richtigen Gefecht. Bis zu dem Tag, an dem die Echsen beschlossen, einen Krieg gegen die Interstellare Union von Zaun zu brechen, war sein Team hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, irgendwelche Kriminelle zu jagen. Kaum zu vergleichen mit einem Kampf gegen feindliche Truppen.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen