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Cibola brennt Roman von Corey, James S. A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Cibola brennt

Durch das Portal Ein interstellares Portal hat sich geöffnet. Angespornt von den ungeahnten Möglichkeiten, die sich damit bieten, bricht die Menschheit zu den Sternen auf und besiedelt fremde Welten. Inmitten der blutigen Raumschlachten um die Ressourcen der neuen Planeten stoßen die Siedler auf die Überreste einer uralten Zivilisation. Für Captain James Holden und seine Crew beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn das, was die außerirdische Zivilisation ausgelöscht hat, ist immer noch dort draußen ... Hinter dem Pseudonym James Corey verbergen sich die beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Beide schreiben auch unter ihrem eigenen Namen Romane und leben in New Mexico. Mit ihrer erfolgreichen gemeinsamen Science-Fiction-Serie THE EXPANSE haben sie sich weltweit in die Herzen von Lesern und Kritikern gleichermaßen geschrieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 656
    Erscheinungsdatum: 11.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641152741
    Verlag: Heyne
    Serie: Expanse Serie Bd.4
    Originaltitel: Cibola Burn - The Expanse Series Book 4
    Größe: 2522 kBytes
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Cibola brennt

PROLOG Bobbie Draper

Tausend Welten, dachte Bobbie, als sich die Türen der Röhre schlossen. Nein, es waren nicht nur tausend Welten, sondern tausend Sternensysteme . Sonnen, Gasriesen, Asteroidengürtel. Genau das, was die Menschheit schon einmal in Besitz genommen hatte, nur eben tausendfach vervielfältigt. Die Bildschirme über den Sitzen auf der anderen Seite zeigten einen Newsfeed, doch die Lautsprecher waren kaputt, und die Stimme des Sprechers war zu stark verzerrt, um die Worte verstehen zu können. Das Schaubild, das neben ihm herein- und herauszoomte, verriet ihr jedoch alles, was sie wissen musste. Von den Sonden, die man durch die Tore geschickt hatte, waren neue Daten hereingekommen. In diesem Moment zeigten sie ein Bild eines unvertrauten Zentralgestirns mit eingezeichneten Kreisen für die Umlaufbahnen der neuen Planeten. Alle waren leer. Wer auch immer das Protomolekül erschaffen und vor unermesslich langer Zeit in Richtung Erde abgeschossen hatte, er war nicht mehr da. Die Erbauer der Brücke hatten der Menschheit den Weg geebnet, doch von der anderen Seite kam keine übermächtige Gottheit herüber.

Erstaunlich, wie schnell die Menschheit von "Welche unvorstellbare Intelligenz hat diese Ehrfurcht gebietenden Wunder erschaffen?" bis zu "Nun, da sie nicht mehr da sind, kann ich jetzt ihre Sachen haben?" fortgeschritten ist, dachte Bobbie.

"Verzeihung", ließ sich die asthmatische Stimme eines Mannes vernehmen. "Sie haben nicht zufällig ein bisschen Kleingeld für einen Kriegsveteranen übrig?"

Sie wandte den Blick vom Bildschirm ab. Der Mann war schmal und hatte ein graues Gesicht, der Körper wies die Anzeichen eines Menschen auf, der unter niedriger Schwerkraft aufgewachsen war: ein langer Rumpf, ein großer Kopf. Er leckte sich über die Lippen und beugte sich vor.

"Sie sind also ein Veteran?", fragte Bobbie. "Wo haben Sie gedient?"

"Ganymed", erklärte der Mann nickend und bemühte sich sehr, ein wenig Haltung anzunehmen. "Ich war da, als dort alles zusammenbrach. Kaum dass ich wieder hier war, setzte mich die Regierung an die Luft. Jetzt versuche ich, genug zusammenzubekommen, um mir eine Überfahrt nach Ceres leisten zu können. Da habe ich Verwandte."

In Bobbies Brust baute sich ein Zorn auf, den sie geflissentlich für sich behielt. Äußerlich ließ sie sich nichts anmerken. "Haben Sie es schon bei der Veteranenhilfe versucht? Vielleicht kann man dort etwas für Sie tun."

"Ich brauch nur was zu essen", entgegnete er. Es klang erheblich aggressiver als zuvor. Bobby blickte im Waggon hin und her. Normalerweise waren um diese Zeit immer einige Menschen unterwegs. Die Wohnviertel unter Aurorae Sinus waren mit Vakuumröhren verbunden und bildeten ein Teil des großen Terraforming-Projekts auf dem Mars, das schon vor Bobbies Geburt begonnen hatte und noch lange nach ihrem Tod weiterlaufen würde. Sie überlegte, wie der Bittsteller sie wahrnahm. Sie war groß gewachsen und schlank, dabei aber durchaus kräftig. Im Moment saß sie allerdings, und der Pullover war recht weit. Möglicherweise glaubte er, unter dem Stoff seien umfangreiche Fettschichten verborgen. Das war jedoch nicht der Fall.

"In welcher Einheit haben Sie gedient?", fragte Bobbie. Er blin zelte verdutzt. Anscheinend war er davon ausgegangen, dass sie sich ein wenig vor ihm fürchtete. Nun reagierte er verunsichert, weil sie sich nicht beeindrucken ließ.

"Einheit?"

"In welcher Einheit haben Sie gedient?"

Wieder leckte er sich über die Lippen. "Ich will jetzt wirklich nicht ..."

"Es ist schon komisch", fiel sie ihm ins Wort. "Ich hätte schwören können, dass ich so ziemlich jeden kenne, der sich auf Ganymed befa

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