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Das Erbe der Elfen Roman Die Hexer-Saga 1 von Sapkowski, Andrzej (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2009
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Das Erbe der Elfen

Die Bücher zur NETFLIX-Serie – Die Hexer-Saga 1 in der opulenten Fan-Edition Seit dem blutigen Überfall auf Cintra ist Cirilla, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Geru?chte werden laut, dass sie vom Hexer an einen geheimen Ort gebracht wurde. Es scheint, als besitze sie großes magisches Potenzial. Oder ist sie nur das Medium einer bösen Macht? Andrzej Sapkowski, geboren 1948, ist Wirtschaftswissenschaftler, Literaturkritiker und Autor. Er lebt in Łó;dź. Seine Hexer-Sage erreicht weltweit Millionen-Auflagen. Höchst erfolgreich ist auch seine Mittelalter-Trilogie um den Medicus Reinmar von Bielau. 2008 wurde Andrzej Sapkowski mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Łó;dź ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 01.09.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423400350
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Krew Elfów
    Größe: 2692 kBytes
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Das Erbe der Elfen

Wahrlich, man findet nichts Abscheulicheres als jene Monster, wider jegliche Natur, so Hexer genannt werden, denn es sind die Früchte lästerlicher Zauberey und Teufeley. Es sind Schurken sonder Tugend, Gewissen und Skrupel, wahre Geschöpfe der Hölle, zu nichts als zum Tödten geschickt. Und ist für ihresgleichen kein Platz unter ehrlichen Menschen.

Jenes Kaer Morhen aber, da selbige Ehrlosen hausen, wo sie ihren gräßlichen Praktiken frönen, muss hinweggefegt werden vom Antlitz der Erde und seine Spur mit Salz und Salpeter bestreuet.

Anonymus, Das Monstrum,
als da ist eine Beschreibung des Hexers

Intoleranz und Aberglaube waren immer den Dummen unter dem Pöbel zu eigen und werden, wie mich deucht, niemals vollends ausgerottet werden, denn sie sind ebenso ewig wie die Dummheit selbst. Wo heute Berge aufragen, werden dereinst Meere sein, wo heute Meere wogen, werden sich dereinst Wüsten ausbreiten. Aber die Dummheit bleibt die Dummheit.

Nicodemus de Boot, Betrachtungen über das Leben,
das Glück und das Wohlergehen
Das zweite Kapitel

Triss Merigold hauchte auf die klammen Hände, bewegte die Finger und murmelte einen Zauberspruch. Ihr Pferd, ein falber Wallach, reagierte sofort auf den Spruch, schnaubte und drehte den Kopf zur Seite, sah die Zauberin mit einem von Kälte und Wind tränenden Auge an.

"Du hast zwei Möglichkeiten, Alter", sagte Triss und zog die Handschuhe über. "Entweder du gewöhnst dich an Magie oder ich verkaufe dich einem Bauern für den Pflug."

Der Wallach spitzte die Ohren, stieß Dampf aus den Nüstern und ging folgsam den bewaldeten Hang hinab. Die Zauberin bückte sich im Sattel, um den reifbedeckten Ästen auszuweichen.

Der Spruch wirkte rasch, sie spürte an den Handgelenken und am Hals die Kälte nicht mehr, vor der sie sich zusammengekrümmt und den Kopf eingezogen hatte. Der Zauber, der sie wärmte, milderte auch den Hunger, der schon seit ein paar Stunden an ihrem Magen nagte. Triss' Stimmung hellte sich auf, sie setzte sich bequemer im Sattel hin und begann, aufmerksamer als bisher die Umgebung zu betrachten.

Seit dem Augenblick, als sie die belebte Straße verlassen hatte, wies ihr die graublaue Wand der Berge die Richtung, deren schneebedeckte Gipfel in den wenigen Augenblicken golden funkelten, da die Sonne durch die Wolken drang, meistens früh am Morgen und kurz vor dem Untergang. Nun, da sie der Bergkette schon näher war, musste sie besser achtgeben. Das Gebiet um Kaer Morhen war bekannt für seine Wildheit und Unzugänglichkeit, und die Scharte in der Granitwand, an der sie sich orientieren musste, war für ein ungeübtes Auge schwer zu erkennen. Es genügte, in eine der zahllosen Schluchten abzubiegen, um sie aus dem Auge zu verlieren. Sogar sie, die sie die Gegend, den Weg kannte und wusste, wo sie den Durchgang suchen musste, konnte sich keinen Augenblick der Unaufmerksamkeit leisten.

Der Wald hörte auf. Vor der Zauberin erstreckte sich ein weites, von Geröll bedecktes Tal, das bis zu den steilen Hängen an der gegenüberliegenden Seite reichte. Mitten im Tal floss der Gwenllech, der Weißsteinfluss, strudelte schäumend zwischen Felsblöcken und angeschwemmten Baumstämmen dahin. Hier im Oberlauf war der Gwenllech nur ein flacher, wenngleich breiter Wasserlauf. Hier konnte man ihn ohne Mühe durchqueren. Flußab, in Kaedwen, im Mittellauf, bildete der Fluss ein unüberwindliches Hindernis - er war reißend und strömte am Grunde tiefer Schluchten dahin.

Ins Wasser geritten, beschleunigte der Wallach den Schritt, wollte sichtlich möglichst schnell ans andere Ufer. Triss zügelte ihn ein wenig - das Flussbett war seicht, reichte dem Pferd knapp über die Fesseln, doch die Steine am Grunde waren glitschig und die Strömung schnell und reißend. Das Wasser strudelte und schäumte um die Beine des Tiers.

Die Zauberin schaute zum Himmel. Zunehmende Kälte und auff

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