text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das ewige Lied Fantasy-Roman von Bruske, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2014
  • Verlag: mainebook Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das ewige Lied

Dem Land Celane droht Krieg - und damit schlägt die Stunde der jungen Bardin Jayel. Gemeinsam mit Magier Daphnus bricht sie zu einer schicksalhaften Reise auf und erfährt von einer Prophezeiung: Fünf mächtige Kristalle könnten die zerstrittenen Völker vereinen und so Celane retten. Auf ihrer Suche nach den Kristallen entdeckt Jayel etwas in sich, das ihr und ihrem Volk helfen könnte - das Ewige Lied. Böse Mächte, tiefe Liebe, magische Spannung - das Ewige Lied ist ein klassisches Fantasy-Abenteuer und enthält alles, was Fantasyleser lieben.

'Das ewige Lied' ist Tanja Bruskes erster Roman, der 2007 beim Wettbewerb 'Hessens verheißungsvollstes Manuskript' des Radiosenders FFH gewann und als Taschenbuch veröffentlicht wurde. Jetzt liegt der Roman erstmals als E-Book vor. Tanja Bruske wuchs in Marköbel (Hessen) auf und studierte Germanistik, Theater-, Film und Medienwissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt. Sie volontierte bei der Gelnhäuser Neuen Zeitung, wo sie heute als Redakteurin arbeitet. Weiterhin veröffentlichte die Autorin einige Theaterstücke und 2013 erschien ihr zweiter Roman 'Leuchte', ein Mystery-Krimi aus dem Kinzigtal (mainbook Verlag).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 278
    Erscheinungsdatum: 01.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944124346
    Verlag: mainebook Verlag
    Größe: 1208kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das ewige Lied

2: Nach Farseth

Farseth lag etwa drei Tagesreisen von Uhlenburg entfernt – wenn man ein schnelles Pferd hatte. War man mit Pferd und Wagen oder gar einer Kutsche unterwegs, musste man mit fünf Tagesreisen rechnen, insofern das Wetter der Reise entgegenkam.

So kam es, dass die Kutsche, die eigentlich alle fünf Tage nach Farseth aufbrechen sollte, nicht immer pünktlich fuhr. Auf dieser Route verkehrten genau zwei Kutschen, die immer entgegengesetzt reisten. Und wenn eine von beiden unterwegs in schlechtes Wetter kam, einen Achsbruch erlitt oder ein Pferd ausfiel, fuhr sie erst zwei Tage später weiter, und für die Reisenden in Uhlenburg oder Farseth hieß das, eine lange Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen. Diese Umstände waren der Grund gewesen, aus dem Jayel bis jetzt immer mit ihrem Vater oder jemand anderem zusammen geritten war: erstens ging es schneller und zweitens war man auf niemanden angewiesen. Die Strecke zwischen den beiden Städten galt als sicher. Es gab kaum Raubüberfälle oder Gesindel, das die Reisenden belästigte. Und in jedem dritten Weiler auf der Strecke gab es einen kleinen Gasthof, in dem man die Nacht verbringen konnte. Dort rasteten auch die Gäste der Kutsche.

Dieses Mal jedoch waren Peer und Grat Ysternas mit wichtigen Geschäften belastet, die sie unabkömmlich machten. Und dem alten Diener Chrisofus konnte man einen so langen Ritt mittlerweile nicht mehr zumuten. Der einzige Weg für Jayel, rechtzeitig zu ihren Abschlussprüfungen in die Stadt zu kommen, bestand darin, sich der Kutsche anzuschließen.

Die Kutsche fuhr direkt vor den Toren der Stadt los, und hier versammelten sich die Reisenden. Peer Ysternas hatte sich immerhin die Zeit genommen, seine Tochter zur Kutsche zu begleiten. Momentan hievte er die schwere Reisetruhe von Jayel auf das Dach der Kutsche, wo sie transportiert werden sollte. Währenddessen sah sich Jayel unauffällig ihre Reisegenossen an. Es waren derer nicht viele: ein dicker Großgrundbesitzer mit seiner dürren Frau, die in feinste Seide gekleidet war und ein höchst unzufriedenes Gesicht machte. Die beiden würden wohl in der Kutsche reisen. Ein älterer Mann hingegen saß bereits auf seinem Pferd; wahrscheinlich wollte er neben der Kutsche reiten, wie es auch Jayel vorhatte. Allein wäre er sicherlich schneller gewesen, aber seine schmollende kleine Tochter, die vielleicht dreizehn Sommer zählte, fuhr in der Kutsche mit, und er wollte sie wohl nicht allein reisen lassen. Jayel beobachtete das kleine blonde Mädchen, das gerade von einer heulenden Frau fast erdrückt wurde – ihre Mutter, wie es schien.

"Jasmina, pass nur gut auf dich auf!", schluchzte die Frau und ließ die Kleine los, um sich in eine großes, geblümtes Taschentuch zu schneuzen. "Ja Mama", sagte Jasmina.

"Und hör immer gut auf Papa während der Reise!"

"Ja, Mama", wiederholte Jasmina automatisch mit stierem Blick auf die Kutsche.

"Und betrage dich anständig im Internat!"

"Ist gut, Mama", kam die Antwort.

"Wissen Sie", wandte sich Jasminas Mutter stolz an Jayel, "meine Kleine kommt nämlich nach Farseth auf die Schule für höhere Töchter. Sie kann sich hier nicht richtig entwickeln, sagt ihr Hauslehrer. Und auf der Schule für höhere Töchter wird sie eine wunderbare Ausbildung erhalten!"

"Was Sie nicht sagen", erwiderte Jayel höflich.

"Ja, und jetzt mache ich mir solche Soooorgen!", sagte Jasminas Mutter und schne

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen