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Das Gesetz der Orks Roman (Orks 3) von Peinkofer, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2010
  • Verlag: Piper
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Das Gesetz der Orks

Nach "Der Schwur der Orks" der neue Bestseller um die grimmigsten und heldenhaftesten Orks aller Welten: Balbok und Rammar sind zurück! Die ungleichen Ork-Brüder sind auf einer entlegenen Insel gestrandet. Dort ist nichts, wie es sein sollte. Die eigentlich friedliebenden Elfen regieren mit Grausamkeit und Härte von einer uneinnehmbaren Kristallfestung aus. Die Geschöpfe des Bösen dagegen, die Orks und Gnome, sind unterwürfig und völlig verweichlicht. Balbok und Rammar setzen alles daran, die verkehrte Welt wieder ins Lot zu bringen. Denn für die kaltschnäuzigen Krieger gibt es nur ein Gesetz- das scharfe Blatt der Streitaxt. Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift "Moviestar". Mit seiner Serie um die "Orks" avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasyautoren Deutschlands. Seine Romane um "Die Zauberer" wurden ebenso zu Bestsellern wie seine Trilogie um"Die Könige". Mit "Die Legenden von Astray" führt Michael Peinkofer alle Fantasy-Fans in eine neue Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 21.10.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492951074
    Verlag: Piper
    Größe: 2871 kBytes
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Das Gesetz der Orks

PROLOG

Sie war überwältigt.

Niemals hatte sie zu hoffen gewagt, den geweihten Hort schon so früh zu betreten, zu einer Zeit, da sie kaum von sich behaupten konnte, jene Ehren errungen zu haben, die eine Passage zur Kristallstadt rechtfertigten.

Doch die Zeiten hatten sich geändert. Es herrschte Krieg, und es war bittere Notwendigkeit gewesen, die sie über die Große See getrieben hatte.

Dennoch kam sie nicht umhin, die Schönheit und Ruhe dieses Ortes zu bewundern, in dessen innerstem Zentrum sie stand, hoch oben in der Spitze des höchsten Turmes von Crysalion.

Ein Oktogon aus weißen Wänden umgab sie, die halb durchsichtig waren, sodass das goldene Licht des späten Nachmittags hindurchschimmerte. Schlanke Säulen erhoben sich in jeder der acht Ecken, und unmittelbar unter der Kuppel des Oktogons schwebte ein Kristall und strahlte sanftes Licht aus. Sie konnte sich gar nicht sattsehen an seiner wunderbar gleichmäßigen Struktur. Er hatte eine Rautenform, die sich nach oben und unten verjüngte, wo sich die mit Elfensilber beschlagenen Spitzen befanden. Es hieß, dass das Licht, das den Kristall erfüllte, auf calada zurückzuführen sei, jenen Urschein, der in grauer Vorzeit die Finsternis vertrieben und mit dem alles Leben begonnen hatte.

Wer in den Kristall sah, der konnte nicht anders, als die tiefe innere Wahrheit zu erkennen, die sich hinter dieser Sage verbarg: Annun , das Licht von Crysalion, verströmte Frieden und Harmonie, und es war kaum vorstellbar, dass der Krieg, den eine dunkle Macht nach amber getragen hatte, nicht einmal vor dieser geweihten Stätte haltmachen würde. Nur aus diesem Grund waren sie lange vor ihrer Zeit an die Fernen Gestade gekommen: um den Kristallhort mit ihrem Leben und all ihrer Zaubermacht zu verteidigen.

"Das werden sie nicht wagen", hauchte Yloryn, einer jener Weisen und Betagten, die an den Fernen Gestaden ihre endgültige Heimat gefunden hatten. Im Ersten Kriege hatte er wahre Heldentaten vollbracht, war ein Krieger von untadeligem Ruf und großer Tapferkeit gewesen, weswegen man ihm die höchste Ehre hatte zuteilwerden lassen, die einem Elfen widerfahren konnte: die sterbliche Welt zu verlassen und gen Crysalion zu ziehen, wo immerwährende Freude und Friede herrschten. Weder hatte man zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass ein zweiter, noch grässlicherer Krieg folgen würde, noch dass auch die Kristallstadt einmal bedroht sein könnte.

"Vielleicht nicht", entgegnete Rothgan, der zusammen mit ihr auf die Insel gekommen war, "aber falls Margok seine frevlerische Hand dennoch nach diesen geweihten Gefilden ausstrecken wird, sind wir gewappnet."

In der Tat war alles vorbereitet.

Die alten Schriften, deren Zeichen nur mehr Eingeweihte und Zauberkundige zu entziffern vermochten, waren studiert worden, und alles war bereit für ein Ritual, das die Macht des Kristalls entfesseln und die Insel dem Zugriff des Bösen auf immer entziehen sollte. Jedoch reichte die Kraft eines einzelnen Magiers nicht aus, um den Zauber zu bewirken. Zwei mussten es sein, und eben so viele waren vom Festland herübergekommen, um diese schwierige und verzweifelte Mission zu erfüllen.

Mit einem Nicken gab Rothgan seiner Begleiterin zu verstehen, dass der Augenblick gekommen sei. Gemeinsam traten sie in das Symbol, das unmittelbar unter dem Kristall auf den weißen Marmorboden gezeichnet war und einen dreizackigen Stern darstellte. Sie blickten einander tief in die Augen, und einmal mehr fühlte sie, was zu empfinden sie sich untersagt hatte. Dann fassten sie sich bei den Händen, um das Ritual zu beginnen.

Schon erhob Rothgan seine Stimme, um die uralten Worte zu sprechen – als etwas

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