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Das Nadelöhr Roman von Clement, Hal (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Nadelöhr

Wie weit würdest du gehen, um einen Freund zu retten? Seit über sieben Jahren lebt ein Alien-Jäger in Symbiose mit seinem menschlichen Wirt Bob. Er bewahrte ihn vor Infektionskrankheiten und heilte seine Verletzungen. Doch Bobs Körper wird immer schwächer, und der Jäger weiß nur noch einen Ausweg: Spezialisten seiner Welt müssen Bob helfen. Die beiden machen sich auf die Suche nach den Raumschiffen, mit denen der Jäger und der Verbrecher, dem er auf der Spur war, einst im Pazifik abstürzten. Ihre Suche ist begleitet von einer Reihe seltsamer Unfälle, und langsam muss sich das ungewöhnliche Team die Frage stellen, ob der Gejagte am Ende doch noch am Leben sein könnte ... Hal Clement, eigentlich Harry Clement Stubbs, wurde 1922 in Somerville, Massachusetts geboren und studierte Chemie und Astronomie an den Universitäten Boston und Harvard. Seit den 1940er Jahren schrieb er Science Fiction unter dem Pseudonym Hal Clement. Seine Romane 'Die Nadelsuche' und 'Schwerkraft' gehören zu den Klassikern des Genres. Hal Clement starb 2003.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 30.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641176006
    Verlag: Heyne
    Größe: 648 kBytes
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Das Nadelöhr

2
Details

Trotz des Zwischenfalls auf dem Floß erreichte der Jeep wenige Minuten nach den beiden Radfahrerinnen das Haus. Die kurze Erholung während der Fahrt hatte Bobs Kräfte so weit aufgefrischt, dass er ohne Hilfe ins Haus gehen konnte. Sein Gepäck musste jedoch fürs Erste im Wagen zurückbleiben.

Der Handkoffer, den Daphne getragen hatte, war natürlich im Haus; ihre Mutter hatte nachgegeben und ihn auf ihrem Fahrrad transportiert. Daphne schleppte ihn sofort zu der Couch, auf die sich ihr Bruder hatte fallen lassen.

Sie bestand natürlich darauf, dass er sofort geöffnet würde, und die daraus resultierenden Tätigkeiten füllten die Zeit bis zum Dinner. Bob war dankbar für jede Minute Ruhe, die er haben konnte, und glücklicherweise war Daphne einverstanden, dass er auf der Couch liegen blieb, während er die Geschenke - eine ganze Reihe, stellte sie zufrieden fest - verteilte, die den größten Teil des Kofferinhalts ausmachten.

Der Jäger wartete mit ständig wachsender Ungeduld darauf, dass sie zu Bett geschickt würde. Inzwischen hatte auch Mrs. Kinnaird gespürt, dass irgendetwas nicht stimmte, und auch sie wollte erfahren, was mit Bob los war. Endlich wurde die protestierende Daphne in ihr Zimmer geschickt, das früher einmal Bobs Zimmer gewesen war. Zum Glück für Bob, der es bestimmt nicht geschafft hätte, heute noch einmal Treppen hinaufzusteigen, und in einem Anbau schlafen sollte, den sein Vater im vergangenen Jahr auf der Rückseite des Hauses errichtet hatte - ohne zu wissen, wie notwendig er sein würde, da er ja von den Schwierigkeiten seines Sohnes nichts ahnen konnte.

Schließlich, als das Kind ruhig geworden war und man annehmen konnte, dass es schlief, konnten sie zur Sache kommen. Bob hatte sich seine Worte lange vorher zurechtgelegt. Der Jäger wusste, dass es für ihn keine Freude sein würde, sie zu hören, da sie ihn nicht gerade in ein gutes Licht rückten, doch war er erwachsen genug, um den Tatsachen ins Auge blicken zu können.

Es war Bobs Mutter, die das Gespräch eröffnete, nachdem sie nach oben gegangen war, um sich zu versichern, dass das Kind wirklich schlief.

"Du bist nicht nur müde, Bob, nicht wahr? Es ist etwas Ernsteres."

"Ich fürchte ja, Mom", antwortete er. "Ich weiß nicht, wie ernst es ist - es könnte sich eine ganze Weile hinziehen, aber es wäre wohl nicht sehr klug, sich darauf zu verlassen. Die Sache hat begonnen, als ich vor zwei Jahren das letzte Mal zu Hause war. Es war damals nicht sehr schlimm, und ich hielt es nicht für nötig, euch oder Doc Seever damit zu belasten, aber es ist ständig schlimmer geworden, und jetzt muss etwas dagegen getan werden."

"Kann der Jäger eine zuverlässige Diagnose stellen?", unterbrach Bobs Vater. "Ich meine, hat er so etwas schon einmal erlebt?"

"Nicht selbst, sagt er. Er hat von Fällen gehört, die in lange zurückliegenden Zeiten auftraten, wenn seine Spezies mit einem neuen Typus von Gastgebern eine Symbiose einging. Es wäre jetzt nicht geschehen, wenn er Arzt wäre, und kein Detektiv. Aber ich will euch die Geschichte von Anfang an erzählen." Seine Eltern nickten.

"Ihr wisst beide, wie der Jäger und andere seiner Spezies beschaffen sind: vier Pfund einer Substanz, die sich vage mit menschlichem Protoplasma vergleichen lässt, jedoch aus molekülgroßen Einheiten besteht, im Gegensatz zu den relativ riesigen Zellen unseres Gewebes. Seine Leute können unabhängig existieren, zumindest auf ihrem eigenen Planeten, doch normalerweise leben sie im Körper eines größeren Wesens und in Symbiose mit ihm. Der Jäger lebt seit Jahren so in mir, ernährt sich von dem, was ich esse, sieht durch meine Augen, hört mit meinen Ohren und zahlt für seinen Unterhalt, indem er eindringende Krankheitskeime vernichtet, bei Verletzungen die Blutung stillt und so weiter. Außerdem ist er ein persönlicher Freund, wenn unsere Freundschaft auch nicht so eng ist, wie sie es auf seinem Heimatplanete

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