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Das Schwert der Wahrheit 11 Konfessor - von Goodkind, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2012
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Schwert der Wahrheit 11

Eine Liebe, die stärker ist als der Tod, stärker als das Schicksal, sogar stärker als das absolut Böse! Dunkelheit senkt sich auf die Midlands herab, und das Böse droht die letzten freien Menschen zu überwältigen. Jetzt muss sich Richard Rahl einer entsetzlichen Erkenntnis stellen: Er muss zulassen, was geschehen wird. Doch das bedeutet auch, dass er seine Liebe zu Kahlan verleugnen muss, um die Welt zu retten ... Terry Goodkind wurde 1948 in Omaha, USA, geboren und war nach seinem Studium zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1994 erschien sein Roman "Das erste Gesetz der Magie", der weltweit zu einem sensationellen Erfolg wurde und den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Fantasy-Sagas aller Zeiten bildet. Terry Goodkind lebt in Neuengland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 13.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641082451
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Sword of Truth, Confessor
    Größe: 717 kBytes
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Das Schwert der Wahrheit 11

1

Es war jetzt das zweite Mal an diesem Tag, dass eine Frau mit einem Messer auf Richard einstach.

Schlagartig hellwach durch den schockartigen Schmerz, packte er augenblicklich ihr knochendürres Handgelenk und konnte dadurch gerade noch verhindern, dass sie ihm den Oberschenkel aufschlitzte. Ein schäbiges, bis zum Hals zugeknöpftes Kleid bedeckte ihren hageren Körper. Im matten Schein der fernen Lagerfeuer konnte Richard erkennen, dass das rechteckige, ihren Kopf bedeckende und unter ihrem kantigen Kinn zusammengebundene Tuch offenbar aus einem ausgefransten Fetzen Sackleinen bestand.

Trotz der zerbrechlichen Gestalt, der eingefallenen Wangen und des krummen Rückens hatte ihr Blick etwas Raubtierhaftes. Die Frau, die kurz zuvor an diesem Abend auf ihn eingestochen hatte, war schwerer und kräftiger gewesen. Aber auch ihre Augen hatten hasserfüllt geglüht.

Zudem war die schmale Klinge in der Hand der Frau vor ihm kleiner. Sie hatte eine äußerst schmerzhafte Stichwunde hinterlassen, doch hätte sie, wie es nach ihrer Art, das Messer zu halten, offenbar ihre Absicht gewesen war, seinen Oberschenkelmuskel durchtrennt, wäre das weit schlimmer gewesen. In der Armee der Imperialen Ordnung gab man sich nicht lange ab mit Sklaven, die durch eine Verletzung kampfunfähig geworden waren. Man hätte ihn einfach umgebracht. Vermutlich war das ohnehin ihr Plan gewesen.

Mit vor Zorn zusammengebissenen Zähnen packte er also das Handgelenk der sich heftig wehrenden Frau mit schraubstockartigem Griff, verdrehte ihr den Arm und bog die Faust mit den weiß hervortretenden Knöcheln nach oben, um die Klinge aus seinem Bein zu ziehen. Ein Blutstropfen troff von dessen Spitze.

Er hielt den Druck auf ihren Arm aufrecht, bis er ihr das Messer entwunden hatte und es sicher in der Hand hielt. Er wollte sie einfach los sein. Nachdem er sie entwaffnet hatte, stieß er sie von sich.

"Ihr werdet die Mannschaft Jagangs, des großen und ruhmreichen Kaisers, niemals besiegen. Hunde seid ihr – alle miteinander! Ihr alle hier aus der Neuen Welt seid nichts als gottlose Hunde!", keifte sie und spuckte ihn an.

Richard maß sie mit durchdringendem Blick, um sicherzugehen, dass sie nicht noch ein Messer zog und ihre Attacke wiederholte. Dann sah er sich auf beiden Seiten nach Komplizen um. Nicht weit entfernt, gleich hinter der kleinen Einfriedung für die Vorratswagen, standen ein paar Soldaten, doch die waren mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Die Frau schien allein gekommen zu sein.

Als sie Anstalten machte, ihn abermals anzuspucken, schlug Richard nach ihr. Mit einem erschrockenen Keuchen wich sie zurück. Jetzt, da er wach war und sich verteidigen konnte, hatte sie der Mut verlassen, auf ihn einzustechen, also wandte sie sich mit einem letzten hasserfüllten Blick ab und verschwand in die Nacht. Die schwere, an seinem Halsring befestigte Kette wäre gar nicht lang genug gewesen, um sie zu treffen, doch das hatte die Frau nicht gewusst, weshalb die Drohgebärde überzeugend genug ausfiel, um sie zu vertreiben.

In dem ausufernden Armeelager, in dem sie untergetaucht war, herrschte selbst mitten in der Nacht ein unablässiges geschäftiges Treiben, so dass es sie einer riesigen, niemals ruhenden Bestie gleich verschluckte.

Viele der Soldaten schliefen, andere dagegen schienen unablässig mit irgendwas beschäftigt, sei es mit dem Reparieren von Ausrüstungsteilen, der Herstellung von Waffen, dem Zubereiten oder Verspeisen von Mahlzeiten, oder aber mit Saufgelagen und dem Austausch derber Anekdoten an den Lagerfeuern. Damit vertrieben sie sich die Zeit, bis sich die nächste Gelegenheit zum Morden, Rauben und Plündern bot. Scheinbar die ganze Nacht hindurch maßen

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