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Das Schwert der Wahrheit 5 Die Seele des Feuers von Goodkind, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2012
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Schwert der Wahrheit 5

Ein atemberaubendes Epos über Verrat und Ehre, Rache und Liebe Die Liebe von Richard und Kahlan ist stärker als der Tod, stärker als das Schicksal, sogar stärker als das absolut Böse Terry Goodkind wurde 1948 in Omaha, USA, geboren und war nach seinem Studium zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1994 erschien sein Roman "Das erste Gesetz der Magie", der weltweit zu einem sensationellen Erfolg wurde und den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Fantasy-Sagas aller Zeiten bildet. Terry Goodkind lebt in Neuengland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 976
    Erscheinungsdatum: 31.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641082437
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Soul of the Fire
    Größe: 1029 kBytes
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Das Schwert der Wahrheit 5

1. Kapitel

I ch möchte zu gerne wissen, was die Hühner so unruhig macht", wunderte sich Richard.

Kahlan schmiegte den Kopf fester an seine Schulter. "Vielleicht ist jetzt ja auch noch dein Großvater hinter ihnen her." Als er nichts darauf erwiderte, legte sie den Kopf in den Nacken und blinzelte ihn im schwachen Schein des Feuers an. Er beobachtete aufmerksam die Tür. "Vielleicht sind sie auch schlecht gelaunt, weil wir sie den größten Teil der Nacht wach gehalten haben."

Richard schmunzelte und gab ihr einen Kuß auf die Stirn. Das kurze Zetern auf der anderen Seite der Tür hatte aufgehört. Bestimmt hatten die Kinder des Dorfes in ihrer unverminderten Ausgelassenheit wegen der Hochzeitsfeierlichkeiten die Hühner von ihrem Lieblingsschlafplatz auf der niedrigen Mauer draußen vor dem Seelenhaus verscheucht.

Leise Klänge fernen Lachens, von Gesprächen und Gesang wehten zu ihrem stillen Schlupfwinkel herüber. Der Duft von Räucherstäbchen, die stets im Kamin des Seelenhauses abgebrannt wurden, vermischte sich mit dem Schweißgeruch der Leidenschaft und dem würzig-süßen Aroma von gerösteten Paprika und Zwiebeln. Einen Augenblick lang betrachtete Kahlan den Widerschein des Feuers in seinen grauen Augen, dann lehnte sie sich wieder zurück in seine Arme und wiegte sich sanft zu den Klängen der Trommeln und Boldas.

Kratzhölzer schabten über die in die hohlen, glockenförmigen Boldas geritzten Kerben und erzeugten eine unheimliche, berückende Melodie, die auf ihrem Weg hinaus in das Grasland in die Abgeschiedenheit des Seelenhauses drang und die Ahnenseelen zu den Feierlichkeiten willkommen hieß.

Sich streckend fischte Richard sich ein rundes, flaches Stück Tavabrot von dem Servierteller, den sein Großvater Zedd ihnen gebracht hatte. "Es ist noch warm. Möchtest du etwas?"

"So schnell schon langweilt Euch Eure neue Gemahlin, Lord Rahl?"

Richards zufriedenes Lachen zauberte ihr ein Lächeln auf die Lippen. "Wir sind wirklich verheiratet, nicht wahr? Es war doch nicht alles nur ein Traum, oder?"

Kahlan mochte sein Lachen sehr. Oft hatte sie zu den guten Seelen dafür gebetet, daß er wieder lachen konnte - daß sie beide wieder lachen konnten.

"Ein Traum, der einfach Wahrheit wurde", meinte sie leise.

Mit sanfter Gewalt entwand sie ihm das Tavabrot und gab ihm einen langen Kuß. Sein Atem beschleunigte sich, als er seine kräftigen Arme um sie schlang. Ihre Hände glitten über die schweißbedeckten Muskeln seiner breiten Schultern, sie fuhr mit ihren Fingern durch sein dichtes Haargewirr und bot ihm stöhnend ihre Lippen dar.

Hier im Seelenhaus der Schlammenschen - in einer Nacht, die mittlerweile Ewigkeiten zurückzuliegen schien - war ihr zum allerersten Mal bewußt geworden, daß sie hoffnungslos in ihn verliebt war. Damals allerdings hatte sie ihre verbotenen Gefühle für sich behalten müssen. Bei jenem Besuch, nach zahlreichen Kämpfen, Mühen und Opfern, waren sie in die Gemeinschaft dieses abgeschieden lebenden Volkes aufgenommen worden. Bei einem späteren Besuch hatte Richard sie, nachdem er das Unmögliche vollbracht und den Bann des Verbots gebrochen hatte, hier im Seelenhaus gebeten, seine Frau zu werden. Und jetzt, endlich, hatten sie ihre Hochzeitsnacht im Seelenhaus der Schlammenschen verbracht.

Es war zwar eine Liebesheirat, eine reine Liebesheirat, trotzdem besiegelte ihre Hochzeit gleichzeitig den förmlichen Zusammenschluß der Midlands und D'Haras. Wären sie in einer der großen Städte der Midlands getraut worden, wäre das Ereignis zweifellos ein unvergleichliches, prächtiges Spektakel geworden. Prunkvolles Zeremoniengehabe kannte Kahlan zur Genüge. Deshalb fand sie es um so schöner, daß diese aufrichtigen und arglosen Menschen hier ihre Lauterkeit und ihre einfachen Beweggründe, getraut werden zu wollen, verstanden. Die fröhliche Hochzeit, die sie unter ihnen im Herzen verbundenen Menschen gefeiert hatten,

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