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Deinoid XT 4: Götterdämmerung von Müller, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.08.2017
  • Verlag: Verlag Peter Hopf
eBook (ePUB)
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Deinoid XT 4: Götterdämmerung

Nach der Rückkehr von Pulvis ist für das Team um Lyandra Bridges nichts mehr, wie es einmal war. Das Treffen mit den Deinoiden hat alle nachhaltig verändert. Reg Harting hadert mit dem Bündnis zwischen Menschen und Deinoiden und Jayla, Lyandras jüngerer Schwester, steht eine harte Prüfung bevor. Schnell wird klar, dass die Lösung ihrer Probleme nicht auf der Erde, sondern nur auf Pulvis zu finden sind. Doch auch dort ist die Zeit nicht stehen geblieben. Für die Deinoiden kommt es zur Götterdämmerung. Und dann wartet in den Tiefen des Alls noch ein gemeinsamer Gegner: die Yugashon.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 89
    Erscheinungsdatum: 18.08.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863052393
    Verlag: Verlag Peter Hopf
    Größe: 1332 kBytes
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Deinoid XT 4: Götterdämmerung

Kapitel 1

Lyandra Bridges blickte auf das Hauptdisplay. Wenn sie den Anzeigen Glauben schenkte, und es gab keinen Grund, das nicht zu tun, dann würde die Lunatic in weniger als einer Stunde auf der Erde landen.

Zuhause, dachte sie mit einem Anflug von Sarkasmus.

Es fühlte sich nicht so an, als würde sie nach Hause kommen. Was vor allem daran lag, dass sie kein wirkliches Zuhause hatte. Klar, es gab eine Wohnung, in die sie gehen konnte, aber war das wirklich eine Heimat?

Heimat ist, wo das Herz ist, sagte man. Und ihr Herz hing nicht an diesen vier Wänden.

Sie teilte sich die Wohnung zwar mit ihrer Schwester Jayla, die für sie ihre Familie war, aber es war trotzdem kein Ort, zu dem es sie hinzog oder an dem sie sich besonders wohlfühlte. Es war einfach nur eine Unterkunft. Etwas, das man halt hatte.

Die Wohnung lag in Kapstadt, dem Sitz ihres Arbeitgebers, der BRIACO. Der Konzern hatte sie ihr auch zur Verfügung gestellt und bezahlte die Miete. Der Grund war nicht das soziale Gewissen der Firma. Man wollte die Angestellten einfach in der Nähe haben. Abrufbereit.

Die Wohnung war nicht mehr als eine Bleibe, in der sie ein paar Tage verbrachte, wenn sie gerade keinen Auftrag für das gigantische multinationale Unternehmen ausführte.

Wobei sie sich schönere Plätze auf der Erde vorstellen konnte, an denen es sich leben ließ. Kapstadt mit seinen über sieben Millionen Einwohnern war ein gigantischer Moloch. Das war gut, wenn man anonym bleiben und wenig mit den nächsten Nachbarn zu tun haben wollte. Und es war schlecht, wenn man einen gewissen Wert auf Privatsphäre und Platz legte.

Seit große Teile Nordeuropas durch den Klimawandel versunken waren, zog es die Menschen nach Afrika. Früher der Kontinent, von dem die Menschen flohen, war es heute anders herum. Besonders rund um die Sitze der großen Konzerne gab es verstärkt Ansiedlungen.

Auf der einen Seite die Menschen, die Arbeit suchten und sich damit ein gutes Leben aufbauen wollten. Auf der anderen Seite diejenigen Subjekte, die von der Arbeit der anderen leben und deren Früchte ernten wollten.

Obwohl Lyandra sich weder in Kapstadt noch in ihrer Wohnung besonders wohl fühlte, sehnte sie sich nach ein paar ruhigen Tagen in ihren vier Wänden. Doch bevor sie sich zurückziehen konnte, stand noch ein Termin an.

Jendram Prakash, ihr direkter Vorgesetzter, wartete auf ihren Bericht darüber, was auf X-Zeta-1, auch genannt Pulvis, geschehen war. Genau das war es, was ihr Magenschmerzen bereitete. Im Kopf war sie die Sätze, die sie sagen wollte, wieder und wieder durchgegangen. Hatte sich die Worte eingeprägt, wie eine Rede, die sie halten musste.

Wie eine Lüge, die ich aufrechterhalten muss.

Unwillkürlich schüttelte sie den Kopf. Mit Sicherheit hatte Prakash nicht geahnt, was sie und ihr Team auf Pulvis entdecken würden. Er hatte andere Absichten gehabt, als er ihnen den Auftrag erteilte, bis zum äußersten Rand der menschlichen Besiedlungszone zu fliegen. Genau dort lag Pulvis. Fernab von der Erde. Ein verdammt gutes Versteck.

Sie grinste. Zumindest war es das gewesen, bis sie dort gelandet waren. Mitten in einem Wespennest.

Jendram Prakash war Geschäftsmann. Was ihn interessierte, waren Zahlen und Fakten. Die würde sie ihm liefern. Allerdings würden sie ihm nicht gefallen.

Ihr Auftrag hatte gelautet, zu überprüfen, ob auf dem Kolonieplaneten seltene Erze und Metalle gewinnbringend abgebaut werden konnten. Das war keine neue Überlegung. Vor Jahrhunderten schon hatte man begonnen, auf Pulvis Minen zu eröffnen. Doch nach der Rebellion der Digger hatte man die Pläne verworfen, das Projekt war noch vor dem offiziellen Beginn eingestampft worden.

Seitdem hausten auf Pulvis Menschen, die mit der Erde nicht mehr viel zu tun hatten.

Glücksritter, die darauf hofften, auf Pulvis das große Los zu

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