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Der ewige Krieg Roman von Haldeman, Joe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2010
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der ewige Krieg

Endloser Kampf Krieg. In gigantischen Raumschiffen werden die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von einem Gefecht zu anderen befördert. Doch während es für sie immer nur einige Monate dauert, vergehen auf der Erde Jahrhunderte. Einer der bedeutendsten Antikriegsromane, die je geschrieben wurden - neu übersetzt nach der vom Autor überarbeiteten und erweiterten Fassung. Mit einem Vorwort von Ben Bova. Joe Haldeman, 1943 in Oklahoma City geboren, studierte Physik, Astronomie, Mathematik und Informatik an den Universitäten von Maryland und Iowa. 1967 wurde er zum Militär eingezogen und nach Vietnam geschickt. Die schrecklichen Erlebnisse in diesem Krieg, aus dem er schwer verwundet zurückkehrte, haben ihn zutiefst geprägt und sein Schreiben maßgeblich beeinflusst. Mit zahlreichen preisgekrönten Romanen und Erzählungen hat er sich als einer der bekanntesten SF-Autoren unserer Zeit etabliert, der wesentlich an der Renaissance der naturwissenschaftlich-technisch orientierten Science Fiction mitwirkte. Darüber hinaus hat er sich als Bühnenautor einen Namen gemacht. Joe Haldeman lebt mit seiner Frau Gay in Ormond Beach, Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 23.06.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641042899
    Verlag: Heyne
    Serie: Der ewige Krieg Bd.1
    Originaltitel: The Forever War
    Größe: 2156 kBytes
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Der ewige Krieg

3 U ngefähr einen Monat später verließen wir die Erde, um als Krönung unserer Ausbildung ein paar Manöver auf dem Planeten Charon durchzuführen. Obgleich er sich seinem Perihel näherte, war er von der Sonne noch immer doppelt so weit entfernt wie Pluto selbst. Der Transporter war ein umgebauter "Viehwaggon", wie sie zur Beförderung von zweihundert Kolonisten samt einem Sortiment von Tieren und Pflanzen verwendet wurden. Das hieß noch lange nicht, daß wir es bequem hatten, weil wir nur halb so viele waren. Der größte Teil des Platzes wurde für zusätzliche Reaktionsmasse und Geschütze benötigt. Die ganze Reise dauerte drei Wochen. Während der ersten Hälfte dieser Zeit beschleunigte das Schiff mit zwei Ge, während der zweiten verlangsamte es. Als wir am Pluto-Orbit vorbeidüsten, hatten wir mit etwa einem Zwanzigstel der Lichtgeschwindigkeit unser Spitzentempo erreicht – etwas zu wenig, als daß die Relativität ihre Kapriolen schlagen konnte. Drei Wochen lang das Doppelte des normalen Gewichts mit sich herumzuschleppen – das ist kein Honiglecken. Dreimal täglich machten wir vorsichtige Leibesübungen nach Programm, den Rest der Zeit verbrachten wir vorwiegend in der Horizontalen. Dennoch gab es mehrere Knochenbrüche und schmerzhafte Verrenkungen. Die Männer mußten Suspensorien tragen, damit diverse Teile nicht am Boden schleiften. An Schlaf war kaum zu denken. Alle litten unter Alpträumen, in denen sie zu ersticken glaubten oder plattgewalzt wurden. Und man mußte sich in regelmäßigen Abständen umdrehen, um Wundliegen und Blutansammlungen zu verhindern. Ein Mädchen war schließlich so erschöpft, daß sie es verschlief und nicht mitbekam, wie sich eine Rippe durch die Haut bohrte. Ich war zuvor schon mehrmals im Raum gewesen, und so empfand ich pure Erleichterung, als der Bremsvorgang endlich stoppte und wir in den freien Fall übergingen. Aber manche der Leute befanden sich zum ersten Mal draußen – wenn man das Mondtraining nicht mitzählte – und litten unter Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Wir anderen schwebten mit Schwämmen und Flüssigkeitssaugern durch die Quartiere, um die teilverdauten Brocken "Konzentrat, proteinreich, Rindfleischgeschmack auf Sojabasis" einzufangen. Wir hatten einen guten Blick auf Charon, als wir den Orbit verließen und tiefergingen, doch gab es nicht allzuviel zu sehen, nur eine düstere, trübweiße Scheibe mit ein paar dunklen Streifen und Flecken. Wir landeten etwa zweihundert Meter neben der Basis. Ein Raupenfahrzeug mit Druckkabine kam auf die Fähre zugekrochen und koppelte an die Schleuse, so daß wir keine Schutzanzüge brauchten. Scheppernd und quietschend rollte es zum Hauptgebäude, einem phantasielosen Kasten aus grauem Kunststoff. Die Wände im Innern hatten die gleiche triste Farbe. Der Rest der Kompanie lungerte an Schreibtischen herum und unterhielt sich. Ich sah, daß neben Freeland ein Platz frei war. "Na, Jeff – geht's wieder?" Er wirkte immer noch ein wenig käsig. "Wäre den Göttern dran gelegen gewesen, daß der Mensch den freien Fall überlebt, dann hätten sie ihm einen Schlund aus Gußeisen verpaßt." Er seufzte schwer. "Das Schlimmste ist vorbei. Aber ich sehne mich nach einer Zigarette." "Kann ich verstehen." "Dir scheint es wenig ausgemacht zu haben. Warst wohl schon mal draußen, wie?" "Ja. Für meine Examensarbeit über das Vakuumschweißen. Drei Wochen in der Erdumlaufbahn."

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