text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Fluch der Sibyllen Die Jagd ist eröffnet (Der Roselore-Orden) von Hades, Mina (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Fluch der Sibyllen

Schottland, Ende des 19. Jahrhunderts Die Jagd ist eröffnet Alfie Burland hat einen einfachen Auftrag: Finde das mörderische Wesen, das ein kleines schottisches Dorf terrorisiert, und eliminiere die Gefahr. Doch schon auf dem Hinweg muss er feststellen, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Esther Kirk besitzt die unwillkommene Gabe, in Zukunft und Vergangenheit blicken zu können. Eine Fähigkeit, die sie zu einer Gejagten macht. Sie kann nur hoffen, dass die Agenten des Ordens auf ihrer Seite stehen und sie nicht - um ihren eigenen Hals zu retten - an einen uralten Vampir ausliefern. Der Roselore-Orden Erst vor einigen Jahren von Professor Blood und Queen Victoria gegründet, sucht der Geheimbund nach einem Heilmittel für eine heimtückische Seuche, die Großbritannien heimsucht: Vampirismus. In der Zwischenzeit beschützen die Agenten die Bevölkerung vor sämtlichen anderen übernatürlichen Wesen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736884236
    Verlag: BookRix
    Größe: 919 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Fluch der Sibyllen

2

Alfie verzweifelte langsam. Seit er für den Orden arbeitete, hatte er schon so einige seltsame Kreaturen getroffen. Jede Begegnung flößte ihm Angst ein.

Er liebte jede Sekunde.

Er sah in Unbekanntem eine Herausforderung.

Leider verflog die gute Stimmung, wenn man sich an den Gegner nur vage erinnern konnte. Wie kämpfte man gegen einen Gegner, dessen Schwächen man nicht kannte?

Sein Fehler lag darin, die Mission als noch nicht begonnen zu betrachten. Er sollte lediglich ein paar ungeklärte Morde in der schottischen Einöde aufklären. In der Gegend fand man blutleere Leichen. Ein sicheres Indiz für eine Vampir-Attacke.

Ein paar alte Zeitungen berichteten schon früher über unnatürliche Todesfälle in dieser Region. Eine Untersuchung war längst überfällig. In diesem kleinen Kaff versteckte sich mit Sicherheit kein Jahrhunderte alter Vampir. Wahrscheinlich war einer der Bewohner bei einem Ausflug nach Edinburgh oder Aberdeen gebissen worden und unbekümmert nach Hause zurückgekehrt, wo er sich jetzt von seinen Nachbarn ernährte.

Dieser Auftrag war eine Aufgabe für einen Anfänger. Sein Partner war unterwegs in den Süden und Alfie wollte die köstlichen Einzelheiten seiner Mission etwas früher erfahren. Er übernahm den Auftrag aus purer Langeweile.

Aber anstelle des Vampirs traf er diese ... diese Kreatur. Er konnte ihr nicht einmal einen Namen geben. Sie hatte ihn in eine Art Trance versetzt. Als er aufwachte, verblasste seine Erinnerung mit besorgniserregender Geschwindigkeit.

Er dachte erst, es wäre eine Sie gewesen. Dann wollte er an die Farbe denken. Er war sicher, die Haut der Kreatur hatte eine besondere Tönung. Er konnte sie nicht mehr benennen. Im nächsten Moment war er sich auch nicht mehr über das Geschlecht sicher. Je größer seine Anstrengung, desto undeutlicher sein Wissen. Das war übel.

Er gab dem Wesen ein Versprechen, an so viel erinnerte er sich. Aber worüber? Es hatte etwas mit der jungen Frau vor ihm zu tun. Sie schien noch in der Trance zu stecken. Er schüttelte sie leicht an den Oberarmen.

"Miss? Hallo, aufwachen Kleines." Sie zeigte keine Reaktion. Plötzlich fing sie an zu schreien. "Ich muss doch sehr bitten! Es ist weit nach Mitternacht."

Hinter der Kutsche kam noch ein Mädchen angelaufen. "Was haben Sie meiner Cousine angetan?"

Seine Ausbildung für den Kampf gegen Vampire war eine Sache. Aber wie wehrte man die schwachen Schläge einer Adoleszenten ab, ohne selbige dabei zu verletzen? Er hob die Hände in die Luft, um seine Unschuld zu signalisieren.

Das Mädchen wand sich ihrer Cousine zu. "Oh, sie hat einen ihrer Anfälle. Entschuldigen Sie vielmals." Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen stellte sie sich vor die Blondine und sah dieser beim Schreien zu.

"Wollen Sie dann nichts unternehmen, Miss ..."

"Sie wacht gleich auf. Fahren Sie ruhig weiter."

Das Mädchen machte auf ihn nicht den Eindruck, als wäre sie sonderlich beunruhigt. Er versuchte noch einmal ihren Namen zu erfahren, aber sie wich ihm aus.

Alfie liebte Rätsel.

Was trieben zwei junge Frauen allein im Wald? Um diese Uhrzeit? In dieser Kleidung? Dank seiner offenen Kutsche wusste er, dass es bis vor dreißig Minuten geregnet hatte. Die Luft war kühl, aber die Mädchen trugen keine Mäntel. Zu Fuß brauchte man mindestens noch eine Stunde bis ins nächste Dorf.

"In der Kutsche ist eine Decke, wenn Sie kalt haben. Unter der Sitzbank." Bevor sie ihn ablehnen konnte, fügte er rasch "Ich bestehe darauf" hinzu.

Er liebte diesen Satz. Er erfuhr mit ihm viel über sein Gegenüber. Wohlerzogene junge Damen gehorchten, alle unterhalb der Tochter eines Dorfschmieds verprügelten ihn dafür - zumindest verbal. Meistens.

Dieses Mädchen ignorierte ihn.

Ihre Cousine begann zu zittern. Er sah, wie ihre Beine nachgaben, und eilte, sie aufzufangen. Er flüsterte:

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen