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Der Fluch des Oryex von Büscher, Cindy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2014
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
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Der Fluch des Oryex

Die Schüler des Internats Oryex werden von Geburt an von der Außenwelt abgegrenzt. Sie haben einen strikten Tagesablauf und leben nach strengen Regeln, um sich auf ihre wichtige Rolle als Weltorganisatoren vorzubereiten. Während die Mehrheit der Schüler ihre Bestimmung akzeptiert, werden Destiny und Jason misstrauisch. Die beiden Freunde planen, gemeinsam mit allen Mitschülern aus dem Internat auszubrechen. Leider misslingt ihr Plan teilweise, weil nicht alle Schüler ihnen glauben. So kommt es, dass sich statt den 25 Schülern nur sechs mit dem Tagebuch des Professors in die 'freie' Welt aufmachen. Dort treffen sie auf faszinierende Personen und dunkle Geheimnisse, die mehr mit dem Internat zu tun haben, als ihnen lieb ist.

Cindy Büscher wurde 1995 in Biel geboren und lebt in Lyss in der Schweiz. Sie wuchs bilingual auf (Spanisch und Schweizerdeutsch) und hat eine Vorliebe für Sprachen. Sie spricht Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch. Derzeit studiert die Autorin Literatur und Linguistik auf Englisch und Spanisch an der Universität in Bern. 'Der Fluch des Oryex' ist der erste Teil ihrer Trilogie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 238
    Erscheinungsdatum: 05.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990385661
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 335 kBytes
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Der Fluch des Oryex

Kapitel 2

Ich erschien gerade noch rechtzeitig zum Unterricht. Professorin Bloomwood war gerade dabei etwas an die Tafel zu schreiben, als ich ins Klassenzimmer trat und mich wie üblich neben Eli setzte. Hinter mir saß Jason, der mir zuzwinkerte, als ich mich zu ihm umdrehte. Die Peinlichkeit von vorhin schien er schon wieder vergessen zu haben. Das war es, was ich an Jason so mochte, seinen Optimismus. Egal was passierte, ihn warf so schnell nichts und niemand aus der Bahn und er vergaß jede Art von Ärger schneller, als dass ich bis auf zehn zählen konnte. Seine ungebrochene Zuversicht war einer der Gründe, warum ich gerne meine Freizeit mit ihm verbrachte, denn er steckte auch mich mit seiner guten Laune an.

Er fuhr sich mit der Hand durch sein braunes Haar und sah mich aus diesen warmen braunen Augen an, so dass ich für einen Moment meinen Blick nicht von seinem abwenden konnte, weil sie mir ein Gefühl gaben, dass doch wieder alles in Ordnung sei.

"Gut", sagte Mrs. Bloomwood, die nun die Kreide von der Tafel senkte und sich wieder der Klasse zuwandte.

"Schreibt bitte diese Definitionen an der Tafel in eure Tagebücher ein. Sie werden euch später in eurem Leben als Weltorganisatoren oft begegnen, deshalb ist es wichtig, dass ihr sie auch lernt."

Während wir ihren Befehl befolgten und diese fleißig abschrieben, setzte sie sich hin und las in der Zeitung. Ich beneidete sie dafür, denn ich hätte auch gerne Zeitung gelesen, um zu erfahren, was außerhalb den Internatswänden geschah. Uns stand dies aber nicht zu.

Nur ab und zu kopierte Mrs. Bloomwood, die Sprachwissenschaften und geschichtliches Allgemeinwissen unterrichtete, für uns einige Artikel. Auch wenn wir auf Ausgang in der Stadt waren, konnten wir keine Zeitung in die Hände nehmen, denn unser Band, das wir ums Handgelenk tragen mussten, wenn wir uns außerhalb des Internatsareals befanden, hätte uns verraten. Ausgangszeiten waren immer nach der Schule von 16 bis 17:30 Uhr. Das waren meine Lieblingszeiten am Tag, denn da konnte ich die frische Luft einatmen, die uns sonst vorenthalten wurde. Während der Ausgangszeit war es uns erlaubt im Garten zu sein oder mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Weiter konnten wir nicht gehen, denn auch in diesem Fall hätte uns das Band verraten, mit dem sie uns lokalisieren konnten.

Ich versuchte mich darauf zu konzentrieren, was ich abzuschreiben hatte, aber es war nicht einfach, denn erstens waren die Definitionen so kompliziert formuliert, das man gerne abschweifen wollte, und zweitens hätte ich jetzt gerade lieber an andere Dinge gedacht als an diese Begriffe, wie Posten, Mentor usw. Mein größtes Problem war, dass ich extrem viel Fantasie hatte, viel mehr als die anderen Schüler. Ich dachte zum Beispiel manchmal daran, was ich wohl für einen Beruf ausüben würde, wenn ich die freie Wahl dazu hätte.

Als ich Theresa mal gefragt hatte, was sie gerne werden würde, wenn sie auswählen könnte, hatte sie geantwortet: "Mit so etwas verschwende ich meine Gedanken nicht. Es ist klar, dass ich eines Tages Weltorganisatorin werde, also warum sollte ich darüber nachdenken?"

Ich war damals ziemlich enttäuscht von dieser Antwort gewesen, denn ich hatte mir erhofft, mit Theresa über eine fantasievolle Traumzukunft sprechen zu können.

Auch Elis Antwort klang für mich nicht wirklich vielversprechend: "Ich weiß nicht. Ist doch okay, Weltorganisatorin zu sein. Uns wird viel Beachtung geschenkt und die Menschen werden enormen Respekt vor uns haben. Ich hoffe, dass wir wie die Stars auf den roten Teppich gehen können, in langen glänzenden Abendkleidern! Und dann die vielen Fotografen um uns herum ...!"

Ich wollte sie dieser Vorstellung nicht berauben, weswegen ich meinen Mund hielt, aber ehrlich gesagt, war ich mir da nicht so sicher, ob d

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