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Der Fluch des Verlangens Roman von Frost, Jeaniene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.10.2018
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Der Fluch des Verlangens

In den falschen Händen kann Liebe tödlich sein ...
Ehemals fühlte er nichts und hatte nichts zu verlieren - doch seit Vlad Tepesh Leila gefunden hat, ist alles anders. Seine Liebe zu ihr macht ihn verletzlich, und ihr Leben steht auf dem Spiel. Denn ein mächtiger Fluch bindet Leila an den Totenbeschwörer Mircea. Stirbt er, so stirbt auch sie. Leila und Vlad versuchen, den Bann zu durchbrechen, aber sie sind auf sich allein gestellt, denn ihre engsten Verbündeten drohen, sich gegen das Paar zu wenden - und ihre Liebe für immer zu zerstören.

Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 22.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641235147
    Verlag: Penhaligon
    Serie: Night Prince .4
    Originaltitel: Into the Fire (Night Prince 4)
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Der Fluch des Verlangens

1

Fliegend durch den Wald zu rasen ist weniger gefährlich, als es aussieht. Das jedenfalls redete ich mir ein, wenn ich doch ab und zu mal die Augen aufmachte. Die meiste Zeit hielt ich sie geschlossen. Nicht nur, weil es so einfacher war, die telepathische Verbindung zu dem Mann aufrechtzuerhalten, hinter dem wir her waren, sondern auch, damit ich nicht mitbekam, wie dicht Vlad uns an den zahllosen Bäumen vorbeisteuerte, während er mit mir durch die dicht bewaldete Landschaft rauschte.

So einen Zusammenstoß überlebst du schon, beruhigte ich mich selbst. Wir waren beide Vampire, sodass fast jede unserer Verletzungen binnen Sekunden verheilte, aber ich hoffte trotzdem, dass ich heute nicht mehr herausfinden müsste, wie schmerzhaft es war, wenn man mit über hundertfünfzig Stundenkilometern in einen Baum bretterte. Was Schmerzen anging, hatte ich ohnehin schon mehr Erfahrung als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben gesammelt und wollte mein diesbezügliches Wissen auch nicht ausweiten.

"Ist Branson noch auf dem Gut?", brüllte Vlad gegen den Wind an.

Ich ließ die Finger über die Gürtelschnalle gleiten, die ich die ganze Zeit über in der Hand gehalten hatte. Sie hatte einmal Branson gehört, und der machte gemeinsame Sache mit Vlads Neffen/Stiefsohn/inzwischen schlimmstem Feind, Mircea. Wir waren bereits seit Monaten hinter ihm her, konnten ihn aber einfach nicht aufspüren. Branson war bisher unsere beste Verbindung zu ihm, und bald würden wir auch herausfinden, was genau er über Mircea wusste.

Ich konzentrierte mich auf die Essenzspur, die Branson auf der Gürtelschnalle hinterlassen hatte, bis mein innerer Fokus geschärft war. Als ich der Spur zu ihrem Ursprung gefolgt war, veränderte sich alles um mich herum, bis ich quasi zwei ganz verschiedene Realitäten vor mir sah. Ein Teil von mir nahm weiter den Wald wahr, durch den wir flogen, während der Rest meines Bewusstseins sich in einem langen, prächtig ausgestatteten Raum mit hoher Decke und großen prunkvollen Gemälden an beiden Wänden wiederfand.

"Ja. Er läuft jetzt hektisch hin und her und schaut immer wieder auf sein Handy."

Ich konnte spüren, wie Vlads leises Lachen an meiner Stirn vibrierte, und es lag eindeutig etwas von einem raubtierhaften Knurren darin. "Er wird nicht lange auf eine Antwort von mir warten müssen."

Damit tauchten wir aus dem Wald auf. Ich kappte die telepathische Verbindung, um das imposante Gebäude betrachten zu können, das ich bisher lediglich in kurzen Ausschnitten vor meinem geistigen Auge gesehen hatte. Das stattliche Anwesen war ganz aus grauem Stein gebaut, das Hauptgebäude über zwei Stockwerke hoch, während altertümlich anmutende Wachtürme über dem Tor aufragten. Die Stadt war durch die hohen Bäume nicht zu sehen, und die weitläufigen Ländereien sorgten dafür, dass auch alle anderen Zeichen von Zivilisation in der Ferne verschwanden, sodass man sich vorkam, als wäre man um einige Jahrhunderte in der Zeit zurückgereist.

Da Vlad im vierzehnten Jahrhundert geboren war, fühlte er sich in dieser mittelalterlichen Kulisse sicher ganz wie zu Hause. Mit meinen sechsundzwanzig Lenzen erging es mir da anders.

Vlad verlangsamte sein Tempo und landete auf dem ordentlich gestutzten Rasen, der die Festung umgab.

"Bleib hier", wies er mich an, während er in Richtung Tor strebte.

Ich dachte gar nicht daran. "Welchen Teil von 'Wir machen das gemeinsam' hast du mit 'Lass Leila zurück' übersetzt?", zischte ich. Ich musste leise reden, da wir hier nicht die Einzigen mit übernatürlichem Gehör waren.

Da brach Vlads Aura durch seine inneren Schilde. Und obwohl er gerade mal ein winzig kleines Teilchen seiner Macht freigesetzt hatte, fühlte ich mich, als wäre mein Unterbewusstsein verbrüht worden. Jeder andere, der den legendären Vlad Tepesch, den "Pfähler", alias Dracula, alias Nenn-ihn-unter-keinen-Umständen-Dracula-wenn-dir-dein Leben-lieb-ist derar

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