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Der Goblin-Held von Hines, Jim C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Der Goblin-Held

Erleben Sie die Goblins von ihrer quirligsten Seite!

Exklusiv in diesem E-Book: 'Das Blaue Kadaverkorps' - eine auf Deutsch bisher unveröffentlichte Kurzgeschichte, in der Goblin-Held Jig eine Armee blauen Todes schafft.

Außerdem diesem Sammelband: Vier weitere Abenteuer mit Jig dem Goblin - Hochspannung, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Ob es um ein Goblin-Schlaflied, einen Drachenmeister oder gar Hirn-Burger geht, Hines zeigt sein volles Spektrum und beweist, dass er zu Recht zu den besten Fantasy-Autoren der Gegenwart zählt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 12.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732509195
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 1378 kBytes
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Der Goblin-Held

OHRENSAUSEN

J ig lutschte die letzten Tropfen Echsenfischsaft vom Stock ab. Noch ein paar solcher Tage, und er wäre so hungrig, dass er seinen eigenen Arm essen würde.

Er war selbst schuld, weil er Lurok nichts von dem Aaswurm in dessen Nachttopf erzählt hatte. Jig war zwar nicht der einzige Goblin, der den langen, segmentierten Aasfresser in den Topf hatte klettern sehen; er war nur der kleinste und daher das leichteste Ziel für Luroks Zorn.

Wenn Lurok ihn weiterhin von den Mahlzeiten wegjagte, dann würde Jig noch kleiner werden. Die Fleischfasern, die er von weggeworfenen Bratspießen ergatterte, reichten kaum, um ihn am Leben zu halten.

Jig führte sich das saubere Ende des Bratspießes ins Ohr. Lurok hatte heute Morgen einen Dreckklumpen nach ihm geworfen, und etwas davon war darin stecken geblieben.

Endlich.

Die Stimme kam aus seinem Ohr. Jig jaulte auf und schlug sich dann die freie Hand vor den Mund. Eigentlich sollte er hier in der Dunkelheit der alten Lagerhöhle sicher sein, aber wenn Lurok herausfand, wo er sich versteckt hielt ...

Jig drückte den Stock fester hinein und wackelte damit herum. Der Druck in seinem Ohr war schlimmer geworden, als dehne sich der Dreck aus.

Lass mich frei!

Jig fuhr zusammen. Der Stock zerbrach. Und eine Flut grünen Lichts nahm die Gestalt einer leuchtenden Menschenfrau an.

Sie machte einen Buckel wie eine Tunnelkatze. "Endlich errettet aus ewiger Gefangenschaft -" Sie entdeckte Jig, und ihre Stimme wurde zu einem Kreischen. "Von einem verfluchten Goblin?"

"Es war ein Unfall!" Jig steckte den zerbrochenen Stock in seinen Gürtel und wich zurück.

Die Frau war groß und schlank und trug eine schwere Robe, um deren Ärmelaufschläge seltsame schemenhafte Schriftzeichen liefen. Wenn sie sich bewegte, schlug sie kleine Wellen wie eine lebende Pfütze. Jigs Sehvermögen war schon immer schwach gewesen, aber die verschwommenen Umrisse ihres Körpers verursachten ihm Kopfweh.

"Ich bin immer noch in diesem schrecklichen Berg, nicht wahr?", fragte sie. "Wer bist du, und wie hast du meinen Zauberstab gefunden?"

"Jig." Er warf einen schnellen Blick auf den schweren, nach Moder riechenden Vorhang, der über dem Höhleneingang hing. Im Lichtschein, der von der Frau ausging, war der Schaden, den Schimmel und Wasser daran angerichtet hatten, deutlich zu sehen. Wäre Jig sicherer dort draußen bei den Goblins oder hier drin bei dem leuchtenden Menschen?

Sein Gürtel zuckte. Der zerbrochene Stock flog hoch und die Stücke blieben vor der Frau schweben.

"Du hast ihn zerbrochen?" Sie streckte die Hand aus, doch ihre Finger glitten durch die Holzstücke hindurch. "Du Idiot! Ich brauchte diesen Zauberstab, um den Fluch zu brechen!"

Jig seufzte. Natürlich gab es einen Fluch. Es gab immer einen Fluch. Bevor er antworten konnte, riss eine große blaue Hand den Vorhang zur Seite. "Ha! Wusste ich doch, dass ich Stimmen gehört habe!" Lurok betrat die Höhle. Lurok war ein echter Goblinkrieger: Seine blaue Haut spannte sich straff über den langen, strangartigen Muskeln; die Spitze eines Ohrs war vom Kampf mit einem Oger zerrissen; seine Fangzähne krümmten sich so weit nach oben, dass sie fast seine Augen berührten. "Ich werd dich lehren, abzuhauen wie ein - Was im Namen des haarigen Drachenarschs ist das?"

Jig machte sich nicht die Mühe, den anderen Goblin daran zu erinnern, dass Drachen keine Haare hatten, nur Schuppen.

"Ein Mädchen!", stellte Lurok fest. "Ein Menschenmädchen!" Er zog seine Waffe, eine lange Keule, deren Ende mit spitzen Metallstücken gespickt war.

"Was für eine außerordentliche Wahrnehmungsgabe!", sagte das Gespenst. "Kann man es so weit abrichten, dass es ohne Hilfe frisst und die Teppiche nicht beschmutzt?"

Lurok knurrte wütend. Seine Keule zischte durch die Luft, dann durch das Gespenst und grub sich anschließend in ei

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