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Der Hexer - Folge 17-20 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer - Folge 17-20

4 Mal Horror-Spannung zum Sparpreis! Die Kultreihe von Starautor Wolfgang Hohlbein - vier HEXER-Romane in einem Sammelband. 'Im Bann des Puppenmachers' - Folge 17 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER. 'Haltet Euch bereit, Brüder.' Balestranos Stimme bebte vor Erregung, und auch die Bewegungen des alten Mannes hatten viel von der Ruhe verloren, die de Laurec immer so an ihm geschätzt und bewundert hatte. Seine Finger zitterten, als er langsam auf den niedrigen, altarähnlichen Tisch zutrat, und in seinen Augen stand ein Glitzern, das vielleicht nur Anspannung ausdrücken mochte. Vielleicht aber auch Angst. Angst vor dem, dachte de Laurec schauderte, was sich außer den sieben Großmeistern der Templer-Loge noch in dem kleinen, fensterlosen Raum aufhielt. Dem Geist des Satans. 'Das Mädchen aus dem Zwischenreich' - Folge 18 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER. 'Ratten!' John Penwicks Stimme zitterte in einer Mischung aus Triumph und grimmiger Befriedung, während er den Stiel seiner Schaufel immer und immer wieder auf die Ratte heruntersausen ließ. Das Tier war längst tot, aber Penwick schlug noch fast ein halbes Duzend Mal zu, ehe er die Schaufel endlich schweratmend sinken ließ, einen Schritt von dem frisch ausgehobenen Grab zurücktrat und sich kampflustig umsah. Seine schwieligen Hände umspannten den Schaufelstiel viel fester, als nötig gewesen wäre. 'Ratten!' sagte er noch einmal. 'Wie ich diese Biester hasse! Nicht einmal die Toten können sie in Frieden lassen.' 'Wenn der Stahlwolf erwacht ...' - Folge 19 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER. Der Mann war lautlos aus den Schatten einer Seitengasse getreten, in denen er gelauert und die Straße beobachtet haben musste. Jetzt stand er reglos da, wie eine grässliche Statue, die nur zu dem Zweck erschaffen worden war, jedes menschliches Leben, jedes menschliche Gefühl und jede Ähnlichkeit mit dem Wesen, nach dessen Vorbild sie gefertigt worden war, zu verhöhnen. Von den Füßen aufwärts bis zu den Schultern war er ein ganz normaler Mensch; ein massiger Mann mittleren Alters, in einfache zerschlissene Hosen und eine schwarze Arbeitsjacke gekleidet. Doch auf den breiten, leicht vorgebeugten Schultern ruhte der spitz, von drahtigen braunem Fell bedeckte Schädel einer Ratte. 'Engel des Bösen' - Folge 20 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER. Das rote, flackernde Licht der Fackel schien den toten Schädel in Blut zu tauchen, und die zuckende Schatten der hin und her tanzenden Flamme füllten die leeren Augenhöhlen mit scheinbarem Leben. Nur scheinbar? Howard erstarrte. Die Fackel in seiner Hand begann zu zittern. Ganz plötzlich bewegte sich der Schädel! Ein helles, schabendes Geräusch drang durch den grauen Knochen, und mit einem Male rollte der Totenschädel zur Seite, wippte noch ein paarmal hin und her, und der Unterkiefer klappte zu einem hässlichen Grinsen herab. Aus dem offenstehenden Mund des Schädels kroch eine haarige, schwarze Ratte und huschte davon...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 01.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732515721
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2366 kBytes
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Der Hexer - Folge 17-20

" R atten!" John Penwicks Stimme zitterte in einer Mischung aus Triumph und grimmiger Befriedigung, während er den Stiel seiner Schaufel immer und immer wieder auf die Ratte hinuntersausen ließ.

Das Tier war längst tot, aber Penwick schlug noch fast ein halbes Dutzend Mal zu, ehe er die Schaufel endlich schwer atmend sinken ließ, einen Schritt von dem frisch ausgehobenen Grab zurücktrat und sich kampflustig umsah. Seine schwieligen Hände umspannten den Schaufelstiel viel fester, als nötig gewesen wäre.

"Ratten!", sagte er noch einmal. "Wie ich diese Biester hasse! Nicht einmal die Toten können sie in Frieden lassen."

"Ganz besonders die nicht", sagte Rowland, sein Begleiter und Kollege. "Die haben sie zum Fressen gern, weißt du?", fügte er spöttisch hinzu.

Wie Penwick war auch er ein Mann jenseits der fünfzig, und wie er war er von kleinem, stämmigem Wuchs, jedoch früher ergraut; sein linkes Bein war etwas kürzer gewachsen als das andere, und auch sein linker Arm wies bei genauerem Hinsehen eine leichte Beeinträchtigung auf. Anders als Penwick hatte er Zeit seines Lebens als Totengräber auf dem kleinen Friedhof von St. Aimes gearbeitet; die einzige Beschäftigung, die ein Krüppel wie er in einem an Arbeit nicht reich gesegneten Land finden konnte, ohne dabei ständig schief angesehen oder verlacht zu werden.

"Verdammte Biester!", murrte Penwick, spie aus und stieß die tote Ratte mit der Fußspitze über den Rand der zwei Meter langen und ebenso tiefen Grube, die Rowland und er im Laufe des Nachmittags ausgehoben hatten. "Die Vorstellung, dass ich selbst eines Tages da unten liegen und von diesen Viechern angeknabbert werden könnte, macht mich jetzt schon krank."

"Bloß keine Angst", erwiderte Rowland grinsend. "So ein Sarg ist ganz schön stabil. Bis sie sich durchgefressen haben, haben die Würmer schon das Gröbste erledigt."

Er kicherte, als er sah, wie Penwicks Gesicht bei dieser Vorstellung einen deutlichen Ton heller wurde, sah noch einmal zu der toten Ratte auf dem Grund des frisch ausgehobenen Grabes hinab und spähte dann mit schräg gehaltenem Kopf in den Himmel. Es wurde früh dunkel an diesem Abend, und vom nahen Meer trieben schwere, bauchige Regenwolken heran. Es war kalt. Zu kalt für einen August, selbst für die Kummer gewöhnten Bewohner der englischen Kanalküste.

"Machen wir Schluss für heute", sagte er. "Die Beerdigung ist morgen erst um elf. Den Rest können wir vorher erledigen."

Penwick schien widersprechen zu wollen, besann sich dann aber eines Besseren und schwang sich die Schaufel wie ein Gewehr über die linke Schulter.

Nebeneinander gingen die beiden Männer zwischen den verwilderten Grabreihen des kleinen Friedhofes hindurch auf den windschiefen Schuppen zu, der verborgen hinter einer Hecke am jenseitigen Ende des Geländes stand.

Rowland zog einen übergroßen, rostigen Schlüssel aus der Tasche, sperrte die Tür auf und riss ein Streichholz an, mit dem er die Kerze direkt neben dem Eingang entzündete.

Der flackernde Lichtschein enthüllte ein Durcheinander von Eimern, Blumentöpfen, Schubkarren, halbfertigen Grabsteinen und verwitterten Platten, unordentlich übereinandergeworfenen Werkzeugen und grauen Leinensäcken. Rowland runzelte die Stirn. Das tat er immer, wenn er den Schuppen betrat.

Irgendwann, dachte er, würde er diesen Raum, der ihnen gleichzeitig als Umkleideraum wie Werkzeugkammer diente, aufräumen. Aber das nahm er sich schon seit Jahren vor.

Die beiden Männer zogen sich schweigend um, verstauten ihre Werkzeuge und verließen den Schuppen wieder. Die Dämmerung begann sich wie ein graues Leichentuch über das Land zu senken, als sie das Friedhofstor durchschritten und sich auf der Landstraße nach Osten wandten, dem wenige hundert Schritte entfernten Ortseingang von St. Aimes zu.

Plötzlich blieb Rowland stehen, klopfte suchend mit der Hand auf die Tasche seiner groben s

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