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Der Hexer - Folge 21-24 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer - Folge 21-24

4 Mal Horror-Spannung zum Sparpreis!

Die Kultreihe von Starautor Wolfgang Hohlbein - vier HEXER-Romane in einem Sammelband.

'Im Land der GROSSEN ALTEN' - Folge 21 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER.
Das Ungeheuer stampfte heran- ein Berg aus Fleisch und Zähnen und grauen Panzerplatten. Die dreifingrigen, krallenbewehrten Pranken waren gierig ausgestreckt, und das gewaltige Maul klappte auf und zu wie eine überdimensionale Bärenfalle. Unter den Schritten des Giganten bebte die Erde, und in seinen kleinen, seelenlosen Augen loderte die einzige Gefühl, zu dem ein Koloss wie er überhaupt fähig war: Hunger. Und die Beute, mit der dieser Tyrannosaurus seinen Hunger zu stillen gedachte, war ich...

'Der Clan der Fischmenschen' - Folge 22 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER.
Im letzten Licht des Tages betrachtet, das bereits von den ersten grauen Streifen der Dämmerung durchdrungen wurde, sah der See aus wie ein gewaltiger, runder Spiegel. Obwohl das rote Licht des Sonnenuntergangs den Eindruck von Wärme erweckte, strahlte die Wasserfläche einen Hauch eisiger Kälte aus, und das kaum hörbare Plätschern, mit dem die Wellen gegen das Boot schlugen klang in Jennifers Ohren wie das Wispern höhnischer, heller Stimmen. Aber vielleicht kam die Kälte auch aus ihr selbst, und vielleicht war das, was sie für ein böses Flüstern hielt, nur das Echo ihrer eigenen Angst. Sie wusste, dass sie die Nacht nicht überleben würde.

'Dagon - Gott aus der Tiefe' - Folge 23 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER.
Lautlos und elegant wie ein riesiger stählender Fisch glitt der Gigant durch die Wellen. Hier, Meilen vor der steil aufragenden Küste der Insel, regierte Einsamkeit und Schweigen; nur dann und wann durchbrach das Klatschen einer Welle das Raunen der Nacht, blitzte ein verirrter Lichtstrahl auf nachtschwarzen Stahl. Er hatte gewartet. Wochen hatten sich zu Monaten gereiht, während der Riese und die Männer in seinem metallenen Leib auf ihre Stunde harrten, nur dann und wann auftauchend wie Schemen, wenn sie unvermittelt zuschlugen. Er hatte gekämpft, aber all der Schrecken und Tod, den er verbreitete, war nicht mehr gewesen als die Vorbereitung auf die wirkliche Auseinandersetzung. Der eigentliche Kampf hatte noch nicht einmal angefangen. Er begann - jetzt!

'Wo die Nacht regiert' - Folge 24 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER.
Jenseits des zollstarken Glases herrschte immerwährende Nacht. Manchmal bewegten sich Schatten durch die Finsternis; große Dinge, die sich dem Auge nicht genau zu erkennen gaben, aber bedrohlich und böse wirkten. Dann wieder war es die Schwärze selbst, die sich bewegte: ein schwerfälliges mühsames Wogen und Gleiten, als wäre sie selbst ein sonderbares, finsteres Ding. Nemo schauderte. Es war kalt geworden im Salon der NAUTILUS; so kalt, dass sein Atem als flüchtiger grauer Nebel vor seinem Gesicht erschien. Das Wasser, das zu Millionen und Abermillionen Tonnen auf dem stählernen Leib der NAUTILUS lastete, saugte die Wärme aus dem Schiff. Aber es war nicht allein die Kälte, die ihn frösteln ließ. Sie würden nicht erfrieren. Sie würden tot sein, lange bevor die Temperaturen an Bord der NAUTILUS so tief gesunken waren, dass ein Leben an Bord des verlorenen Schiffes unmöglich wurde...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 326
    Erscheinungsdatum: 01.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732515738
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2382 kBytes
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Der Hexer - Folge 21-24

I m letzten Licht des Tages betrachtet, das bereits von den ersten grauen Streifen der Dämmerung durchdrungen wurde, sah der See aus wie ein gewaltiger, runder Spiegel. Obwohl das rote Licht des Sonnenunterganges den Eindruck von Wärme erweckte, strahlte die Wasserfläche einen Hauch eisiger Kälte aus, und das kaum hörbare Plätschern, mit dem die Wellen gegen das Boot schlugen, klang in Jennifers Ohren wie das Wispern höhnischer, heller Stimmen.

Aber vielleicht kam die Kälte auch aus ihr selbst, und vielleicht war das, was sie für ein böses Flüstern hielt, nur das Echo ihrer eigenen Angst.

Sie wusste, dass sie die Nacht nicht überleben würde.

Zum wahrscheinlich hundertsten Male, seit man sie in das kleine, ruderlose Boot gelegt und in die Mitte des Sees hinausgezogen hatte, versuchte sie sich aufzusetzen und zerrte dabei mit aller Kraft an den Fesseln, und zum ebensovielten Male war es vergebens. Die fingerdicken Hanfstricke waren fachkundig angelegt; von Männern, die wussten, was sie taten. Sie waren nicht einmal sehr fest, aber Jennifers Hand-und Fußgelenke waren trotzdem blutig gescheuert und schmerzten. Zu oft hatte sie versucht, sich von ihren Fesseln zu befreien.

Es war ihr nicht einmal gelungen, sich aufzusetzen.

Durch ihr verzweifeltes Hin- und Herwerfen in Bewegung gesetzt, begann das Boot auf den Wellen zu schaukeln. Jennifer erstarrte vor Schreck und hielt für einen Moment sogar den Atem an. Das Boot schaukelte noch einen Moment weiter. Jennifer wusste sehr wohl, dass es noch nicht an der Zeit war, nicht, solange die Sonne nicht vollends versunken und der Mond wie eine silberne Scheibe am Himmel aufgegangen war, aber es war nur ein Teil von ihr, der das wusste: der logische, überlegende Teil. Die andere Jennifer, das Mädchen, das wusste, dass es sterben würde und vor Angst halb wahnsinnig war, hörte Geräusche unter dem Plätschern der Wellen, die es nicht gab: ein dumpfes Brausen und Rauschen, als stiege ein kolossaler finsterer Körper aus den eisigen Tiefen des Lochs empor, ein schweres mühsames Atmen, das Plätschern, mit dem gewaltige flossenbewehrte Arme die Fluten teilten. War da nicht ein Reiben und Schaben unter dem Boot, ein Laut, der sie an das Kratzen horniger Fingernägel erinnerte? Klang der Rhythmus der Wellen nicht plötzlich anders, als wäre ein großer Körper irgendwo in der Nähe des Bootes aufgetaucht und störe das sanfte Hin und Her des Wassers?

Mit aller Macht kämpfte das schwarzhaarige Mädchen die aufsteigende Panik nieder, schloss die Augen und presste die Lider so fest aufeinander, dass es wehtat und farbige Kreise vor ihren Augen erschienen. Ihr Herz schlug noch immer wie rasend, aber zumindest im Moment hatte sie sich noch weit genug in der Gewalt, die Panik ein letztes Mal zurückzudrängen.

Als sie die Augen öffnete, war der See wieder normal. Die Geräusche, die sie umgaben, waren die des Wassers, mehr nicht, und das Einzige, vor dem sie Angst haben musste, war ihre eigene Furcht.

Aber sie wusste, dass das nicht so bleiben würde. Der Anteil von Grau in der Farbe des Himmels war größer geworden, und hinter den Wolken war eine verwaschene helle Scheibe aufgetaucht.

Der Mond. Bald würde das Licht der Sonne vollends erlöschen, der Mond würde herrschen wie ein böses kaltes Auge, und kurz darauf würde er erscheinen.

Dann würde sie sterben.

Jennifer dachte es ganz kalt. Sie war vor drei Wochen neunzehn geworden - eigentlich noch ein Kind, wenn man ihren Eltern glauben wollte -, und vielleicht war sie einfach zu jung, um zu begreifen, was das Wort "Tod" bedeutete. Sie hatte keine Angst davor. Sie hatte ihre eigene Philosophie, schon seit langer Zeit, und alles, was sie empfand, war eine gelinde Neugier, ob - und wenn ja, was - es danach geben würde.

Aber sie hatte panische Angst vor dem Sterben, vor dem, was er mit ihr tun würde, vor dem, was kommen würde, o

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