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Der Hexer - Folge 57-60 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer - Folge 57-60

4 Mal Horror-Spannung zum Sparpreis! Die Kultreihe von Starautor Wolfgang Hohlbein - vier HEXER-Romane in einem Sammelband. 'Geistersturm' - Folge 57 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER. Auf den ersten Blick war es ein Moor wie jedes andere auch. Gasblasen zerplatzten mit leisem Blubbern und verströmten einen schwachen, aber trotzdem durchdringenden Fäulnisgestank. Ein paar verkrüppelte Bäume und Büsche hatten ihre Wurzeln in den morastigen Untergrund gekrallt. Feuchtigkeit hing in grauen Schwaden über dem Boden. Äußerlich gab es keinen Unterschied zu Dutzenden anderen Sumpfgebieten. Doch nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wirkte es furchteinflößend. Und mehr noch als das: gefährlich! Und es wirkte nicht nur so... 'Hochzeit mit dem Tod' - Folge 58 - die letzte Episode der ursprünglich als eigenständige Romanheftreihe erschienenen Titel von DER HEXER. Die Kathedrale war bis auf den letzten Platz besetzt, und überall in der Menge entdeckte ich vertraute Gesichter. Es war ein sehr angenehmes Gefühl, zum ersten Male seit so langer Zeit wieder unter Freunden zu sein. Mary Winden war ebenso da wie Howard, Rowlf, Nemo, Harvey und Dr. Gray, Kapitän Bannermann, Nizar, Sill, Shadow, Sherlock Homes und Dr. Watson und viele andere. Selbst Necron hatte sich die Ehre gegeben. Zufrieden lächelte ich ihm zu und sah, wie eine einzelne Träne der Rührung über seine faltige Wange lief. 'Das Erwachen' - Folge 59 aus DER HEXER-Reihe - enthält das überarbeitete erste Kapitel des Original-Taschenbuchs 'Der Sohn des Hexers'. Ein gleißender Blitz schlug in das Gebäude am Ashton Place Nummer 9 ein. Es war kein gewöhnlicher Blitz. Der blauen Narbe, die er in die Nacht gebrannt hatte folgte eine Spur lodernder, blauweißer Funken, die wie winzige flammende Meteore auf das Dach niederregneten und rauchende Spuren in den Dachziegeln hinterließen. Ein unheimliches, flackerndes Glühen hatte den Himmel ergriffen, ein Sog aus Licht dessen loderndes Zentrum sich genau über dem brennenden Herrenhaus am Ashton Place befand. Andara-House brannte wie eine Fackel. Das Haus war unrettbar verloren. Hinter den Fenstern im Erdgeschoss wütete die Hölle. Für die Menschen der Stadt musste es so aussehen, als hätte die Hölle selbst ihre Pforten aufgetan, um ihre schlimmsten Gewalten über die Welt der Menschen auszuschütten. Für Howard sah es nicht so aus. Er wusste, dass es so war ... 'Bote aus dem Jenseits' - Folge 60 aus DER HEXER-Reihe - enthält das überarbeitete zweite Kapitel des Original-Taschenbuchs 'Der Sohn des Hexers'. Die Ratte war so groß wie ein Airdale-Terrier und mindestens genauso angriffslustig, aber sie sah nicht halb so ansehnlich aus - und unglücklicherweise war sie nicht einmal annähernd so feige, wie es diese hysterischen Kläffer zumeist sind. Abgesehen von diesen Unterschieden zu den gestylten Luxushündchen, die normalerweise von ebenso gestylten Luxusdamen an vergoldeten Leinen spazieren geführt wurden und alles anbellten, was größer als sie selbst war (und sich in sicherer Entfernung befand), gab es allerdings noch einen Unterschied: Airdale-Terrier pflegen im Allgemeinen einzeln aufzutauchen. Die Ratte nicht ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 335
    Erscheinungsdatum: 06.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732515820
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2394 kBytes
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Der Hexer - Folge 57-60

D ie Kathedrale war bis auf den letzten Platz besetzt, und überall in der Menge entdeckte ich vertraute Gesichter. Es war ein sehr angenehmes Gefühl, zum ersten Male seit so langer Zeit wieder unter Freunden zu sein.

Mary Winden war ebenso da wie Howard, Rowlf, Nemo, Harvey und Dr. Gray, Kapitän Bannermann, Jean Balestrano, Sarim de Laurec, Shannon, Nizar, Sill, Shadow, Sherlock Holmes und Dr. Watson und viele andere. Selbst Necron hatte sich die Ehre gegeben. Zufrieden lächelte ich ihm zu und sah, wie eine einzelne Träne der Rührung über seine faltige Wange lief.

Es tat gut, so viele gute Freunde an diesem Freudentag um mich zu wissen, die mein Glück mit mir teilten.

Kurz darauf entdeckte ich auch Roderick Andara, meinen Vater, der zusammen mit einer hübschen Frau ein Stück seitlich von mir saß. Ohne sie je gesehen zu haben, wusste ich, dass die Frau meine Mutter war. Ich rief mich in Gedanken zur Ordnung, streifte die neben mir kniende Priscylla mit einem zärtlichen Blick und versuchte mich auf die Worte des Priesters zu konzentrieren.

Erst jetzt erkannte ich, dass es sich um Dagon handelte. Wo er stand, bildete sich langsam eine grünlich schimmernde Pfütze auf dem Stein. Abn el Gurk Ben Amar Chat Ibn Lot Fuddel der Dritte, mein gnomenhafter Freund aus der elften Dimension, der mich in düsteren Stunden schon oft mit seinen lustigen Späßchen aufgeheitert hatte, thronte auf seiner Schulter und grinste mich fröhlich an, während er seine Faxen schnitt. Niemand schien etwas Anstößiges daran zu finden, und auch ich amüsierte mich köstlich.

Schließlich war es so weit, dass Priscylla und ich die Trauringe wechselten, und dann wurde sie von Dagon aufgefordert, den Schleier zu lüften, damit ich unsere Trauung mit einem Kuss besiegeln konnte.

Mit einem Ruck schlug sie den Schleier zurück.

Ich schrie gellend auf.

Zwei schleimige, fast schwarze Blutfäden rannen aus den zerfransten Löchern, die einmal ihre Augen gewesen waren. Kleine, weiße Maden krochen über ihre Lippen. Ihre Haut war nicht glatt und zart, wie ich sie kannte, sondern faltig wie die einer uralten Frau; zudem mit Warzen und Runzeln übersät. Eine abgrundtief hässliche und Ekel erregende Fratze grinste mich an, doch damit war das Grauen noch nicht beendet.

Priscylla (PRISCYLLA???) alterte noch weiter, binnen weniger Sekunden verflossen für sie Jahre, binnen einer Minute Jahrzehnte. Ihr Gesicht trocknete aus und fiel ein; das Fleisch verdörrte, und schließlich spannte sich nur noch mumifizierte, an Pergament erinnernde Haut über ihren Knochen, bis auch diese zu Staub zerfiel und nur ein Totenschädel übrig blieb, in dessen leeren Augenhöhlen immer noch ein verzehrendes Feuer brannte und auf dessen Zügen auch jetzt noch ein satanisches Grinsen lag.

Ihre verfaulten Zahnstümpfe bewegten sich, als sie zu sprechen versuchte.

"Nun sind wir für alle Zeit vereint, Robert", sagte sie mit brüchiger Stimme. Es klang wie das Knistern jahrhundertealten Papiers. "Für immer, Robert!"

Ich schrie, riss entsetzt die Hände vor das Gesicht und taumelte zurück, stolperte, fiel auf den harten Steinboden und versuchte aufzuspringen.

Priscylla folgte mir.

Ein grässliches, blubberndes Geräusch drang aus dem zerfransten Loch, das einmal ihr Mund gewesen war. Grüner Schleim sickerte aus ihren leeren Augenhöhlen.

Ich schrie abermals auf, taumelte rücklings davon und prallte gegen eine der schweren Eichenbänke.

Priscylla folgte mir weiter, langsam, mit schleppenden Schritten und pendelnden Armen, wie eine auf grässliche Weise zur bösen Karikatur von Leben erwachte Mumie. Wo sie ging, hinterließen ihre faulenden Füße feuchtbraune Abd

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