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Der Hexer - Folge 61-64 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.01.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer - Folge 61-64

4 Mal Horror-Spannung zum Sparpreis!

Die Kultreihe von Starautor Wolfgang Hohlbein - vier HEXER-Romane in einem Sammelband.

'Das Dorf der alten Kinder' - Folge 61 aus DER HEXER-Reihe - enthält das überarbeitete dritte Kapitel des Original-Taschenbuchs 'Der Sohn des Hexers'.
Der Wind heulte uns ein eisiges Willkommen entgegen, als wir auf den Bahnsteig herabtraten, und meine erste (und wie sich zeigen sollte, durchaus typische) Erfahrung mit Brandersgate war, dass eines der morschen Bretter des Bahnsteiges unter meinem Gewicht nachgab und ich jählings bis über den Knöchel in den morastigen Boden darunter versank.

'Der Opferturm' - Folge 62 aus DER HEXER-Reihe - enthält das überarbeitete vierte Kapitel des Original-Taschenbuchs 'Der Sohn des Hexers'.
Obwohl ich es bisher nicht für mögliche gehalten hatte, nahm der Sturm noch an Heftigkeit zu, während ich mich auf dem Rückweg nach Brandersgate befand. Der Himmel schien sämtliche Schleusen geöffnet zu haben, und aus dem Regen wurde ein Wolkenbruch, wie ich ihn selten zuvor erlebt hatte. Die Sturmböen erreichten eine Gewalt, dass ich mich kaum noch auf den Füßen zu halten vermochte, und mindestens ein halbes Dutzend Mal - wenn nicht öfter - verlor ich tatsächlich die Balance und stürzte, wobei es mir jedes Mal ein bisschen schwerer fiel, mich aus dem klebrigen Morast wieder emporzuarbeiten und weiterzulaufen.

'Stadt am Ende der Zeit' - Folge 63 aus DER HEXER-Reihe - enthält das überarbeitete fünfte Kapitel des Original-Taschenbuchs 'Der Sohn des Hexers'.
Ich befand mich in einem Teil der Stadt, den man nicht nur in jedem Fremdenverkehrsprospekt vergeblich gesucht hätte, sondern dessen bloße Existenz die Londoner Stadtverwaltung wohl am liebsten verleugnet hätte. Eigentlich hätte mich diese Umgebung nicht erschrecken dürfen. Und trotzdem tat sie es ...

'Dämonendämmerung' - Folge 64 aus DER HEXER-Reihe - enthält das überarbeitete sechste Kapitel des Original-Taschenbuchs 'Der Sohn des Hexers'.
Die Stadt brannte. An einem Dutzend Stellen schlugen turmhohe, weiß glühende Flammen in die Luft, als wären inmitten des Häusermeeres Feuer speiende Vulkane ausgebrochen, und der Himmel war hinter einer Decke aus schwarzen brodelnden Wolken verschwunden, aus denen sich Glut und brennende Trümmer über die Stadt ergossen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 363
    Erscheinungsdatum: 03.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732515837
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2429 kBytes
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Der Hexer - Folge 61-64

D er Wind heulte uns ein eisiges Willkommen entgegen, als wir auf den Bahnsteig herabtraten, und meine erste (und wie sich zeigen sollte, durchaus typische) Erfahrung mit Brandersgate war, dass eines der morschen Bretter des Bahnsteiges unter meinem Gewicht nachgab und ich jählings bis über den Knöchel in den morastigen Boden darunter versank.

Mit einem zornigen Fluch stellte ich meinen Koffer ab, zog den Fuß behutsam aus den morschen Planken heraus und betrachtete missmutig den Morast, der an meinem Hosensaum klebte und meinen Schuh besudelte. Ich hatte die Schuhe erst vor drei Tagen gekauft, und sie hatten annähernd vierzig Pfund gekostet.

Hinter mir erscholl ein halblautes Lachen. Erbost fuhr ich herum und starrte Cohen an, aber das schadenfrohe Grinsen verschwand nicht von seinem Gesicht, sondern wurde eher noch breiter.

"Sie sind zu ungestüm, Robert", sagte er spöttisch. Er schüttelte den Kopf. "Das ist typisch für euch Amerikaner. Sie werden noch eine Menge lernen müssen, wenn Sie länger in England bleiben wollen. Dies hier ist ein altes Land und viele von unseren Dingen sind ebenso alt. Aber sie sind nicht so alt geworden, weil wir grob mit ihnen umgehen." Er trat an meine Seite, ergriff wortlos und ungefragt meinen Koffer und konnte sich nicht verkneifen, mit einem spöttischen Glitzern in den Augen hinzuzufügen: "Ihr Bruder hätte das gewusst."

Ich bemühte mich, ihn mit Blicken aufzuspießen, während er an mir vorüberging, aber mir wurde auch schnell klar, dass mein Zorn nur Wasser auf seine Mühlen war, und so beherrschte ich mich, wischte den Schmutz von meinem Schuh, so gut es ging, und beeilte mich, ihm zu folgen. Dabei sah ich mich abermals und sehr aufmerksam auf dem Bahnhof um.

Nicht, dass es sonderlich viel zu sehen gegeben hätte. Der Bahnhof von Brandersgate machte auf den ersten Blick einen heruntergekommenen Eindruck. Der zweite Blick zeigte, dass dieser Eindruck nicht ganz richtig war: Brandersgate war nicht ziemlich heruntergekommen, er war vollkommen verwahrlost, baufällig, schmutzig und allem Anschein nach seit ungefähr einer Generation verlassen. Cohen hatte mich gewarnt und gemeint, dass dieser Ort schon bessere Zeiten gesehen hatte - aber wenn, dann musste das irgendwann vor der letzten Sintflut gewesen sein.

Es begann mit dem Bahnsteig, der aussah, als hätte ihn jemand als Zielscheibe für seine neu erworbene Gatlin-Gun missbraucht; offensichtlich war ich nicht der Einzige, dessen Gewicht zu viel für die morschen Bretter gewesen war. Aber dieser jämmerliche Eindruck setzte sich auch bei dem Haupt- (und zugleich einzigen) Gebäude fort. Die Bretter waren morsch, von Holzwürmern zerfressen, und wenn sie jemals einen Anstrich gehabt hatten, so musste das ungefähr hundertfünfzig Jahre her sein. Sämtliche Scheiben waren entweder blind vor Schmutz oder zerbrochen und mit Pappkarton geflickt, und aus dem Bahnhofsschild waren drei Buchstaben herausgefallen, sodass die Aufschrift nun BRNDRSGTE lautete. Ich vermutete, dass man es auch so ähnlich aussprach. Und was ich von der Stadt (Stadt?!) jenseits des Bahnhofsgebäudes erkennen konnte, das machte einen kaum Vertrauen erweckenderen Eindruck.

Hinter uns setzte sich der Zug wieder in Bewegung, und die Erschütterung ließ den gesamten Bahnhof erzittern. Die wenigen Scheiben, die noch in ihren Rahmen verblieben waren, klirrten hörbar. Ich betete, dass der Zugführer nicht etwa auf die Idee kam, seine Pfeife schrillen zu lassen. Vermutlich hätte das die ganze Bruchbude zum Einsturz gebracht.

Ich hatte Cohen endlich eingeholt. Er grinste noch immer über das ganze Gesicht und hielt mir meinen Koffer entgegen. Ich ignorierte es geflissentlich. "Wo bleibt Ihr Kollege?", fragte ich. "Wollte er uns nicht am Bahnhof abholen?"

Cohen zuckte nur mit den Schultern. "Offensichtlich ist er nicht da", antwortete er. "Dabei war der Zug doch pünktlich, oder?" Er warf einen Blick auf d

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