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Der Hexer 12 Cthulhu lebt!. Roman von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2013
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer 12

Ein Universum des Grauens, beherrscht von bösen Gottheiten, von lebenden Schatten und von Büchern, in denen der Wahnsinn nistet.

Die vorliegende Sammleredition der Kultreihe aus der Feder von Wolfgang Hohlbein präsentiert die Hexer-Geschichten als 'Director's Cut' in ihrer ursprünglichen Form, in chronologischer Reihenfolge und mit Hintergrundinfos und neuen Vorworten von Wolfgang Hohlbein über die Schaffensphase der Hexer-Reihe erweitert.

Folge 12: Cthulhu lebt!

Necron erwachte. Seine Lider hoben sich, aber der Blick der dunklen, fast pupillenlosen Augen dahinter blieb leer. Es dauerte lange, bis sich seine Brust in einem ersten, mühsamen Atemzug hob. Während der letzten Tage hatte er nicht geatmet. Sein Herz hatte nicht geschlagen, und seine Haut war so kalt gewesen wie der Fels, auf dem er lag. Jeder Arzt hätte seinen Tod festgestellt. Und doch - er lebte!

Dieser Band 'Cthulhu lebt!' - Folge 12 - gehörte ursprünglich zu der Romanheftreihe DER HEXER.

Begleite Robert Craven auf seinen fantastisch-schaurigen Abenteuern in einer Welt zwischen Horror und Wahnsinn!

Perfekt für Fans von Lovecraft, dem Cthulhu-Mythos und schauriger Horrorspannung!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838721804
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1878 kBytes
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Der Hexer 12

N ecron erwachte.

Seine Lider hoben sich, aber der Blick der dunklen, fast pupillenlosen Augen dahinter blieb leer. Es dauerte lange, bis sich seine Brust in einem ersten, mühsamen Atemzug hob.

Sein Herz hatte nicht geschlagen, und seine Haut war so kalt gewesen wie der Fels, auf dem er lag. Jeder Arzt hätte seinen Tod festgestellt. Und doch - er lebte!

Seine Gedanken fanden nur allmählich in die Wirklichkeit zurück. Die Hände rührten sich, fahrig und unsicher. Es waren schmale, sehnige Hände, ausgemergelt vom Alter und mit pergamentener, trockener Haut, aber trotzdem noch voller Kraft. Die langen Fingernägel fuhren scharrend über den Stein und fanden Halt. Dann stemmten die Hände den Körper hoch, und nach einer weiteren sekundenlangen Pause, die er brauchte, um neue Kräfte zu sammeln, setzte sich Necron vollends auf und sah sich um.

Der Raum hatte die exakte geometrische Form eines Würfels. Wände, Decke und Boden bestanden aus Stein, in dem noch die Spuren der primitiven Werkzeuge sichtbar waren, mit denen der Raum vor Urzeiten aus dem Fels gemeißelt worden war. Es hatte zwei Menschenalter gedauert und zehn Dutzend Menschenleben gefordert, dem Berg diese Kaverne abzuringen. Der Raum hatte Blut und Leid und Tränen gesehen, aber nichts davon war geblieben, die Wände waren kalt und hart und bar jeden Lebens, und etwas Dunkles, Böses schien ihm zu entströmen wie ein finsterer Atem.

Das Licht der einzelnen, blakenden Fackeln warf zuckende Reflexe und dunkle Schatten gegen die Wände, und von irgendwo, weit entfernt, kam das monotone Geräusch von tropfendem Wasser. Trotzdem war es still in der Kammer.

Still wie in einem gewaltigen steinernen Grab.

Necrons Blick blieb an einem hölzernen Gestell vor der gegenüberliegenden Wand hängen. Auf der tischähnlichen Platte flackerte eine tiefschwarze, armdicke Kerze, daneben waren die heruntergebrannten Stummel von fünf weiteren Kerzen zu erkennen. Zerschmolzenes Wachs war über die schräge Platte gelaufen und zu Boden getropft.

Necron runzelte einen Moment nachdenklich die Stirn. Fünf Kerzen - das bedeutete, dass fünf Tage vergangen waren, seit er sich auf dem steinernen Tisch ausgestreckt hatte und in Trance verfallen war.

Viel mehr, als er geglaubt hatte. Ihm war es vorgekommen, als wären nur Augenblicke vergangen. Nicht mehr als ein rasches Schließen und Öffnen der Augen. Er erinnerte sich nicht einmal, eingeschlafen zu sein.

Aber die Kräfte, deren er sich bediente, waren unergründlich. Nicht einmal er wusste vorher zu sagen, ob er für Minuten oder Wochen oder Monate ins Reich der Schatten eintreten würde. Oder gar für ...

Er vertrieb den Gedanken schnell, stand auf und wandte sich zum Ausgang. Es gab keine Tür, sondern nur eine halbhohe Öffnung in der Felswand, hinter der sich ein dunkler Gang erstreckte.

Das Licht der Kerzen reichte nicht bis in den Gang hinein, sondern schien dicht hinter seinem Eingang absorbiert zu werden, als gäbe es dort einen unsichtbaren Vorhang, aber die Schatten teilten sich vor Necron, als er gebückt durch die niedrige Öffnung trat und den Stollen hinabging.

Kälte umfing ihn wie ein Hauch aus einer anderen, verbotenen Welt, und die Schatten schienen sich zu verdichten und seinen Körper zu umkreisen, wie kleine, aufmerksame Wächter, die in ihrer Ruhe gestört wurden.

Die Schatten wogten stärker, und plötzlich glaubte Necron Lichter zwischen ihnen aufblitzen zu sehen; boshaft grüne Lichter, die nicht von dieser Welt stammten. Ein Schwall eisiger, lähmender Kälte ergriff ihn. Er schauderte, fuhr herum - und erstarrte.

Der Gang war verschwunden. Hinter ihm dehnte sich plötzlich eine endlose, von grünem Licht beschienene Ebene!

Necron unterdrückte im letzten Moment einen Schrei. Das war es gewesen, was er gespürt hatte, als er den Schritt in die Wirklichkeit zurück tat!

Er war nicht allein gekommen. Er hatte da

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