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Der Hexer 65 Das Labyrinth von London - Teil 1. Roman von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer 65

Ein Universum des Grauens, beherrscht von bösen Gottheiten, von lebenden Schatten und von Büchern, in denen der Wahnsinn nistet.

Die vorliegende Sammleredition der Kultreihe aus der Feder von Wolfgang Hohlbein präsentiert die Hexer-Geschichten als 'Director's Cut' in ihrer ursprünglichen Form, in chronologischer Reihenfolge und mit Hintergrundinfos und neuen Vorworten von Wolfgang Hohlbein über die Schaffensphase der Hexer-Reihe erweitert.

Folge 65: Das Labyrinth von London - Teil 1.

London, 1892. Das geschäftige Treiben der Metropole wird gestört, als eine Insel vor der Küste aus dem Meer auftaucht. Sie besteht zum größten Teil aus einem geheimnisvollen Labyrinth, das sich bis weit unter die Stadt verzweigt. In diesem Labyrinth lauert einer der gefürchteten Großen Alten und als eine Expedition dorthin aufbricht, ergreift er von einem der Teilnehmer Besitz. Fortan treibt das Böse sein Unwesen in der Stadt und Robert Craven, der Hexer, sieht sich einmal mehr seinen alten Feinden gegenüber. Um sie zu besiegen, muss er sich selbst in das bizarre Labyrinth begeben ...

Dieser Band 'Das Labyrinth von London - Teil 1' - Folge 65 - enthält den ersten Teil von insgesamt vier Teilen, die zusammen die letzten beiden Romane der Reihe bilden. Für ein finales Ende überarbeitete Wolfgang Hohlbein diese vier Teile, die schließlich als Taschenbuchausgabe und später innerhalb der HEXER-Sammelbände erschienen.

Begleite Robert Craven auf seinen fantastisch-schaurigen Abenteuern in einer Welt zwischen Horror und Wahnsinn!

Perfekt für Fans von Lovecraft, dem Cthulhu-Mythos und schauriger Horrorspannung!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 26.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838722344
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2005 kBytes
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Der Hexer 65

18. Februar 1893

Ich hätte mir gewünscht, dass der Anblick des Hauses nicht mehr als ein Albtraum wäre, aber dem war ganz und gar nicht so. Und wenn doch, so einer von der ganz besonders unangenehmen Art; der, die nach dem Erwachen nicht endet, sondern im Gegenteil nur noch schlimmer wird.

Nach dem verheerenden Brand waren von dem Gebäude nicht viel mehr als die Grundmauern stehen geblieben. Heute erhob sich am Ashton Place 9 immerhin wieder etwas, das entfernt wie ein Gebäude aussah – zumindest, wenn man nicht zu genau hinsah – und nicht den Fehler beging, einen Blick hinter den überdimensionalen Bauzaun zu werfen, den die Firma STORM DEVASTATIONS nach übereinstimmender Auskunft mehrerer Nachbarn bereits zwei Stunden vor dem Vertragsabschluss errichtet hatte.

Es war ein wirklich beeindruckender Zaun – gut doppelt so hoch, wie meiner Meinung nach nötig gewesen wäre, und mit einem Tor, das ganz so aussah, als würde es selbst dem Beschuss eines Schiffsgeschützes eine ganze Weile standhalten. Der Zaun bestand aus solidem englischen Eichenholz, zumindest nahm ich das an. Sehen konnte man es nicht, denn er war über und über mit grellbunten Reklametafeln bepflastert, die allesamt für eine einzige Firma warben – STORM DEVASTATIONS nämlich, eben jenes Bauunternehmen, dem ich vor mehreren Monaten in einem Anfall von galoppierendem Wahnwitz den Auftrag erteilt hatte, Andara-House wieder aufzubauen.

Was hinter diesem Bauzaun lag, war schon etwas weniger erfreulich.

Man konnte nicht unbedingt sagen, dass die Herren Storm und Co. noch nicht mit der Arbeit begonnen hätten. Ganz und gar nicht. Andara-House war keine Ruine mehr. Aber es sah auch nicht direkt aus wie ein Haus, nicht einmal wie ein Rohbau, sondern ...

Nein – mir fehlten die Worte (und im Moment sowohl die Geduld als auch der dazugehörige Galgenhumor), um das zu beschreiben, was in den letzten vier Monaten hier entstanden war. Der Zwischenrechnung nach zu schließen jedenfalls, die mir Mister Storm gestern hatte zukommen lassen, hätte sich hier mittlerweile etwas wie eine Luxusausgabe des Buckingham-Palastes erheben müssen, inklusive vergoldeter Kloschüsseln und diamantbesetzter Türknäufe.

Mit steinernem Gesicht ließ ich meinen Blick über das halb fertige Dach und die zyklopisch erscheinenden Außenmauern wandern, die erst in den letzten Wochen und Monaten neu entstanden waren und doch schon jetzt auf eine unbegreifliche Art alt wirkten, so, als stünden sie bereits seit Jahrzehnten hier. Tief in mir regte sich der böse Verdacht, dass dies möglicherweise in ursächlichem Zusammenhang mit dem Alter der verwendeten Baumaterialien stehen könnte, aber ich verscheuchte den Gedanken.

"Also?", fragte ich. "Was haben Sie mir dazu zu sagen?"

Es fiel mir schwer, Ruhe zu bewahren, da der bloße Anblick des Hauses mich bereits wieder in Rage brachte. Ich hatte von Anfang an gewusst, dass der Wiederaufbau meines Hauses länger dauern und viel teurer werden würde als veranschlagt, aber das ...

Hinzu kam, dass es gerade erst zehn Uhr vormittags war, nach meiner eigenen Zeitrechnung also noch mitten in der Nacht, vor allem, da nach dem unbegreiflichen Erlebnis mit dem verwandelten Schrank für mich nicht mehr an Schlaf zu denken gewesen war. Erst in den frühen Morgenstunden war ich schließlich in einen leichten Schlummer gefallen, nur um nach nicht einmal drei Stunden schon wieder geweckt zu werden. Entsprechend gut war meine Laune. Wer sich für eine solche Zeit mit mir verabredete, musste entweder wirklich außergewöhnlich gute Nachrichten oder ziemlich viel Mut haben. Es gibt Mensc

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