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Der Hexer 68 Das Haus der bösen Träume - Teil 2. Roman von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.07.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Hexer 68

Ein Universum des Grauens, beherrscht von bösen Gottheiten, von lebenden Schatten und von Büchern, in denen der Wahnsinn nistet. Die vorliegende Sammleredition der Kultreihe aus der Feder von Wolfgang Hohlbein präsentiert die Hexer-Geschichten als 'Director's Cut' in ihrer ursprünglichen Form, in chronologischer Reihenfolge und mit Hintergrundinfos und neuen Vorworten von Wolfgang Hohlbein über die Schaffensphase der Hexer-Reihe erweitert. Folge 67: Das Haus der bösen Träume - Teil 2. Das Haus war eine Falle. Roderick Andara vermochte nicht zu sagen, woher er diese Überzeugung nahm. Nichts an dem schäbigen kleinen Häusschen inmitten des kaum größeren, von der schon seit Wochen anhaltenden Hitze ausgedörrten Gartens am Ortsrand von Innsmout war irgendwie auffällig, nichts deutete auf eine wie auch immer geartete Bedrohung hin. Hinter einem der Fenster im Erdgeschoss brannte Licht, doch die Vorhänge waren zugezogen und der Stoff zu dicht, um etwas dahinter zu erkennen. Auch zu hören war nichts. Und doch fühlte Andara die Gefahr so deutlich, als ob die Warnung mit Leuchtfarbe auf die Wände gepinselt wäre. Dieser Band 'Das Haus der bösen Träume - Teil 2' - Folge 68 - enthält den zweiten Teil von insgesamt vier Teilen, die zusammen die letzten beiden Romane der Reihe bilden. Für ein finales Ende überarbeitete Wolfgang Hohlbein diese vier Teile, die schließlich als Taschenbuchausgabe und später innerhalb der HEXER-Sammelbände erschienen. Begleite Robert Craven auf seinen fantastisch-schaurigen Abenteuern in einer Welt zwischen Horror und Wahnsinn! Perfekt für Fans von Lovecraft, dem Cthulhu-Mythos und schauriger Horrorspannung!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 07.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838722375
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1890 kBytes
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Der Hexer 68

4. August 1862

D as Haus war eine Falle.

Roderick Andara vermochte nicht zu sagen, woher er diese Überzeugung nahm. Nichts an dem schäbigen kleinen Häuschen inmitten des kaum größeren, von der schon seit Wochen anhaltenden Hitze ausgedörrten Gartens am Ortsrand von Innsmouth war irgendwie auffällig, nichts deutete auf eine wie auch immer geartete Bedrohung hin. Hinter einem der Fenster im Erdgeschoss brannte Licht, doch die Vorhänge waren zugezogen und der Stoff zu dicht, um etwas dahinter zu erkennen. Auch zu hören war nichts. Und doch fühlte Andara die Gefahr so deutlich, als ob die Warnung mit Leuchtfarbe auf die Wände gepinselt wäre.

Er wechselte einen raschen Blick mit H.P. und dessen hünenhaftem Leibdiener, doch die beiden schienen nichts von dem zu spüren, was in ihm vorging.

Vielleicht bildete er sich nur etwas ein, was nach allem, was sie durchgemacht hatten, kein Wunder wäre. Noch immer verspürte er abgrundtiefes Entsetzen, wenn er nur an die titanische Scheußlichkeit in der unterirdischen Höhle dachte, konnte kaum glauben, dass er die Konfrontation mit der blasphemischen, protoplasmischen Kreatur, die vor Jahrmillionen von den Sternen herabgestiegen war, lebend überstanden hatte.

Die Begegnung mit einem der GROSSEN ALTEN selbst.

Andara schauderte und bemühte sich mit aller Kraft, die Erinnerungen zu verdrängen. Es war vorbei. Er hatte Necron bezwungen und den Bann, den dieser über die Bewohner von Innsmouth gelegt hatte, gebrochen; und zur Strafe für sein Versagen hatte der GROSSE ALTE den Magier verschlungen und war wieder in die lichtlosen Tiefen des Meeres zurückgekehrt, aus denen er emporgestiegen war.

Es war vorbei.

Jetzt waren sie hier, um Robert Craven, seinen Sohn, abzuholen, der sich laut H.P. in diesem Haus befinden sollte, und diesen Albtraum endgültig zu beenden. Wie hatte Lovecraft gesagt: Es sind gute Leute, die auf ihn Acht gegeben haben. Sie hatten nur Angst vor Necron.

"Wat issn nu?", erkundigte sich Rowlf. "Worauf waten wa?"

Andara nickte. Wenn er herausfinden wollte, was mit Bob passiert war, würde es ihm nichts nutzen, wenn er weiterhin hier draußen herumstand. Dennoch kostete es ihn Überwindung, die letzten zwei Schritte vorzutreten, die Hand zu heben und an die Tür zu klopfen.

Sie schwang unter der Berührung auf, war nur angelehnt gewesen.

Seine Vorahnungen einer drohenden Gefahr verstärkten sich noch, aber jetzt gab es für ihn kein Halten mehr. Wenn Bob etwas zugestoßen war ...

Entschlossen stieß er die Tür ganz auf, durchquerte die kleine Diele dahinter und stürmte in den Wohnraum, in dem er schon von außen das Licht gesehen hatte.

Die beiden Leichen lagen kaum einen Schritt von der Tür entfernt auf dem Boden, ihre Gesichter noch im Tode von dem Entsetzen gezeichnet, das sie in den letzten Sekunden ihres Lebens empfunden hatten. Es handelte sich um einen Mann und eine Frau, beide um die sechzig Jahre alt. Ihre Körper waren grausam verstümmelt, aber dafür hatte Andara nur einen flüchtigen Blick übrig.

"Robert!", brüllte er mit sich überschlagender Stimme so laut er nur konnte. "Bob, wo bist du?"

Keine Antwort. Im Haus war es still wie in einem Grab.

Andara fuhr herum, stieß H.P., der hinter ihm stand, aus dem Weg und riss die nächstgelegene Tür auf. In rasender Hast überprüfte er die Räume im Erdgeschoss, ohne eine Spur seines Sohnes zu entdecken, dann stürmte er die Holztreppe ins obere Stockwerk hinauf und durchsuchte es ebenfalls, allerdings mit dem gleichen Ergebnis.

Bob war hier gewesen. In e

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