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Der magische Reiter Reiter-Trilogie 1 - Roman von Britain, Kristen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2011
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der magische Reiter

Eine Geschichte über die Macht von Liebe, Magie und Freundschaft Die große Saga um ein Mädchen, das im Kampf gegen eine uralte Macht über sich selbst hinauswächst. Kristen Britain hat mit 'Der magische Reiter' ein bezauberndes und unübertroffenes Meisterwerk der Fantasy geschaffen: Als Karigan einem sterbenden Boten des Königs begegnet, ahnt sie nicht, dass sie fortan das Schicksal eines Königreichs in Händen hält. Eigentlich wollte sie im undurchdringlichen Wald nur der Schule entfliehen. Doch mit seinen letzten Worten nimmt ihr der Reiter das Versprechen ab, seine Botschaft zu überbringen. Unerschrocken bricht Karigan in die Hauptstadt auf - nicht ahnend, dass die Jagd auf die wenigen ihr anvertrauten Zeilen, bereits begonnen hat ... Kristen Britain, geboren und aufgewachsen im US-Bundesstaat New York, veröffentlichte ihr erstes Buch, eine Cartoonsammlung, im Alter von dreizehn. Nach dem Studium arbeitete sie lange Jahre als Parkrangerin. Die Liebe zur Natur hat sie bis heute nicht verlassen. Derzeit residiert sie mit Hund und Katze in einer Blockhütte in Maine. Kanufahren und Wandern geben ihr dabei die zum Schreiben notwendige Inspiration.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 12.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641077181
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Green Rider
    Größe: 820 kBytes
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Der magische Reiter

AUFRUHR (S. 231-232)

Karigan trat in den wolkenverhangenen Morgen hinaus und führte Pferd durch die Gasse zur Hauptstraße. Der Stallbursche sah ihnen sehnsüchtig nach; wahrscheinlich hoffte er auf eine weitere Kupfermünze. Er hätte sie verdient, dachte Karigan. Pferd glänzte selbst an diesem trüben Tag. Sie konnte es sich nur einfach nicht erlauben, ihre Geldreserven noch weiter zu verringern, aber wenigstens hatte sie den Jungen für seine sorgfältige Arbeit ausdrücklich gelobt.

Die Hauptstraße war noch immer morastig. Die Einheimischen gingen auf Holzbrettern, die vor den meisten Gebäuden und Läden ausgelegt waren, doch die Bretter nützten nichts, wenn man die Straße überqueren oder einen anderen Weg einschlagen musste. Die Frauen rafften ihre Kleider, und sie runzelten unablässig die Stirn, während sie durch den Schlamm wateten. Karigan verzog selbst das Gesicht, kaum dass ihr Fuß im Morast versank. Der Glanz von Pferds Fell würde nicht von langer Dauer sein. Sie stieg auf und ließ Pferd sich mit dem Schlamm abmühen, während sie nach einem Gemischtwarenladen suchte.

Die Krämer öffneten gerade ihre Läden und klappten die Fensterläden zurück. Ein Schmied feuerte seine Esse an, und das Tosen der Flammen war weithin auf der Straße zu hören. Norden war wie jede andere Stadt auch, die erwachte, nur dass es hier keinerlei Luxus gab. Sie vermisste die gepflasterten Straßen von Selium. Schließlich entdeckte sie einen Laden, dessen Regale überquollen von gebackenen und getrockneten Leckereien, groben Stoffen, Äxten, Messern, Seilen, Handsägen, Decken, Lampen, Mehl, Zucker, Schmalz ... allem, was eine solche Stadt brauchen konnte.

Sie stieg ab und band Pferd an einem Pfosten vor dem Laden an. An einer Eisenkralle, die eigens zu diesem Zweck draußen vor der Tür angebracht war, kratzte sie sich den Lehm von den Stiefeln. Als sie den Laden betrat, hörte sie von der Straße einen Schrei. Sie spähte durch ein Fenster und sah einen Mann, der mit zwei Säcken beladen durch den Morast lief und dabei kaum vorankam. Er wurde von einem anderen Mann verfolgt, dessen weißer Kittel mit Schlamm bespritzt war. "Komm sofort zurück, du verdammter Dieb!" Der Krämer holte den anderen ungehindert ein und sprang ihn an.

Die beiden fielen in den Matsch und rangen miteinander. Passanten blieben stehen, um sich an dem Anblick zu ergötzen. Ein Dolch blitzte in der Hand des Diebes auf, und er stach auf den Krämer ein. Der Krämer heulte so jämmerlich auf, dass es Karigan durch Mark und Bein ging. Der Dieb hatte den Krämer erstochen, und niemand machte Anstalten, ihn aufzuhalten. Der Dieb rappelte sich wieder auf, warf sich die beiden Säcke über die Schulter und stapfte davon. Die Fußgänger ignorierten den Dieb und gingen einfach um die Leiche des Krämers herum, als wäre sie nichts weiter als ein großer Stein, der ihnen den Weg versperrte. Jemand schnalzte hinter Karigan.

Ein feister, kahlköpfiger Mann mit weißem Kittel schüttelte den Kopf, wobei sein Doppelkinn wabbelte. "Der alte Mael hätte vorsichtiger sein sollen." Er tätschelte das Kurzschwert an seiner Seite. An jedem anderen Ort wäre ein Krämer, der ein Schwert trug, ein ungewöhnlicher Anblick gewesen. "Will denn niemand etwas unternehmen?", fragte Karigan. "Der alte Garl wird vorbeikommen und die Leiche wegschaffen", sagte der Krämer.

"Aber der Dieb ..." "Wer will ihm hinterherlaufen? Ihr etwa?" Karigan errötete vor Scham. "Niemand will seine Haut riskieren. Wie ic

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