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Der neapolitanische Kater ....auch Vulkane haben Seelen von Clemm, Adam Imrish (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Der neapolitanische Kater

Ein gerade entstandener Geist freundet sich mit einem alten Kater an, der auch mit Menschen kommunizieren kann. Ihr gemeinsames Ziel : den Mörder des Geistes zu finden, doch dieser kontrolliert zunächst auch die möglichen Verbündeten. Da der Geist selbst nicht mit seinen Schwester auf Seelenebene kommunizieren kann, übernimmt diese Aufgabe der alte Kater. Auf diese Weise können sie schrittweise den Kreis ihrer Verbündeten erweitern. Dabei finden sie auch heraus, dass dem Geist noch eine Aufgabe zugedacht ist: Er soll die gefährlichsten Vampire unserer Zeit in ihre Welt zurückdrängen - die Gefühlsvampire. geb.in Neufantasia, vor ca. 148 Jahren, befindet sich aktuell in der 2. Daseinshälfte, Kultschreiberling, Bilderhersteller, Trendset und Edelfreak

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 161
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738008098
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1234 kBytes
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Der neapolitanische Kater

Ein seltsames Treffen

In dem verwilderten Garten hinter der Mauer hatte der alte Kater einen Platz zum Ausruhen gefunden. Er war erschöpft von der Jagd, doch sein Mittagessen hatte er gerettet.

Die herrliche Ruhe und die wärmenden Strahlen der Mittagssonne verfehlten ihre Wirkung nicht - in Zeitlupe senkten sich seine Augenlider und mit einer Pfote auf seinem Mittagessen schlief er ein. Kurz darauf befand er sich in einem Traum, den seine Seele aus einer anderen Zeit mitgebracht hatte:

Er spielt auf dem kühlen Marmorboden des Haustempels. Es ist sehr ruhig um die Mittagszeit, da Bewohner die kühleren Abendstunden für ihre Gebete bevorzugen.

Masaru hat bei seiner Menschenfamilie ein schönes Leben. Er wird gut versorgt und genießt absoluten Schutz. Nur eine Einschränkung hat sein Katzenleben:

Er darf nie nach alleine nach draußen.

Wenn die Familie ausgeht, muss er in einem Käfig sitzen und wird spazieren getragen.

Deshalb beneidet er die Straßenkatzen. Die sehen nicht so hübsch aus, haben auch nicht immer genug zu essen, aber dafür sind sie frei. Doch Masaru ist zu wertvoll, um alleine draußen zu leben.

Er hat schon mehrere Zuhause gehabt, denn einer so wertvollen Katze kann es schnell passieren, dass sie als Geschenk den Besitzer wechselt. Seine frühere Besitzerin durfte er sie immer begleiten, wenn sie abends nach Yoshiwara ging. Er hatte dann eine schönes Lederhalsband an und konnte er ein wenig herumlaufen, soweit es die Leine erlaubte.

Es war ein sehr besonderer Stadtteil, es gab hier die besten Gerüche in der ganzen Stadt und es fiel immer etwas Leckeres für ihn ab.

Einer der Herren war oft zu Gast bei seiner Herrin und eines Tages hatte Masaru wieder ein neues Zuhause.

Ein Kitzeln in seinem linken Ohr weckt den alten Kater. Schlaftrunken kratzt er sich, doch es hört nicht auf.

Er hebt seinen Kopf und sieht hunderte Ameisen, die auf dem Weg zu seiner Sardine die Abkürzung über seinen Kopf nehmen.

Sofort springt er auf und schüttelt sich so lange, bis das Kitzeln aufhört. Nachdem er mit viel Mühen sein Mittagessen vor seinen Artgenossen in Sicherheit gebracht, will er es jetzt nicht den Ameisen überlassen: Krachend zerbrechen die Gräten zwischen seinen Zähnen.

Genüsslich leckt er sich die Schnauze und Barthaare, während die Ameisen die wenigen Reste abtransportieren dürfen. Bald ist auch die letzte Schuppe verschwunden.

Frisch gestärkt und unternehmungslustig beginnt er seinen Streifzug durch das hohe Gras des verwilderten Gartens.

Eine alte Scheune weckt seine Neugierde. Tief geduckt schleicht er einmal um sie herum. An der Wand lehnt eine zerbrochene Glasscheibe, die außer der langsam untergehenden Sonne auch sein Spiegelbild zeigt.

Sein schwarzes Fell ist zwar nicht mehr so glatt wie früher, doch wirkt es immer noch gepflegt. Nur seine kleine weiße Blesse ist heute nicht ganz sauber.

Das doppelflügelige Tor ist geschlossen. Gleich daneben jedoch befindet sich eine kleine, ein wenig verzogene Türe.

Mit der Pfote versucht der alte Kater in den kleinen Spalt zu gelangen, endlich öffnet sie mit einem leichten Quietschen.

Sofort weiten sich seine Pupillen und mit aufgestellten Ohren blickt er in den düsteren Raum.

Fahles Mondlicht, fällt durch die Lücken der fehlenden Ziegel.

An den Wänden lehnen hier, wie auch überall im Garten, die Überreste alter Maschinen. Einige werfen gespenstische Schatten.

Von der Decke baumelt eine Kette herunter.

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