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Der Seelendieb von Bathory, Mary (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2015
  • Verlag: dead soft verlag
eBook (ePUB)
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Der Seelendieb

Der Dämonenbeschwörer Nathaniel bekommt einen besonders heiklen Auftrag: Er soll, gemeinsam mit seinem Zirkel, den Mann aufhalten, der ihm einst das Herz gebrochen und sie alle verraten hat. Zu ihrem Schutz beschwört er den listigen Dschinn Ghazavijel. Doch dieser ist ganz anders als erwartet: frech, eigensinnig und genauso willig, Naths Seele zu heilen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 292
    Erscheinungsdatum: 16.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945934111
    Verlag: dead soft verlag
    Größe: 631kBytes
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Der Seelendieb

Augenblicklich wurde er rot im Gesicht und wich ihrem Blick aus. "Das ... war doch nichts."

Sie beugte sich in ihrem Stuhl vor und gab ihm einen federweichen Kuss auf die Wange, der ihn schlucken ließ. "Danke", hauchte sie.

Unsicher lächelte er und sah sie verlegen an. "Ramona", sagte er dann und es klang, als müsse er dazu all seinen Mut zusammen nehmen. "Ich ..."

"Oh Gott", unterbrach sie ihn und starrte auf die große Turmuhr mit den Sternzeichen darauf. "Wir müssen los."

Sie eilten an dem Palazzo vorbei zum Steg, wo bereits ein Gondoliere auf sie wartete.

"Hexensud", murmelte er, als sie auf ihn zugingen.

"Und Gallenmark", erwiderte Ramona grinsend, es war das ausgemachte Codewort.

"Ich hoffe, ihr habt mein Geld", sagte der Mann mit dem dünnen Schnauzer und dem schwarz-weiß gestreiften Hemd.

Wortlos und unauffällig reichte sie ihm das Bündel Scheine. Er nickte, zählte es kurz und verschwand dann, ließ die beiden allein mit der schwarzen Gondel. Ramona und Quinn marschierten zum Ende des Stegs und setzten sich auf die Samtstufe in der Gondel, bevor sie das Seil losbanden.

"Ich hoffe, ich kriege das hin", sagte sie und paddelte los.

Erstaunt beobachtete Quinn sie dabei, während sie immer weiter hinausfuhren. Ghazavijel hatte die Stelle zwischen Venedig und der Insel Murano markiert. Als sie die Stelle fast erreicht hatten, hielt sie inne. Ein ungutes Gefühl befiel sie, aber sie vermochte nicht zu sagen, was es war.

"Alles in Ordnung?", fragte Quinn. Genau in diesem Moment sah sie etwas unter der Wasseroberfläche, etwas Großes. Es raste mit unheimlicher Geschwindigkeit auf sie zu.

"Vorsicht!", warnte sie.

Kurz bevor das Etwas ihre Gondel erreichte, durchbrach es die Wasseroberfläche, ragte in die Höhe und entpuppte sich als ein unheimliches Wasserwesen. Es hatte die vage Gestalt eines Pferdes, war aber durchsichtig schillernd und besaß anstelle von Hufen einen Fischschwanz und breite Flossen ragten aus seinem Rücken. Mit geblähten Nüstern stürmte es auf sie zu und sprang Ramona entgegen. Im allerletzten Moment wich sie zur Seite aus und drückte ihren Rücken schmerzhaft gegen das Boot. Das Pferd schoss über sie hinweg und verschwand wieder im Wasser. Ihr Atem beschleunigte sich. Sie wusste sehr wohl, was das für ein Wesen war. Ein Kelpie! Normalerweise waren sie in den Sphären Irlands zu finden, in den Legenden versprachen sie, Reisende über Seen zu geleiten, doch sobald die armen Opfer auf ihrem Rücken saßen, zogen sie sie mit sich in die Tiefe und fraßen sie dort. Einen von ihnen hier zu sehen, war merkwürdig, und sie wusste auch genau, wer dahinter steckte. Aber wo war Alvaro?

Kaum hatte sie sich aufgerichtet, griff das Wesen erneut an. Ramona wollte ihren Dolch aus der Halterung an ihrem Oberschenkel ziehen, doch die Zeit war zu knapp, die Waffe zu werfen. Sie hatte keine Wahl und ließ sich fallen. Die Gondel schwankte so heftig, dass Wasser überschwappte. Blitzschnell, als der Bauch des Kelpie direkt über ihr war, schnitt sie das Zaumzeug durch. Noch im Sprung stieß das Tier einen schrecklichen Laut aus und löste sich dann in nichts auf. Ramonas Herz pochte wild. Um eines von ihnen beherrschen zu können, musste man ihnen Zaumzeug anlegen, und als sie es durchtrennt hatte, war der Kelpie frei geworden. Wahrscheinlich kehrte er nach Irland zurück. Quinn half ihr in eine aufrechte Position. "Bist du verletzt?"

Sie schüttelte den Kopf. Ihre Gondel trieb weiter in Richtung ihres Ziels und plötzlich spürte sie eine Energiewelle.

Ein Sichtschild! Jemand hatte die Stelle manipuliert, sodass man aus der Entfernung nicht erkennen konnte, ob da noch jemand oder etwas war. Nun, da sie in dieses Feld eingedrungen waren, verlor es für sie seine Wirkung und sie sahen, was sich vor ihnen befand.

Ein Motorboot, größer als ihre Gondel und sicher auch schneller. Und darauf befand sich ...

"Alvaro", zischte si

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