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Der unsichtbare Killer SF-Thriller von Hamilton, Peter F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2013
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der unsichtbare Killer

Newcastle im Jahr 2142. Detective Sidney Hurst untersucht einen brutalen Mord und stellt dabei fest, dass es sich um einen Serientäter handeln muss. Zwanzig Jahre zuvor sind schon einmal Menschen auf dieselbe bestialische Weise ermordet worden, aber nicht auf der Erde, sondern auf dem Tropenplaneten St. Libra. Damals wurden die Morde einer unbekannten außerirdischen Spezies zugeschrieben. Eine Expedition reist zu der Dschungelwelt, um nach Hinweisen zu suchen. Dann beginnen die Morde von Neuem ... 'Überaus beeindruckend. Wir wiederholen es gern wieder: Niemand versteht sich auf große SF so sehr wie Hamilton' SFX

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1136
    Erscheinungsdatum: 20.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838724676
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Great North Road
    Größe: 2563 kBytes
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Der unsichtbare Killer

Montag, 14. Januar 2143

Das laute Summen des Weckers zerrte Sid aus dem Schlaf. Seufzend streckte er den Arm nach der Schlummertaste aus.

"Oh nein, das wirst du nicht." Jacinta griff über ihn hinweg und packte seine Richtung Wecker wandernde Hand.

Er seufzte abermals, lauter diesmal und frustriert. Der Alarm plärrte ungerührt weiter. "Herrgottnochmal, Schatz, ist ja schon gut." Er schwang seine Beine aus dem Bett. Erst da hielt sie es für verantwortbar, seine Hand loszulassen. Augenblicklich ließ er sie rachsüchtig auf den Wecker hinabfahren, und das abscheuliche Geräusch verstummte. Er gähnte. Seine Augen tränten, und er fühlte sich, als hätte er maximal zehn Minuten geschlafen. Es war kalt im Zimmer, trotz der erneuerten Klimaanlage, die hinter den Deckenschlitzen vor sich hin schnurrte.

Jacinta kletterte auf ihrer Seite ebenfalls aus dem Bett. Sid nahm den Wecker und hielt ihn sich dicht vors Gesicht - nur so vermochte er die leuchtenden grünen Zahlen zu entziffern.

6:57 Uhr.

"Scheiße." Er konnte nicht aufhören zu gähnen. Sein Bodymesh hatte Wachstatus registriert und wartete die voreingestellte Minute ab, bevor es die Displays und Audiotöne aktivierte. Dann entfalteten die Iris-Smartcells das Geisterpantheon vor seiner Sicht, welches ihr grundlegendes Icon-Rasternetz darstellte.

"Wann bist du denn nach Hause gekommen?", fragte Jacinta. Sie sah ihn verwundert an. Er schaffte es, im Gegenzug schwach zu grinsen, und genoss einen Moment lang einfach nur ihren Anblick. Jacinta war bloß drei Jahre jünger als er, aber die Zeit war an ihr so viel spurloser vorübergegangen. Ihr Haar war jetzt kürzer als damals in London, als sie sich kennengelernt hatten, aber immer noch üppig und um diese Morgenstunde stets ungezähmt und zerzaust. Und auch ihre Figur war noch genauso tipptopp, schlanker, als man es bei einer Mutter von zwei Kindern annehmen würde. Das war alles in erster Linie auf ihre große Entschlossenheit zurückzuführen. Ohne ein überflüssiges Pfund und mit ihren durch eiserne, regelmäßige Gymnastikübungen trainierten Muskeln war sie zum Anbeißen fit. Am meisten von allem aber war es ihre Haut, die über ihr Alter hinwegtäuschte; sie war so glatt und straff wie seit eh und je und schien jedem Fältchen erfolgreich zu trotzen. Was allerdings nicht gar so erstaunlich war angesichts des Umstands, dass sie die Hälfte ihres OP-Schwestern-Gehalts für Cremes, Lotionen, pharmazeutische Gels und viele, viele andere Produkte aus jener Kaufhausabteilung draufgehen ließ, die Männer Angst hatten zu betreten.

Scharfe, grüne Augen spähten zu ihm hinüber, während der erste Haarclip an seinen Platz geklemmt wurde. "Hallo?"

"Ungefähr halb vier", erwiderte er.

"Oh Liebling! Wieso? Was ist passiert?" Mit einem Mal war sie wieder das Mitgefühl selbst.

"Ich hatte einen Eins-Null-Eins."

"Nein! Am ersten Abend schon wieder? Das ist echt Pech."

"Es kommt noch schlimmer", sagte er. "Erzähl's auf der Arbeit bitte nicht rum, okay - aber das Opfer ist ein North."

"Ach du Scheiße", stieß sie halb flüsternd aus.

"Wie man's nimmt." Er zuckte die Achseln. "O'Rouke wird mich wohl, kaum dass die Frühschicht angefangen hat, von dem Fall abziehen."

"Bist du sicher?"

"Oh ja. Die Untersuchung muss absolut korrekt durchgeführt werden."

"Das kannst du doch auch", entgegnete sie sogleich und nicht nur ein bisschen empört.

"Ja, schon." Das war die Schande an der Sache: Er wusste, dass er die Untersuchung wirklich leiten konnte, und zwar gut leiten. Tatsächlich hatte ihm die Herausforderung, die halbe Nacht lang eine Fallstrategie auszuarbeiten, damit die Frühschicht direkt loslegen konnte, sogar ganz gut gefallen. So war das mit den Karrierekillern - wenn man es richtig machte, konnten sie genauso leicht zu einem Karriere sprungbrett werden. "Aber ich bin erst sechs Stunden wieder im Dienst."

Sie sah ihn mit

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