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Der Zorn der Trolle Roman von Hardebusch, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2009
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der Zorn der Trolle

Die Erfolgsgeschichte der Trolle geht weiter Hören Sie das Grollen? Spüren Sie das Beben der Erde? Tief in der Dunkelheit ist etwas erwacht: Wesen, die der Albtraum vieler Legenden sind, deren Namen nur geflüstert werden. Lesen Sie das größte Abenteuer, das J. R. R. Tolkiens gefährlichstes Volk je erlebt hat! Sie sind groß, stark und hässlich - Trolle. In 'Die Trolle' und 'Die Schlacht der Trolle' haben sie Zwergen, Magiern und Elfen das Fürchten gelehrt. Gemeinsam mit den Menschen sind sie in eine schicksalhafte Schlacht gezogen, der Feind schien besiegt. Doch nun kehrt er zurück, mächtiger als je zuvor, und die Nachkommen der Helden müssen sich der Herausforderung ihres Lebens stellen. Gemeinsam müssen sie eine Waffe gegen den Feind finden, sonst drohen alle Völker unterzugehen ... 'Die Trolle' - ausgezeichnet mit dem Deutschen Phantastik Preis 2007 für das beste deutschsprachige Roman-Debüt. Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein großes Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seiner Troll-Romane - "Die Trolle" wurden 2007 mit dem Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet - und der Sturmwelten-Saga ist er als freischaffender Autor tätig. Er lebt und arbeitet in Speyer.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 09.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641032715
    Verlag: Heyne
    Serie: Die Trolle Bd.3
    Größe: 1704 kBytes
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Der Zorn der Trolle

1 D as Brüllen hallte durch die Gänge und Höhlen, ein tiefes, dumpfes Geräusch, das sich an den Wänden brach. Die Kämpfer umklammerten sich gegenseitig, schlugen mit den Fäusten aufeinander ein, rissen mit Klauen und Hauern tiefe Wunden. Ihr dunkles Blut lief über ihre knotige, graue Haut, troff zu Boden und sammelte sich in kleinen Seen. Ihr Schnauben drang an Kerrs Ohren, und seine Nüstern zuckten beim Geruch des Blutes. Im Zwielicht der Kaverne kämpften die größten Jäger ihrer Stämme, und das Schauspiel hielt Kerrs Blick nahezu gefangen. Doch der Troll hatte in seinem Leben schon zu viel gesehen, um sich gänzlich davon vereinnahmen zu lassen. Sieh dich um. Das würde Druan mir raten, dachte der Troll. Sieh dich um und verstehe. Amüsiert folgte er dem erdachten Rat seines alten Lehrmeisters. Dass Druan so lange Zeit nach seinem Tod noch immer anwesend war, erfreute ihn. Die Trolle standen in einem weiten Kreis in der Höhle. Viele Stämme waren gekommen. Zwischen den Trollen sah Kerr auch Andas Kinder, die ebenfalls dem Ruf gefolgt waren. Kerr konnte die Schatten des Dunkelgeists erkennen, die über ihre Haut liefen, sah die Wildheit in ihrer Gestalt, das kaum gezähmte Verlangen, in den Kampf einzugreifen. Sie waren größer als die Trolle aller anderen Stämme und von einem Kampfeswillen erfüllt, der selbst Pard gefallen hätte. Einst wäre ein Kampf wie dieser undenkbar gewesen. Nicht Jagd, nicht Krieg war der Anlass, sondern nur ein Zusammentreffen zweier Gegner. Es gab keinen Streit, keine Meinungsverschiedenheit, die mit der Faust gelöst werden musste. Es ging nicht um die Frage nach dem Anführer, die nur im Zweikampf beantwortet werden konnte. Der Kampf galt allein dem Kräftemessen und jenen, die dabei zusahen. Auch Kerr empfand beim Anblick der zur Schau gestellten Stärke beider Kontrahenten Freude. Dennoch wanderte sein Blick über die Zuschauer. Bei diesen seltenen Zusammentreffen vermengten sich die ursprünglichen Trolle und Andas Kinder, während sie sich ansonsten aus dem Weg gingen. Nur wenn sie in den Krieg zogen, fanden sie zueinander, wie die Zwerge zu ihrem Leidwesen mehr als einmal festgestellt hatten. Die Sprösslinge von Andas Zorn lebten tiefer als die übrigen Stämme in den Gebeinen der Erde, wo das Dasein noch härter war und nur ihre legendäre Kraft und Zähigkeit ihnen überhaupt ein Überleben ermöglichte. Dort, wo die Luft stets heiß war und es nur wenig Wasser und Nahrung gab, trotzten sie der Welt ihre Existenz ab. Der Kampf wogte noch hin und her, doch Zran wurde müde, während seine Gegnerin über die unerschöpfliche Kraft des Dunkelgeists verfügte. Er ist kein Pard, dachte Kerr bei sich, und bei der Erinnerung an den großen Jäger verzog er schmerzlich das Gesicht. Pard war es einst gewesen, der sich Anda entgegengestellt hatte und dem es gelungen war, die unbesiegbar erscheinende Trollin zu töten, auch wenn es ihn sein eigenes Leben gekostet hatte. Immer noch vermisste Kerr den Anführer ihres Stammes, der ihn oft wegen seiner Schwächen verspottet hatte. Aber er hat auch meine Stärken erkannt, und er hat mir vertraut. Wir könnten einen wie ihn gebrauchen. Seit Turk gefallen ist, fehlt den Jägern einer, der so ist, wie diese beiden es waren. Als wolle er die düsteren Gedanken des Trolls bestätigen, verlor Zran in diesem Moment den Halt und fiel zu Boden. Sein Gegenüber beugte sich über ihn, und für einen Moment glaubte Kerr, dass die Trollin sich auf ihn stürzen würde. Unbewusst spannte er die Muskeln an, bereit, voranzustürmen. Gewalt lag in der Luft; er konnte sie riechen, schmeckte sie auf der Zunge, fühlte sie im Schlag seines Herzens. Doch Andas Kind legte nur den Kopf in den Nacken und ließ ein Siegesgeheul ertönen. Langsam atmete Kerr aus und entließ die Spannung aus seinem Leib. Er war einer der wenigen, die noch die Zeiten des Trollkrieges kannten, weil er dabei gewesen war. Die Wirren der

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