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Die blutige Sonne von Bradley, Marion Zimmer (eBook)

  • Erschienen: 31.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die blutige Sonne

Bestsellerautorin Marion Zimmer Bradley ('Die Nebel von Avalon') hat mit dem opulenten Darkover-Zyklus eine einzigartige Romanreihe geschaffen: Die fesselnde Geschichte einer geheimnisvollen fremden Welt und ihrer Bewohner ist Kult! Nach Jahren im Dienst des terranischen Imperiums kehrt Jeff Kerwin auf den Planeten Darkover zurück. Er will nach seinen Wurzeln suchen und das Geheimnis seiner Herkunft entschlüsseln. Was er noch nicht ahnen kann: Er ist weit mehr als der Sohn eines terranischen Raumfahrers und einer Darkovanerin - er ist die Schlüsselfigur in einem seit langer Zeit tobenden Kampf zwischen denen, die um jeden Preis an den alten Werten festhalten wollen, und jenen, die Darkover in eine neue Ära führen...

Produktinformationen

    Größe: 1215kBytes
    Herausgeber: Edel Elements
    Untertitel: Ein Darkover Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 344
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783955306014
    Erschienen: 31.10.2014
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Die blutige Sonne

Der Fremde, der nach Hause zurückkehrt,
schafft sich kein Zuhause,
sondern macht das Zuhause fremd.
Prolog: Darkover

Die Leronis

Leonie Hastur war tot.

Die alte Leronis , Zauberin der Comyn, Bewahrerin von Arilinn, Telepathin, im Besitz aller Macht, die die Matrix-Wissenschaften auf Darkover verleihen konnten, starb, wie sie gelebt hatte - allein, abgesondert hoch oben im Turm von Arilinn.

Nicht einmal Janine Leynier, ihre Priesterin-Novizin-Schülerin, kannte die Stunde, als der Tod leise in den Turm kam und sie in eine der anderen Welten entführte, in denen sie so frei umherzustreifen gelernt hatte wie in ihrem eigenen umschlossenen Garten.

Sie starb allein, und sie starb unbetrauert. Denn obwohl Leonie in allen Domänen Darkovers gefürchtet, verehrt und fast wie eine Göttin angebetet worden war, hatte man sie nicht geliebt.

Einmal war sie sehr geliebt worden. Es hatte eine Zeit gegeben, als Leonie Hastur eine junge Frau war, schön und keusch wie ein ferner Mond, und Dichter hatten zu ihrem Ruhm geschrieben und sie mit dem süßen Gesicht Liriels, dem großen violetten Mond, verglichen, oder mit einer Göttin, die herabgestiegen war, unter den Menschen zu leben. Sie war von denen, die unter ihrer Herrschaft im Arilinn-Turm lebten, hoch verehrt worden. Die ihr Leben bestimmenden Gelübde hätten es zu einer unvorstellbaren Blasphemie gemacht, daß ein Mann auch nur ihre Fingerspitzen berührte. Und trotzdem war Leonie einmal geliebt worden. Aber das war lange her.

Während die Jahre dahinzogen und sie immer einsamer machten, sie immer mehr von der Menschheit abschnitten, war sie weniger geliebt und mehr gefürchtet und gehaßt worden. Der alte Regent Lorill Hastur, ihr Zwillingsbruder (denn Leonie war in das königliche Haus der Hasturs von Hastur hineingeboren worden, und hätte sie nicht den Turm gewählt, wäre ihre Stellung höher als die jeder Königin im Lande gewesen), war lange tot. Ein Neffe, den sie nur einige wenige Male gesehen hatte, stand hinter dem Thron Stefan Hastur-Elhalyns und war die wirkliche Macht in den Domänen. Aber für ihn war Leonie ein Geflüster, eine alte Sage und ein Schatten.

Und jetzt war sie tot und lag, wie es der Brauch war, in einem nicht gekennzeichneten Grab innerhalb der Mauern von Arilinn, wohin kein menschliches Wesen, das nicht aus Comyn-Blut war, zu gelangen vermochte. Und es waren wenige am Leben, sie zu beweinen.

Einer der wenigen, die weinten, war Damon Ridenow. Er hatte vor Jahren in die Domäne von Alton eingeheiratet und war kurze Zeit Vormund Valdirs von Armida, des jungen Erben von Alton, gewesen.

Als Valdir zum Mann herangewachsen war und eine Frau nahm, war Damon mit seinem ganzen Haushalt - und der war groß - nach dem Gut Mariposa-See, reizvoll im Vorland der Kilghardberge gelegen, übergesiedelt. Leonie war jung und Damon war ebenfalls jung und Mechaniker im Turm von Arilinn gewesen, da hatte er Leonie geliebt - keusch geliebt, ohne eine Berührung oder einen Kuß oder einen Gedanken daran, die Eide, die sie banden, zu brechen. Trotzdem hatte er sie mit einer Leidenschaft geliebt, die seinem ganzen späteren Leben Form und Farbe geben sollte. Als er von ihrem Tod hörte, ging er allein in sein Arbeitszimmer, und dort vergoß er die Tränen, die er nicht vor seiner Frau und deren Schwester - diese war einmal Leonies Stellvertreterin in Arilinn gewesen - oder sonst jemandem aus seinem Haushalt vergießen wollte. Sie mochten von seinem Leid wissen, denn unter Comyn-Telepathen konnten solche Dinge nicht gut verborgen werden, aber keiner sprach davon. Nicht einmal seine erwachsenen Söhne und Töchter fragten, warum ihr Vater sich absonderte und trauerte. Natürlich war Leonie für sie nur eine Legende mit einem Namen.

Während die Nachricht sich durch die Domänen verbreitete, wurden selbst in den entlegensten Ecken des Landes aufgeregt Spekulationen über die Frage angestellt, die von

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