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Die Brücke der Gezeiten 6 Der unheilige Krieg von Hair, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.04.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Brücke der Gezeiten 6

In diesem Krieg ist nichts heilig ... Der Krieg tobt um die Mauern der heiligen Stadt Shaliyah und auf dem ganzen Kontinent, doch die Truppen des Ostens schöpfen neue Kraft - und der Kampf um Urte ist noch nicht entschieden. Denn der Schlüssel zum Sieg befindet sich nicht in den Waffen der Soldaten, sondern in einem uralten Artefakt. Doch das liegt in den Händen von Ramita. Sie, die Witwe des größten Magiers aller Zeiten, trägt die Macht in sich, den Krieg zu beenden - oder die Welt zu zerreißen. Der neuseeländische Schriftsteller David Hair wurde für seine Jugendromane bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Brücke der Gezeiten ist seine erste Fantasy-Saga für Erwachsene. Nach Stationen in England, Indien und Neuseeland lebt er nun in Bangkok, Thailand.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 17.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641181130
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Unholy War (The Moontide-Quartet 3) Part Two
    Größe: 5508 kBytes
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Die Brücke der Gezeiten 6

Brochena in Javon, Antiopia
Rajab (Julsept) 929
Dreizehnter Monat der Mondflut

Gurvon Gyle umklammerte den Gnosisstab und schloss die Augen, damit der gedämpfte Lärm der Stadt und die langsam über den Boden des Turmzimmers kriechenden Sonnenstrahlen ihn nicht ablenkten. Bis auf die verbrannten Überreste von Elenas Trainingsmaschine Bastido war der Raum vollkommen leer. Gurvon wusste selbst nicht recht, warum er den verkohlten Holzhaufen aufhob, aber irgendetwas gefiel ihm daran. Er atmete aus, stellte sich das geheime kaiserliche Siegel vor und sandte seinen Geist aus, schickte ihn auf die Suche nach einem weiteren solchen Siegel im Äther, jenem Ort, der weder ganz zu dieser Welt gehörte noch zu der dahinter. Dann sah er die anderen. Sie warteten bereits.

Edle Herren, edle Dame , begrüßte er sie.

Magister Gyle, willkommen. Mater-Imperia Lucia Fasterius war die Höflichkeit selbst, Erzprälat Dominius Wurther setzte ein freundliches, wenn auch distanziertes Lächeln auf. Die anderen zeigten sich weniger erfreut: Tomas Betillon und Kaltus Korion schnaubten nur leise, Calan Dubrayle würdigte ihn keines Blickes. Aber da war noch eine weitere Präsenz, eine, die Gurvon nicht kannte: ein keckes, selbstzufriedenes Gesicht mit dunklem Haar und einem üppigen, von grauen Strähnen durchzogenen Schnauzbart.

Magister Gyle? , fragte der Fremde. Ich bin Jean Benoit.

Gurvon versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Gildemeister Benoit ... das ist eine Überraschung. Er schaute hinüber zu Lucia. Ich wusste nicht, dass die Händlergilde nun auch Zutritt zu unserem Kreis hat.

Es wird bei diesem einen Mal bleiben, warf Tomas Betillon verärgert ein. In Hebusal sehe ich den Scheißkerl schon oft genug.

Tomas! , tadelte Lucia sanft. Benehmt Euch.

Gurvon rief sich das erste Treffen ins Gedächtnis, als er der Gruppe seine Pläne für den Dritten Kriegszug dargelegt hatte. Eines der wichtigsten Ziele war es gewesen, die Macht der Händlermagi zu brechen, und jetzt war Jean Benoit hier, der Gildemeister persönlich. Gurvon erinnerte sich noch gut an Lucias grenzenlose Verachtung für die Händler, vor allem für die, die ihren Reichtum darauf verwendeten, Magi-Kinder zu kaufen, um Nachkommen mit ihnen zu zeugen. Wäre Elena Anborn zugegen gewesen, hätte ihn das kaum mehr überraschen können.

Mater-Imperia , fragte er, Ihr habt dieses Treffen sehr kurzfristig einberufen. Gibt es ein Problem?

Ich hoffe nur, es hat nichts mit mir zu tun. Er dachte an die Lage in Javon: König Francis Dorobon schien zufrieden und ahnte nichts von seiner bevorstehenden Entmachtung. Die Söldnerlegionen fügten sich immer besser in Brochena ein, auch die Versorgung von Kaltus Korions Truppen war gewährleistet, wie Lucia verlangt hatte. Der javonische Adel war zerstritten und konnte sich nicht auf einen neuen König einigen - und das, obwohl jeder wusste, dass dies einem Todesurteil für den jungen Timori Nesti gleichkam. Ceras Anhörungen im Bettlerhof spalteten die jhafische Priesterschaft und lenkten sie ab. Selbst Elenas Anschläge hatten aufgehört. Gurvon war vorsichtig optimistisch, dass er Javon so gut wie in der Tasche hatte.

Die Mater-Imperia räusperte sich. Auch während der bisherigen Kriegszüge ergab sich etwa um diese Zeit eine Situation, bei der wir den Gildemeister hinzuziehen mussten. Ich werde nun an den kaiserlichen Schatzmeister übergeben, da die Angelegenheit hauptsächlich ihn betrifft.

Die im Äther schwebenden Gesichter wandten sich Dubrayle zu.

Und? , fragte Kaltus Korion müde. Der General sah angespannt aus. Seit der Schlacht bei Shaliyah war sein Heeresflügel damit beschäftigt, Aufstände in beinahe jedem Dorf und jeder Stadt niederzuschlagen. Natürlich war damit zu rechnen gewe

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