text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall von Zehm, Carsten (eBook)

  • Verlag: ACABUS Verlag
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall

Karen und Mihai wollten einfach nur durch die Berge wandern, ein leichtes Training im Erzgebirge vor einer größeren Tour im nächsten Jahr. Als Karen ihren Mann Mihai dann in der Höhle sieht, traut sie ihren Augen nicht: Sein Arm steckt bis zum Ellenbogen in einer Felswand. Im nächsten Moment macht er einen Schritt und verschwindet im Felsen. Weil Karens Angst um ihren Mann größer ist als die vor der Felswand, folgt sie ihm. Die Felswand entpuppt sich als Schwelle zu einer Parallelwelt der Erde, bevölkert ausschließlich von Insekten, Vögeln und Echsen in allen Größen und vorstellbaren Erscheinungsformen. Ehe sich die zwei Menschen versehen, werden sie durch vernunftbegabte Echsen gefangen genommen und verschleppt. Schnell aber wird klar, dass die Echsen, die sich Krex nennen, nicht ihre Feinde sind. Eine der Echsen, die sich als 'Hüter der Schwelle' bezeichnet, erklärt ihnen, dass sie hier sind, um eine Aufgabe zu erfüllen. Die Echsen leiden unter einer Veränderung des Sonnenlichtes, die alles Leben auf der Ebene der Krex bedroht. Hervorgerufen wird das 'Graue Licht' durch eine Waffe, den Staub-Kristall, der sich im Besitz des geheimnisvollen Schattenherrn befindet. Karen und Mihai, die als einzige nicht von dem Grauen Licht beeinflusst werden, müssen den Schattenherrn finden und besiegen. Gelingt es ihnen nicht, ihn aufzuhalten, wird er sich nach der Zerstörung dieser Welt mit dem Staub-Kristall und einer Armee seiner Geschöpfe aufmachen, um andere Ebenen anzugreifen. Auf dieser Reise müssen sich die beiden Menschen ihren größten Ängsten und Problemen stellen: Mihai seiner überwunden geglaubten Drogensucht und Karen ihrer fast schon krankhaften Angst, Mihai zu verlieren. Nur wenn sie gemeinsam kämpfen, nur wenn sie aneinander glauben, kann ihnen die Erfüllung ihrer Aufgabe gelingen ... Die Chroniken der Reisenden: Was, wenn unsere Erde nur eine Erscheinungsform von vielen ist, nur eine Ebene von scheinbar unendlich vielen Parallelwelten? Was, wenn diese Welten durch ein System miteinander verbunden sind? Es ist die 'Schwelle', welche Reisenden auswählt und diese auf andere Ebenen der Erde schickt, weil sie dort eine Aufgabe zu erfüllen haben. Ihre Abenteuer sind festgehalten in den 'Chroniken der Reisenden'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862820719
    Verlag: ACABUS Verlag
    Größe: 356 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall

II. DIE ANKUNFT - MITTWOCH (AM TAG ZUVOR)

Die Spätnachmittagssonne erreichte den Wiesengrund schon lange nicht mehr. Sie wurde von den umstehenden Bergen abgeschirmt, so dass sich eine leichte Dämmerung im Tal ausbreitete, obwohl es noch mehr als vier Stunden bis zum Sonnenuntergang waren. Zwei müde, verschwitzte Wanderer erreichten den Teich, sahen sich um und grinsten.

"Cool", sagte sie. "Hier bleiben wir mindestens zwei Tage." Mit dieser Bemerkung wischte sie wie beiläufig das Lächeln von seinem Gesicht.

Sie ließ bestimmt ihren Rucksack fallen, kramte ein Handtuch hervor und begann sich auszuziehen, dabei bewusst seine finstere Mine ignorierend. Sie hatte eine Entscheidung getroffen und er musste sich danach richten. Schließlich hatte sie sich bei der Planung ihres Urlaubs nach ihm gerichtet, da konnte er ihr mit ein bis zwei Tagen schon entgegenkommen.

"Ich muss erst einmal baden."

"Karen! Zwei Tage! Wir wollen doch noch nach Dresden!"

Er gönnte sich nur einen kurzen Blick auf die schlanke, nackte Frau, ließ dann missmutig seinen Rucksack ins Gras gleiten, holte jedoch kein Handtuch hervor, sondern begann, wie jeden Abend das Zelt unter seinem Rucksack abzuschnallen und einen Platz dafür zu suchen. Wahrscheinlich würde er sie nicht umstimmen können, dazu war Karen viel zu willensstark, aber ein Versuch konnte nicht schaden.

Karen planschte bereits im Wasser. Wegen der Kälte des Gewässers hatte sie laut gejauchzt, als der junge Mann seine Bedenken geäußert hatte. "Was hast du gesagt, Mihai?"

"Wir hatten doch bereits zwei Ruhetage in den letzten beiden Wochen. Und das hier ist nur das Erzgebirge. Was willst du denn im nächsten Jahr machen, wenn wir ins Wettersteingebirge fahren? Meinst du wirklich, das Höllental oder die Zugspitze sind so erholsam wie diese Wiese hier?"

"Oh Mann! Fang doch nicht wieder damit an." Karen kam schnaufend und prustend aus dem Wasser. "Buh - das ist kalt." Sie nahm ihr Handtuch und begann sich abzurubbeln.

Mihai blickte erneut kurz hin und wandte sich wieder dem Zelt zu. Toll, wieder ein Tag Pause! Das passte ihm gar nicht.

Seit zwei Wochen wanderten sie jetzt schon durch den Thüringer Wald und das Erzgebirge, ab und an unterstützt von einer kleinen Bustour oder einer kurzen Eisenbahnfahrt. Dresden und die Sächsische Schweiz standen noch auf seinem Plan für die letzten sieben Tage und schon wieder einen freien Tag wollte er sich nicht gönnen. Aber wie sollte er seine Freundin von diesem Platz weg bekommen? Schatten, sicherlich auch Sonne tagsüber, Felsenwand, Bäume, Wiese und dieser wunderbare Teich - in dem er dann auch dringend baden musste - luden geradezu zum Verweilen ein. Aber die Zeit!

Das war genau die Situation, in der er zur Entspannung einen Joint gebraucht hätte. Aber nein! Seit zwei Jahren war er darüber hinweg. So dachte er. Er ahnte nicht, dass seine Sucht sie beide in wenigen Tagen in eine schier ausweglose Situation bringen sollte.

"Nun schau nicht so grimmig drein." Karen kam von hinten zu ihrem Freund, wrang sich ihre Flut ungebändigter, mahagoniroter Locken aus und drehte sie zu einem dicken Zopf zusammen. Anschmiegsam kuschelte sie sich an seinen Rücken und umschlang ihn mit dem Handtuch. "Dresden läuft uns nicht weg und die Sächsische Schweiz auch nicht." Sie hatte seinen blonden Zopf zur Seite geschoben und küsste seinen Nacken.

Mihai hieb verbissen mit seiner Axt auf einen Hering ein.

"Hallo, großer Meister. Der Zelthaken kann nichts dafür. Aber schau doch mal. Ich bin sicher, dass wir hier in den nächsten 48 Stunden keine Me

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen