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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 1: Die Suche beginnt (Urban Fantasy) von Böhm, Nicole (eBook)

  • Verlag: Greenlight Press
eBook (PDF)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 1: Die Suche beginnt (Urban Fantasy)

Gewinner des Deutschen Phantastik Preises 2017 als 'Beste Serie'!
Gewinner des Deutschen Phantastik Preises 2016 als 'Beste Serie'!

Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders
endet als erwartet, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter
greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf
zwischen Licht und Schatten verknüpft.

Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und
den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.

Die Serie erscheint monatlich als E-Book mit ca. 120 Seiten Umfang.
Auch als Hardcover mit drei enthaltenen Romanen erhältlich.

Nicole Böhm wurde 1974 in Germersheim geboren. Sie reiste mit 20 Jahren nach Phoenix, Arizona, um Zeichnen und Schauspiel zu studieren. Es folgte eine Ausbildung an der American Musical and Dramatic Academy in New York, bei der sie ihre Schauspielkenntnisse vertiefte. Das Gelernte setzt sie heute ein, um ihre Charaktere zu entwickeln. Sie lebte insgesamt drei Jahre in Amerika und bereiste diverse Städte in den USA und Kanada, die nun als Schauplätze ihrer Geschichte dienen.
Nach einigen kleineren Engagements kehrte sie zurück nach Deutschland, wo sie als Assistentin einer Rechtsabteilung arbeitet. Sie fotografierte jahrelang nebenberuflich für eine Tierfotoagentur und verkaufte ihre Fotos an Bücher oder Magazine. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann und Pferd Bashir in der Domstadt Speyer. Sie ist Mitglied im Bundesverband junger Autoren und erstellt ihre eigenen Grafiken für ihre Geschichte.
Im August 2014 startet ihre eigene Serie 'Die Chroniken der Seelenwächter' bei der Greenlight Press.
Weitere Informationen findet ihr im Internet.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 149
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958340022
    Verlag: Greenlight Press
    Größe: 952 kBytes
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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 1: Die Suche beginnt (Urban Fantasy)

1. Kapitel

Jaydee

Ich rannte durch den Park. Der Kies knirschte unter meinen Stiefeln, das Adrenalin peitschte in meinen Adern und schwemmte meine Hemmschwelle davon. Mein Blut war in Aufruhr wie die See bei einem Orkan. Ich atmete ein, schwelgte in Euphorie, Vorfreude, der Gewissheit, dass mir nichts und niemand entkommen konnte. Der Jäger kontrollierte mich längst und stärkte meine Sinne. Ich hörte die Käfer im Gras kriechen, roch den süßlich-herben Duft der Akazienbäume, spürte das Prickeln des Morgens auf meiner Haut. Es gab mir mit jedem Atemzug, mit jedem Herzschlag neue Kraft. Für die Zeit der Jagd fühlte ich mich lebendig; frei, als wäre es genau das, wofür ich erschaffen wurde.

Ich sah zum Himmel. In etwa einer Stunde löste der Tag die Nacht ab, und in den Morgenstunden war der Park bei Joggern besonders beliebt. Wenn ich ungestört mit meiner Beute bleiben wollte, sollte ich mich beeilen.

Eine Duftnote streifte mich wie die Berührung einer Frau in einer Bar; scheu, aber mit der festen Absicht, mich in ihr Territorium zu locken. Ich stoppte, blickte zur Eiche, die einsam auf einer Wiese thronte. Oh bitte, sie hatte sich nicht ernsthaft hinter diesem Baum versteckt. Ich hasse dumme Beute . Das war wie Sex ohne Höhepunkt: absolute Zeitverschwendung.

Ich bog vom Weg ab und schlich über die Wiese, die bereits nach Morgentau duftete. Die Beleuchtung reichte nicht aus, um diesen Teil aufzuhellen, was nichts machte, denn selbst im Halbdunkel erkannte ich noch die Adern der Blätter an den Bäumen, die Ameisen, die durchs Gras wuselten oder die Läuse in den Büschen. Der Geruch meiner Beute wurde intensiver, je näher ich der Eiche kam. Sie saß tatsächlich dahinter und glaubte, sich verstecken zu können. Unfassbar . Ich legte eine Hand auf den Baumstamm, ließ meine Fingerspitzen über das Holz gleiten. Auf der Jagd zog ich stets fingerlose Lederhandschuhe an, damit ich die Energie der Dinge, die ich anfasste, direkt aufnehmen konnte. Ich sog die Stärke des Baumes in mich, während ich ihn umrundete. Vor meinem geistigen Auge sah ich die Pärchen, die unter seinen Ästen Schatten gesucht hatten; Studenten, die schwatzten, lernten, plauderten, stritten. Und schließlich sah ich meine Beute, die hinter der Eiche kauerte und mich anstarrte. Sie schnaufte schwer. Einige blonde Strähnen hatten sich aus ihrem Zopf gelöst und klebten feucht in ihrem Gesicht. Ich hatte sie in der letzten Stunde vom Restaurant am See einmal quer durch den Park und bis an ihre Grenzen getrieben. Ihre Haut schimmerte blass im kargen Mondlicht. Ich schätzte, sie war um die zwanzig. Sie trug Sportkleidung, als käme sie gerade vom Joggen. Nette Tarnung, doch die würde ihr nichts nützen. Sie krallte die Nägel in die Rinde und erkannte, was für ein schlechtes Versteck sie sich gesucht hatte. Sie würde keine Gelegenheit haben, aus ihrem Fehler zu lernen.

"Was ... was willst du von mir?" Ernsthaft? Sie fragte, was ich von ihr wollte? Ihre Stimme klang sanft, weinerlich; die letzten Versuche, mich weichzuklopfen. Sie kramte hektisch in ihren Taschen, zog ein paar Scheine hervor. "Hier, nimm. Das ist alles, was ich bei mir habe. Warte! Den kannst du auch haben." Sie riss einen Ring vom Finger und warf ihn mir ebenfalls vor die Füße, während sie langsam vor mir zurückwich.

Erbärmlich, wie sie um ihr Leben feilschte. Ich ging langsam auf sie zu. Sämtliche Farbe wich aus ihrem Gesicht, als sie merkte, dass ich nicht auf ihr Geheule einging.

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