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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 5: Die Prophezeiung (Urban Fantasy) von Böhm, Nicole (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.01.2015
  • Verlag: Greenlight Press
eBook (ePUB)
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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 5: Die Prophezeiung (Urban Fantasy)

Jaydee hat es getan: Er ist an den Ort seiner Kindheit zurückgekehrt. Dort muss er erneut einem mächtigen Gegner gegenübertreten, den er fast nicht besiegen kann. William kann nun endlich zu der mysteriösen Familie nach Schottland reisen und sieht sich plötzlich zurück in seine Vergangenheit katapultiert. Alte Geheimnisse treten zum Vorschein, gemeinsam mit einer dunklen Bedrohung, die die gesamte Welt der Seelenwächter in Gefahr stürzt. Wer kämpft auf wessen Seite? Wem können die Seelenwächter vertrauen - und wen sollten sie besser fürchten? Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart. Nicole Böhm wurde 1974 in Germersheim geboren. Sie reiste mit 20 Jahren nach Phoenix, Arizona, um Zeichnen und Schauspiel zu studieren. Es folgte eine Ausbildung an der American Musical and Dramatic Academy in New York, bei der sie ihre Schauspielkenntnisse vertiefte. Das Gelernte setzt sie heute ein, um ihre Charaktere zu entwickeln. Sie lebte insgesamt drei Jahre in Amerika und bereiste diverse Städte in den USA und Kanada, die nun als Schauplätze ihrer Geschichte dienen. Nach einigen kleineren Engagements kehrte sie zurück nach Deutschland, wo sie als Assistentin einer Rechtsabteilung arbeitet. Sie fotografierte jahrelang nebenberuflich für eine Tierfotoagentur und verkaufte ihre Fotos an Bücher oder Magazine. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann und Pferd Bashir in der Domstadt Speyer. Sie ist Mitglied im Bundesverband junger Autoren und erstellt ihre eigenen Grafiken für ihre Geschichte. Im August 2014 startet ihre eigene Serie 'Die Chroniken der Seelenwächter' bei der Greenlight Press.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 07.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958340619
    Verlag: Greenlight Press
    Größe: 991 kBytes
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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 5: Die Prophezeiung (Urban Fantasy)

9. Kapitel

Die Sonne ging unter, als William endlich ankam. Schon wieder wehte der Wind um seine Ohren, doch diesmal war es nicht das kalte Pfeifen des Winters in Neuseeland, das an seinem Mantel zerrte, sondern die sommerlichen Temperaturen Schottlands. Wobei sommerlich hier hieß, dass es gerade mal knapp über zwanzig Grad warm war und für Williams Geschmack eher einem Herbsttag glich.

Er versuchte jetzt schon seit fast zwei Tagen, einen Termin mit dem Kontaktmann der Familie, Mr. Smith, zu bekommen. Zuerst hieß es, das Treffen könne sofort stattfinden, also war William nach Schottland geritten. Er hatte an der vereinbarten Stelle gewartet, doch es war niemand gekommen. William war nichts anderes übriggeblieben, als in die nächste Stadt zu reiten und sich einen weiteren Passanten zu suchen, der für ihn bei dem Kontaktmann anrief. Nach einigen lahmen Entschuldigungen vereinbarten sie ein neues Treffen, zu dem wieder niemand erschien. So ging das noch weitere zweimal, und jetzt hatte William genug davon. Er hatte sich vor Ort nach der Familie Blair erkundigt und mit Hilfe magischer Überzeugungskraft schließlich eine Adresse erhalten.

Und nun stand er hier und betrachtete das imposante Schloss, das inmitten der schottischen Highlands an einer Felsklippe oberhalb eines Sees stand. In der Ferne reckten sich die Berge gen Himmel, es sah aus, als hätte jemand eine grüne Decke darüber ausgebreitet und einzelne Hügel nach oben gezupft. Es war ein freies Land, ein unabhängiges Land, und es war Williams einstigem Heimatort nicht unähnlich. Er atmete tief ein, sog den Geruch aus Salz, Wiesen und Natur tief in seine Lungen. Auch seine Familie hatte in einer Festung gelebt, nicht so eindrucksvoll wie das Schloss der Familie Blair, doch es war ebenfalls sehr schön gewesen. Sie nannten sie damals Rockshell, weil sie so nahe an den Klippen des Meeres gebaut worden war. Heute war davon nichts mehr übrig. Nicht nur der Zahn der Zeit hatte dafür gesorgt, sondern die Machenschaften seines eigenen Vaters. Er hatte sich auf ein Spiel mit dem Teufel eingelassen und dabei alles verloren. William würde nie vergessen, wie er eines Tages nach Hause kam und seinen Vater mit der alten Hexe dabei erwischte, wie sie die Innereien eines Widders an einen dunkel gekleideten Priester verkauften und darüber verhandelten, wer das nächste Opfer sein sollte. Das war der Tag, an dem William hinter das Geheimnis des immensen Familienreichtums gekommen war; er hatte erkannt, dass sich sein Vater dem Teufel verschrieben hatte - und nicht nur das: Auch seine Söhne sollten ihm folgen und in die dubiosen Geschäfte einsteigen. William zog sein Kreuz hervor, das er um den Hals trug, und küsste es. Er wusste, dass er stets darauf vertrauen konnte, von Gott geleitet zu werden, genauso wie er ihn damals von seiner Familie wegführte.

Ein Tropfen fiel auf seine Nase. William sah nach oben. Die Wolken am Himmel zogen sich zusammen und kündigten ein baldiges Unwetter an. Typisch für Schottland. Hier wechselte das Wetter schneller, als man blinzeln konnte. Er zog den Kragen seines Mantels enger, prüfte den Sitz seiner Tasche, in der die Haare der Undine aufbewahrt waren, und legte den Kopf in den Nacken, um bis zum Turmgiebel zu blicken, der in den tief hängenden Wolken verschwand.

Er lief näher an das Tor heran. Es war aus Eisen geschmiedet, mit spitzen Zacken, die es wohl jedem Eindringling unmöglich machten, darüber zu klettern. Der Zaun zog sich nach rechts und links weiter. Eine kleine Überwachungskamera hing über Williams Kopf. Sie surrte, ein Licht blinkte hinter der vorgewölbten Linse. Natürlich hatte drinnen schon jemand bemerkt, dass er hier war. William schulterte die Tasche mit den Haaren fester und überlegte sich, wie er über den Zaun kommen könnte. Hochspringen und dann darüberklettern wäre das Einfachste. Er

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