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Die Chroniken von Maradaine - Der Zirkel der blauen Hand Roman von Maresca, Marshall Ryan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.04.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die Chroniken von Maradaine - Der Zirkel der blauen Hand

Veranix Calbert führt ein aufregendes Doppelleben: Tagsüber ist er ein Student der Magie an der Universität von Maradaine, nachts klettert er über die Dächer der Stadt als heimlicher Rächer. Eines Nachts stört Veranix die Übergabe einer geheimnisvollen Lieferung und entkommt mit dem Diebesgut. Doch nicht nur der Unterweltboss Fenton will seine kostbare Ware zurückhaben. Bald machen auch diverse Straßengangs, mächtige Magier und gedungene Meuchelmörder Jagd auf Veranix ... Marshall Ryan Maresca wuch im Staat New York auf und studierte Film- und Videoproduktion an der Penn State. Er hat bereits als Stückeschreiber, Bühnenschauspieler, Theaterintendant und Amateurkoch gearbeitet. Heute widmet er sich vor allem dem Schreiben seiner Romane um die Stadt Maradaine. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Austin, Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 431
    Erscheinungsdatum: 27.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556144
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Thorn of Dentonhill
    Größe: 1129 kBytes
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Die Chroniken von Maradaine - Der Zirkel der blauen Hand

1. Kapitel

"Dieb!", rief jemand von der Tür her.

Das will was heißen , dachte Veranix Calbert. So einer nennt mich einen Dieb! Dabei war er gerade erst eingestiegen und hatte gar keine Gelegenheit gehabt, irgendetwas zu stehlen.

Der Kerl an der Tür war einen Fuß größer als Veranix, ein muskelbepackter Berg. Die Weste aus grauer Wolle, weiße Hemdsärmel und ein dünnes Rapier am Gürtel sollten ihm offenbar ein wohlhabendes Aussehen verleihen. Veranix grinste frech. "Wenn du glaubst, dass hier ein Dieb ist, ruf mal besser die Wache."

"Nein, Kleiner. Das wird nicht nötig sein." Der Mann zog seine Waffe und kam auf Veranix zu.

Eigentlich hätte niemand hier sein sollen. Veranix hatte den Ort drei Tage lang beobachtet. Dieses Kontor über einer Fischkonservenfabrik diente nur zur Übergabe. Keiner hielt sich darin auf, keiner bewachte den Raum. Genau darum ging es ja dabei - jede Aufmerksamkeit zu vermeiden.

"Meinst du wirklich?" Veranix spannte die Muskeln an. "Ich hab gehört, die Konstabler wären sehr hilfsbereit."

Der Mann stürzte sich auf ihn und schwang die Klinge. "Ich wird dir gleich helfen!"

Veranix sprang zur Seite, rollte sich ab und landete wieder auf den Füßen, gleich neben dem Schreibtisch in der Ecke. Zu seinem Glück hatte der Bursche zwar ein Rapier, aber keine Ahnung, wie man damit umging. Jede Menge Kraft, keine Raffinesse. Wer immer der Kerl sein mochte, ein Wachposten war er nicht. Veranix würde mit ihm fertig werden.

Er wünschte sich nur, er hätte seine Waffen nicht zurückgelassen. Ein anderer Vorteil blieb ihm aber ...

"Also ehrlich, Kumpel. Das find ich überhaupt nicht hilfreich", erklärte Veranix. Sein Blick flog über die Tischplatte, über die Papiere und Pergamente, die dort verstreut lagen. Das Zimmer war zu dunkel, um zu erkennen, ob die gesuchte Information darunter war.

"Nicht hilfreich für dich", sagte der Mann und wandte sich wieder Veranix zu. "Aber für meine Freunde. Los, Leute!"

Drei weitere Männer, gekleidet und bewaffnet wie ihr Kumpan, erschienen an der Tür.

"Das ist wirklich unsportlich", sagte Veranix. Ohne hinzuschauen, raffte er eine Handvoll Papiere zusammen und stopfte sie in die Manteltasche.

"Glaubst du ernsthaft, dass du damit hier rauskommst?", fragte der erste Angreifer. Alle vier Männer umringten Veranix und blickten sehr selbstzufrieden drein.

Sie hatten allen Grund dazu. Sie blockierten die Tür und das Fenster und sie waren muskulöse Männer mit Schwertern. Vor sich sahen sie einen unbewaffneten und dürren jungen Burschen, der kaum den Kinderschuhen entwachsen zu sein schien. Er saß in der Falle - glaubten sie.

"Wenn's euch nicht allzu viel ausmacht ...", sagte Veranix.

"Das tut es, Kumpel. Also leg alles wieder zurück, sonst helfen wir nach."

"Ein verlockendes Angebot", erwiderte Veranix. Er wirkte so wenig bedrohlich auf sie, dass sie immer noch nicht ihre Waffen zogen, die Hände ruhten locker auf den Griffen. Sie wollten eindeutig einen Kampf vermeiden. Das gab ihm einen Vorteil. Trotzdem war klar, dass er einen ehrlichen Kampf unmöglich gewinnen konnte - nicht mal gegen einen von ihnen, geschweige denn gegen vier dieser Gestalten.

Zum Glück hatte er nicht vor, ehrlich zu kämpfen.

In den verstreichenden Sekunden nahm Veranix so viel Numina auf, wie er nur konnte. Er formte es nicht lange aus. Er hatte keine Zeit, und er wollte sich den anderen gegenüber nicht verraten. Mit einem raschen, harten Stoß schleuderte er die magische Energie von sich. Die rohe Kraft dieses Angriffs reichte nicht, um einen der Gegner ernsthaft zu verletzen. Darum ging es gar nicht! Die Papiere auf dem Schreibtisch wirbelten auf und flatterten in einer dichten Wolke durch die Luft. Erschrocken sprangen die Männer zurück, und Veranix schoss auf die Tür zu.

Hastig sog er mehr Numina ein und entließ

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