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Die Chroniken von Maradaine - Die Alchemie des Chaos Roman von Maresca, Marshall Ryan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.02.2019 per Download lieferbar

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Die Chroniken von Maradaine - Die Alchemie des Chaos

Veranix' Doppelleben hält ihn ganz schön auf Trab: Tagsüber ist er Student der Magie an der Universität von Maradaine, nachts macht er Jagd auf Verbrecher. Mit der Prüfungszeit im Nacken, beschließt Veranix bei der Verbrecherjagd vorerst etwas kürzerzutreten. Doch schon bald wird er von seinem ambitionierten Vorhaben abgelenkt, denn ein zwielichtiger Alchemist sorgt an der Universität für Angst und Schrecken, und Veranix scheint der Einzige zu sein, der ihn stoppen kann ... Marshall Ryan Maresca wuchs im Staat New York auf und studierte Film und Videoproduktion an der Penn State Universität. Er hat bereits als Stückeschreiber, Bühnenschauspieler, Theaterintendant und Amateurkoch gearbeitet. Heute lebt Maresca mit seiner Frau und seinem Sohn in Austin, Texas. Weitere Informationen finden Sie auf seiner Website unter www.mrmaresca.com.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 462
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732561032
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Alchemy of Chaos
    Größe: 2254 kBytes
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Die Chroniken von Maradaine - Die Alchemie des Chaos

1. Kapitel

Der "Hundezahn" war eine Abscheulichkeit von Kneipe, ein Verhau aus Bauholz und Verputz, den man in eine Baulücke zwischen Ziegelhäusern an der Kreuzung von Cole und Hester hineingezwängt hatte. Bell war überrascht, dass die Universität diesen Schandfleck so nah am Campus duldete, doch bis jetzt hatte sie nichts dagegen unternommen. Womöglich war es ihnen ganz recht, wenn ein so offensichtlich gefährlicher und anrüchiger Ort gleich in Sichtweite lag. Das hielt alle bis auf die verwegensten Studenten davon ab, die Waterpath zu überqueren.

Soweit es Bell anging, konnte das gern so bleiben. Fenmere sah das genauso. Gewiss hätte er ein wenig Ärger mit der Universität verkraften können - aber es schadete auch nicht, wenn man die Probleme aus dieser Richtung so klein wie möglich hielt.

Vor einem Monat hatte Fenmere noch davon gesprochen, einen Fuß auf den Campus zu kriegen, ein paar Studenten anzuwerben, um für sie Drogen zu verticken. Da war gutes Geld zu holen. Aber in letzter Zeit hatte Fenmere nichts dergleichen mehr erwähnt.

Fenmere war überhaupt in letzter Zeit verdammt still gewesen, bis sich das vor ein paar Tagen plötzlich geändert hatte. "Nevins Jungs müssen zurückgebracht werden."

Für so was war Bell eigentlich nicht zuständig, schon lange nicht mehr. Er wusste, dass er damit für den letzten Monat bestraft wurde, und wenn er mit ein wenig Großreinemachen sein Ansehen wieder aufpolieren konnte, wollte er sich nicht beklagen.

Der "Hundezahn" war der letzte lose Faden; hier hingen die beiden verbliebenen Straßenhändler von Nevin herum. Der Rest war ohne Probleme wieder unter ihre Fittiche gekommen. Verdammt, sie hatten sich regelrecht überschlagen. Sie brauchten das Geld, sie hatten Kunden an der Hand, die um jedes Fläschchen Effitte bettelten, das sie kriegen konnten. Das war gut, es trieb die Preise hoch. Die Leute zahlten inzwischen eine volle Krone fürs Fläschchen, manchmal sogar eine Krone fünf. Wenn in diesem Teil des Viertels wieder alles geregelt war, konnten sie die Preise auf demselben Stand halten, und die Leute würden liebend gern bezahlen. Mehr Geld für Bell und mehr für Fenmere.

Das sollte den alten Mann nun wirklich wieder glücklich machen.

Bell trat ein. Der Mief von schalem Bier und ungewaschenem Gesindel stieg ihm in die Nase. Sofort beschloss er, dass dies sein erster und letzter Besuch war. Er würde dafür sorgen, dass Nevins Jungs sich anderswo mit ihm trafen. Außerdem war es äußerst düster in der Kneipe. Bell fragte sich, ob das Absicht war oder der Besitzer einfach Lampenöl sparte.

Er trat zum Wirt, ein Mann wie ein Fass, mit einer Glatze und mehr Narben an den Händen, als Bell je gesehen hatte. "Lendle und Jemt?"

"Du meinst Lemt und Jendle?", fragte der Wirt. "Wer will das wissen?"

"Ein Mann, der nicht erst hier reinkommen müssen sollte, um nach ihnen zu fragen." Bell klopfte mit den Fingern auf den Tresen und sorgte dafür, dass der Wirt seinen Ring gut sehen konnte. Selbst dieser Abschaum in einem solchen Loch, dem Bodensatz von Dentonhill, sollte den Ring erkennen und wissen, dass nur ein enger Vertrauter Fenmeres es wagen würde, ihn zu tragen.

"Wird doch keinen Ärger geben, oder?"

Bell schaute sich um. Die Kaschemme war voll von Wichsern und Versagern, der Art Männer, die kaum den Tag überstanden, ohne mindestens eine Dosis Effitte und viele Becher dieses Gesöffs runterzukippen, das im "Hundezahn" ausgeschenkt wurde. "Ich nehm an, du bist Ärger gewohnt."

"Es gibt den üblichen Ärger und echten Ärger", antwortete der Wirt. "Mit dem üblichen komme ich klar. Aber mehr richtigen Ärger kann ich nicht brauchen."

"Solltest du von mir auch nicht kriegen", erwiderte Bell. "Solange mir keiner Ärger macht."

Der Wirt wies auf eine Ecke, in der mehrere Tische zusammengeschoben worden waren. Dort spielten zwei Burschen Karten, umgeben von den - wo

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